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TU Berlin

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Vermischtes

Bücher für den Gabentisch

Montag, 15. Dezember 2008

Denjenigen, die Weihnachten nicht ohne Wissenschaft und Hochschule verbringen wollen, empfiehlt die TU intern-Redaktion einige Bücher, die sich auch für den Gabentisch eignen würden.

Schinkel als Beamter

Pegasus Schinkel
Lupe [1]

"Pegasus oder Schinkel und Berlins erster Eisenbahnhof" ist ein Büchlein, das etwas Licht auf einen bislang wenig beachteten Aspekt im öffentlichen Leben des großen Berliner Baumeisters wirft: sein Leben als Beamter. Der Autor Reinhard Strecke unterzieht ein auf den ersten Blick eher unscheinbares Dokument, ein Gutachten zur Regelung des noch neuen Eisenbahnverkehrs, einer genauen Untersuchung. Es strotzt nicht vor Ideen, vor großen Visionen, es erwähnt noch nicht einmal die unglaublichen Veränderungen, die die Eisenbahn in das Leben der Menschen bringen sollte. Vielmehr werden, ganz preußisches Beamtentum, Überlegungen angestellt zur Unfallverhütung, zur Sicherheit auf Bahnübergängen, zur Feuergefahr oder zu einem möglichen Scheuwerden von Pferden. Nicht der Künstler steht hier im Mittelpunkt, sondern Schinkels praktisches, ökonomisches Denken.

Reinhart Strecke, Pegasus oder Schinkel und Berlins erster Eisenbahnhof
Transit Buchverlag GmbH, 2008
ISBN 978–3–88747–236–5
pp

Berliner Villenleben

Berliner Villenleben
Lupe [2]

Bankiers und Großindustrielle lassen sich ab 1870 märchenhafte Privatvillen in der neuen Colonie Alsen am Wannsee errichten. Daneben residieren erfolgreiche Architekten sowie wohlhabende Maler und Künstler. Nach Eröffnung des direkten S-Bahn-Anschlusses an das Geschäftszentrum der Stadt wandelt sich die exurbane Sommerresidenz zu einer der exklusivsten und teuersten Berliner Wohnadressen. Zahlreiche weitere Villenkolonien entwickeln sich um 1900, vor allem in der westlichen Umgebung Berlins, im Grunewald und entlang der landschaftlich reizvollen Havelseen. Professor Heinz Reif, Leiter des Center for Metropolitan Studies an der TU Berlin, hat einen neuen Sammelband zur Geschichte und Inszenierung bürgerlicher Wohnwelten in diesen Refugien am grünen Rand der Stadt um 1900 vorgelegt. Im Mittelpunkt stehen Motive und Antriebskräfte des bürgerlichen Auszugs aus der Stadt, der als "Wegbereiter" und „europäische Tradition“ weltweiter Suburbanisierung in der Gegenwart diskutiert wird. Einzelbeiträge renommierter Wissenschaftler verschiedener Fachdisziplinen untersuchen Entstehungsbedingungen und -dynamiken sowie die Akteure der Berliner Villenkolonien. Der sorgfältig gestaltete und reich bebilderte Band bietet neue Erkenntnisse zur Wohnkultur und Einblicke in die Lebenswelt dieser frühen suburbanen Siedlungen, und er befasst sich mit ihrem sozial- und baukulturellen Erbe heute.

Heinz Reif (Hrsg.) in Zusammenarbeit mit Moritz Feichtinger, Berliner Villenleben. Die Inszenierung bürgerlicher Wohnwelten am grünen Rand der Stadt um 1900
Gebr. Mann Verlag, Berlin 2008
ISBN 978-3-7861-2589-1
Dipl.-Ing. Arch. Celina Kress, Center for Metropolitan Studies (CMS)

Themen der Soziologie

Handbuch Soziologie
Lupe [3]

Mehr als zwanzig verschiedene Themen versuchen sich im „Handbuch Soziologie“ der Frage zu nähern, welche Deutungsangebote die Soziologie für die Analyse gesellschaftlicher Gegenstandsbereiche macht. Dazu gehören unter anderem Alter, Arbeit, Familie, Globalisierung, Kultur, Markt, Migration oder Macht. Das Buch hat Juniorprofessorin Nina Baur zusammen mit drei weiteren Wissenschaftlern herausgegeben. Enthalten sind auch Beiträge von weiteren drei Professorinnen und Professoren vom Institut für Soziologie. Vorgestellt wurde es Anfang Oktober auf dem 34. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Jena.

