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TU Berlin

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Vermischtes

Das Allerletzte

Montag, 14. April 2008

Grenzenlos

Zweihundertzwei Mal hat er die Erde umrundet, und das in der Wahnsinnsgeschwindigkeit von nur rund zwei Wochen. Natürlich konnte er sich dabei nicht von verstopften Autobahnen, Flüssen und Wäldern und dergleichen irdischen Unwichtigkeiten aufhalten lassen. Deshalb nahm er genügend Abstand zur Erde und absolvierte den Marathon im Weltall. Nun hat die Erde ihn wieder, den deutschen Botschafter im All, Hans Schlegel, Astronaut der European Space Agency (ESA). Ganz wichtige Dinge haben er und seine amerikanischen Kollegen dort oben untersucht, besuchten auch neun Tage lang unsere Außenstelle im Universum, die Internationale Raumstation ISS. Dort bauten sie ein europäisches Forschungslabor ein und übten das freie Schweben - nicht nur in der sicheren Raumkapsel, sondern draußen unter dem Sternenzelt. Sternenzelt? Ein Zelt hat ein Dach, ein Oben und ein Unten. Das konnte Hans Schlegel allerdings dort draußen nirgends entdecken. Im Gegenteil: In der Weite des Alls entdeckte er einen besonders schönen, im Vergleich zu anderen Himmelskörpern aber unscheinbar kleinen, blauen Planeten: die Erde. Und er erkannte plötzlich: "Von oben gibt es keine Grenzen. Unser Heimatplanet ist so filigran, so verletzlich. Die Erdgemeinschaft hat nur zusammen ein Chance auf ein gesundes Gleichgewicht zwischen Nutzung und Ausnutzung der Ressourcen, unabhängig von Religion, Staatsgrenzen oder politischer Zugehörigkeit."

Stimmt, dachten sich wohl die Amerikaner und machten sich eilig auf den Weg, einen außer Kontrolle geratenen Spionage-Satelliten abzuschießen, der dummerweise noch einen Koffer voller giftiger Substanzen mit sich führt, die nun leider beim Absturz vielleicht doch nicht den Nachbarn treffen, sondern das eigene Land. Denn: Von oben gibt es keine Grenzen!

pp / Quelle: "TU intern", 4/2008

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