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TUB-newsportalDas Allerletzte 01/2008

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Das Allerletzte

Montag, 28. Januar 2008

Warum sich Männer volles Haar wünschen

Raffiniert! Das kann der Mensch bis heute nicht nachmachen. Bonner Wissenschaftler haben unter dem Rasterelektronenmikroskop entdeckt, warum das Holzbienenmännchen beim "Paarungs-Rodeo" in der Luft nicht abgeworfen wird: Das Männchen fliegt von hinten über das Weibchen und klammert sich an ihm fest, bevor es seine Spermien injiziert. Eine trickreiche Vorrichtung verhindert dann den Abwurf bei einem rasanten Flugmanöver und damit einen unbeabsichtigten Coitus interruptus. Während es sich über das Weibchen schiebt, haken sich feinste Haarschlaufen auf seinen Hinterbeinen an entsprechenden Borsten auf dem Rücken der Partnerin fest: ein "Klettverschluss" im Nanomaßstab. Diese Nanoschlaufen an ihren Hinterbeinen sind aber nicht der einzige Trick, der männlichen Holzbienen den luftigen Liebesritt erleichtert: Auch ihr mittleres Beinpaar weist einen besonderen Haftmechanismus auf. Er scheint mit "Van-der-Waals-Kräften" zu arbeiten, mit denen auch Geckos kopfüber an glatten Flächen entlanglaufen können. Es handelt sich um schwache Anziehungskräfte, die entstehen, wenn sich Ladungen um Atome verschieben. Geckos tragen auf ihren Zehen Billionen von speziell geformten feinen Härchen. In der Summe bewirken sie, dass die Echsen dank der Van-der-Waals-Kräfte fest an der Decke haften. So ein Haarpolster soll auch der Holzbienenmann haben. Er legt bei der Paarung dieses Polster an den Kopf des Weibchens und klebt so gewissermaßen an ihm fest. Ob menschliche Männchen sich deswegen häufig eine vollere Haarpracht wünschen?  

pp / Quelle: "TU intern", 01/2008

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