Nina Baur, Hermann Korte, Martina Löw, Markus Schroer (Hrsg.), Handbuch Soziologie
VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2008
ISBN 978-3-531-15317-9
pp

Zukunft der Geisteswissenschaften

Warum die Naturwissenschaften Zukunft
haben
Lupe [4]

Nicht Verzagtheit, sondern ein selbstbewusstes Bekenntnis zur unverzichtbaren Bedeutung der Geisteswissenschaften in der heutigen Gesellschaft widerspiegelt sich in dem Titel des Buches "Warum die Geisteswissenschaften eine Zukunft haben!". Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Kultur untersuchen die Leistungen der Geisteswissenschaften in der heutigen Gesellschaft. Es geht um Probleme wie das der Gefangenschaft der Geisteswissenschaften im Nutzen- und Leistungsdenken, um Fragen, ob die Naturwissenschaften die Geisteswissenschaften brauchen, oder ihre Stellung in der Exzellenzinitiative. Die Debatte sei von Selbstvergewisserung und Selbstbehauptung, aber auch von Zweifeln geprägt, schreiben Jörg-Dieter Gauger und Günther Rüther in ihrem Vorwort. Abgeschlossen wird der Band mit einer Dokumentation von Texten solcher Wissenschaftler wie Johann Gottlieb Fichte, Wilhelm von Humboldt, Karl Jaspers oder Jürgen Mittelstraß, die zeigen, dass die Diskussion um die Bedeutung der Geisteswissenschaften kein neues Problem ist.

Jörg-Dieter Gauger, Günther Rüther (Hrsg.), Warum die Geisteswissenschaften Zukunft haben!
Verlag Herder, Freiburg 2007
ISBN 978-3-451-29822-6
sn

In Form gebracht

Grafische Gestaltung
Lupe [5]

Die ansprechende Repräsentation wissenschaftlicher Erkenntnisse ist längst ein Muss geworden. Wie das professionell und in höchster Qualität gelingen kann, dazu findet man in dem Buch „Grafische Gestaltung in Naturwissenschaften und Medizin“ fundierte Erläuterungen, Anregungen und praktische Tipps. Man erfährt, wie Bilder erzeugt und effektiv eingesetzt werden können, wie man mit Schrift geschickt umgeht, welche Anforderungen an ein Layout bestehen, wie Master- und Doktorarbeiten gestaltet werden sollten, welche Bild-, Grafik- und Layoutprogramme zur Verfügung stehen und wie man mit Farben erwünschte Wirkungen erzielt. Mehr als 250 farbige Abbildungen veranschaulichen die angesprochenen Themen. Der Praxisteil vermittelt, wie die Erkenntnisse am Computer umgesetzt werden können. Die Autorin Katharina Hien arbeitet als freie Wissenschaftsjournalistin, Steffen Rümpler lehrt an der Freien Hochschule für Grafikdesign und Bildende Kunst in Freiburg.

Katharina Hien, Steffen Rümpler, Grafische Gestaltung in Naturwissenschaften und Medizin. Wissenschaftliche Informationen vermitteln und präsentieren
Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008
ISBN 978-3-8274-1931-6
sn

Alltag im Reich der Mitte

Lupe [6]

Das China jenseits von Metropolen und Olympia porträtiert der Umweltingenieur und TU-Alumnus Martin Steiner gemeinsam mit Peter Peguero Ross. Ihre sehr persönlichen Eindrücke vermitteln ein genau beobachtetes Bild. Die Autoren haben mehrere Jahre in China gelebt und gearbeitet. Sie gewannen das Vertrauen vieler Chinesen und lassen die Leser am Alltag im Reich der Mitte teilhaben. Ihre Fotos zeigen nicht die neue, glänzende aufstrebende Wirtschaftsmacht China, sondern vielmehr das Leben in deren schattigen Hinterhöfen. Ob chinesischen Tourismuswerbern das Buch gefallen würde, erscheint fraglich, gerade deshalb ist es eine gute Vorbereitung für denjenigen, der China auch abseits des touristischen Standardprogramms bereisen möchte.

Martin Steiner, Peter Peguero Ross, An einer Straßenecke in China … Der Küchenchef hat das Rezept geändert
Sunny Area Publishers Innsbruck – Leeds, 2006,
ISBN 978-3-200-00702-4
uld

Die Uni im Roman

Die Gekaperte Hochschule Cover
Lupe [7]

Witzig, manchmal grotesk kommt der Universitätsalltag im Roman "Die Gekaperte Hochschule" von Ian Jürgen Nowi daher: Situationen entfalten sich vor den Augen des Lesers, die jeder kennt, der mit dem akademischen Alltag zu tun hat, manche überzogen, manche aber auch durchaus nachdenkenswert. Das Ganze ist verpackt in eine mörderische Krimihandlung, die von einer internationalen Organisation in Paris in eine fiktive mittelgroße Hochschule im Süden Deutschlands führt. Die Verfolgung eines Mordes, der dort stattgefunden hat, entwickelt sich zu einem gefährlichen Katz-und-Maus-Spiel.

