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TourTransAsia - Auf den Dächern der Welt

Montag, 19. Mai 2008

Per pedales 14 000 Kilometer vom Äquator nach Sibirien - zwei TUler auf Entdeckungsreise

Jack Thoms und Marco Altman vor den Reisterassen in Vietnam
Jack Thoms und Marco Altman vor den Reisterassen in Vietnam
Lupe

Wer das Hauptstadtspiel kennt, der kennt Bandar Seri Begawan. Es ist die Hauptstadt des kleinen, aber unglaublich reichen Sultanats Brunei auf der Insel Borneo und Ausgangspunkt unserer Entdeckungsreise einmal quer über den asiatischen Kontinent. Wir, Marco Altmann (27) und Jack Thoms (34), haben uns damit einen Wunsch erfüllt, von dem wohl viele träumen. Mit dem Fahrrad sieben Monate lang aussteigen, um mit minimalem Gepäck und mit Muskelkraft die Welt zu erobern.

Angefangen hatte alles mit einer Weltkarte, die uns während unserer gemeinsamen Zeit in einem Büro des Lehrstuhls Logistik in der 9. Etage des TU-Hauptgebäudes von der Wand unablässig auffordernd anstrahlte. Allzu oft drifteten die Gedanken vom Logistikthema ab und gingen auf Weltreise. Für zwei sportbegeisterte Radenthusiasten stand schnell fest: Hier haben sich zwei Globetrotter gefunden, deren Vorstellungen vom Reisen geradezu ideal harmonieren.

Es dauerte noch etwas mehr als vier Monate, bis wir alle notwendigen Impfungen, Visa und die Ausrüstung zusammenhatten. Am 11.3.2007 standen wir schließlich auf dem Flughafen Frankfurt/Main vor einem Flugzeug der Royal Brunei Airline und vor den bislang spannendsten sieben Monaten unseres Lebens.

Auf unseren Rädern erlebten wir hautnah die Vielfalt der Landschaften und Kulturen des asiatischen Kontinents. Wir schwitzten unter der tropischen Sonne Malaysias und Thailands, erfuhren die Armut und das Elend der Landbevölkerung in Kambodscha, verirrten uns im undurchdringlichen Dschungel von Laos, bewunderten die Architektur der Reisterrassen in Vietnam, bestaunten ehrfürchtig die schneebedeckten Gipfel des Himalaja in China, genossen die Abgeschiedenheit und Ruhe in der Wüste Gobi und verspürten die Magie des legendären Baikalsees in Sibirien.

Geprägt für unser Leben haben uns die Begegnungen mit den Menschen am Wegesrand, die uns immer wieder mit ihrer Offenheit, Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft bezauberten. Die Neugier war auf beiden Seiten gleichermaßen groß und so vertieften wir uns trotz aller Sprachbarrieren immer wieder in lange Gespräche. Oft reichten ein Lächeln und einige freundschaftliche Gesten aus, um gegenseitige Sympathie und Vertrauen zu erzeugen.    Für dieses hautnahe Erlebnis des Reichtums der Kulturen und der Farbenpracht der Natur nahmen wir gern all die Strapazen in Kauf, die auf einen Fahrradreisenden warten. Und so steht für uns beide fest, dass es nicht die letzte große Radtour in unserem Leben gewesen sein wird.  

Jack Thoms / Quelle: "TU intern", 5/2008
Jack Thoms war von 2001 bis 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bereich Logistik der TU Berlin und ist derzeit an der European Business School in Wiesbaden beschäftigt.
Marco Altmann studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Berlin. Auf ihrer Internetseite haben sie über ihre Reise Tagebuch geführt.
www.tourtransasia.de

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