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TU Berlin

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Das Allerletzte

Montag, 18. Mai 2009

Gebrochene Herzen

Frauenherzen sind empfindlich. Sie brechen leichter. Was uns durch Tausende von Romanseiten seit Jahrhunderten als unumstößliche Tatsache gilt, ist jetzt endlich wissenschaftlich widerlegt. Frauenherzen brechen nicht etwa leichter, sie werden nur schlechter behandelt, besonders von Männern. Und hier sind keineswegs Liebhaber gemeint, sondern seriöse medizinische Behandler. Eine Forschergruppe im Saarland hat die Behandlungsdaten von mehr als 1800 Patienten mit der Diagnose "Herzinsuffizienz" analysiert. Was die Forscher überraschte: "Weibliche Ärzte behandelten ihre Patienten gleich, unabhängig von deren Geschlecht, wohingegen männliche Ärzte ihre weiblichen Patienten signifikant seltener und mit geringeren Dosierungen therapierten." Patientinnen bekamen von männlichen Ärzten viel seltener ACE-Hemmer und sogenannte AT-1-Antagonisten oder Beta-Blocker und auch noch in viel niedrigeren Dosierungen. Aber es kommt noch dicker: Man fand jetzt heraus, dass Frauen und Männer - sieh da! - unterschiedlich auf Medikamente reagieren. Zum Beispiel führt der für Männer mit schwachem Herzen hilfreiche Wirkstoff "Digitalis" bei Frauen zu erhöhter Sterblichkeit. Bisher galt: Die Wahl des richtigen Arztes kann Leben retten. Hier ist nun eine Modifikation dringend angeraten: Vor allem die Wahl des richtigen Geschlechtes bei Arzt oder Ärztin muss als lebensverlängernde Maßnahme angesehen werden.

pp / Quelle: "TU intern", 5/2009

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