Ian Jürgen Nowi, Die Gekaperte Hochschule
Frankfurter Literaturverlag, Frankfurt/M. 2008,
ISBN 978-3-86548-928-9
pp
How are you Mister Angst
Lupe [8]

"How are you, Mister Angst?" von Joachim Zelter erzählt von dem Juniorprofessor Konrad Monteiro, der in seiner akademischen Tätigkeit keinen Sinn mehr sieht. Während seine Vorlesung über das Drama weitgehend leer bleibt, stürmen die Studierenden Veranstaltungen über den SMS-Roman oder die Analyse von Werbesongs. Als Monteiro meint, mit einem unvorbereiteten Vortrag akademischen Selbstmord zu begehen, kommt es zu unverhofften Beifallsbekundungen, und eine junge Studentin tritt in sein Leben. Der Universitätsroman erzählt von den Selbstzweifeln und Versagensängsten eines Hochschuldozenten, der seine Rolle als nicht mehr zeitgemäß empfindet.

Joachim Zelter, How are you, Mister Angst? Ein Universitätsroman.
Klöpfer& Meyer-Verlag, Tübingen 2008,
ISBN 978-3-940086-11-2
vbk

Zum Knobeln und Lernen: Mathematik für alle

Bücher von Professor Ian Stewart, der 2008 an der TU Berlin die Queen’s Lecture hielt. Titel: "Brauchen wir Mathematiker?"

Symmetrie
Lupe [9]

Viele Jahrhunderte lang war die Symmetrie ein bedeutendes Thema in der Kunst, der Architektur und in der Musik. In der Mathematik führte sie bis vor 150 Jahren ein Schattendasein – wenngleich sich ihre Wurzeln bis zu den Babyloniern zurückverfolgen lassen. Doch dann wurde sie zu einem zentralen und fundamentalen Konzept in der Physik und der Kosmologie. In einem spannenden Erzählbogen vom frühen Babylon bis zur Physik des 21. Jahrhunderts erzählt Ian Stewart die Geschichte der Symmetrie und erweckt dabei die tragischen, oft exzentrischen Wissenschaftler und Genies wieder zum Leben, die diese Entwicklung vorantrieben. Schwierige Phänomene leicht verständlich dargestellt und in spannende Geschichten verpackt.

Ian Stewart, Die Macht der Symmetrie. Warum Schönheit Wahrheit ist
Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2008,
ISBN 978-3-8274-2019-0
pp / Quelle: "TU intern", 12/2008
Kopfzerbrecher
Lupe [10]

Ein Bürgermeister hat ein Problem mit einem Baugrundstück, ein Paar streitet darüber, wie viele Kinder es eigentlich hat, und ein Scheich versucht, Kamele zu vererben. Ian Stewart versteht es wie kaum ein anderer, mathematische Probleme unterhaltsam und trotzdem lehrreich darzustellen und damit seiner Wissenschaft, der Mathematik, ein großes Kompliment zu machen. Dreißig Rätsel zum Kopfzerbrechen hat er hier versammelt, sie sind skurril und machen Spaß. Papier und Bleistift sollte man sich aber schon zurechtlegen.

Ian Stewart, Kopfzerbrecher, 30 mathematische Rätsel
Piper Verlag, München 2008,
ISBN 978–349204–928–3
pp
Wunderbare Welt
Lupe [11]

Auch in seinem Buch "Die wunderbare Welt der Mathematik", das jetzt als Taschenbuch erschien, zeigt Ian Stewart, dass Mathematik sogar in der Alltagssprache erklärt werden kann. Anschaulich und humorvoll löst er die schönsten mathematischen Rätsel mithilfe der höflichen Mönche des Perplexer-Ordens, von Möbelpackern, Piraten oder auch Sherlock Holmes und Dr. Watson. Am 27. Februar 2009 erscheint übrigens der neue Band "Neue Wunder aus der Welt der Mathematik", aus dem bei der Queen’s-Lecture im Oktober schon die eine oder andere Anekdote zu hören war.

Ian Stewart, Die wunderbare Welt der Mathematik
Piper Verlag, München 2006,
ISBN 978-349204-770-8
pp

Mathe hinter der Technik

Mathematik
Lupe [12]

Ein vierfarbiges Lehrbuch, an dem unter anderem der ehemalige TU-Professor Dr. Ulrich Kockelkorn mitgearbeitet hat, bietet in einem Band ein lebendiges Bild der "gesamten" Mathematik für Anwender. Angehende Ingenieure und Naturwissenschaftler sowie Mathematiker finden hier die wichtigen Konzepte und Begriffe ausführlich und mit vielen Beispielen erklärt. Im Mittelpunkt stehen das Verständnis der Zusammenhänge und die Beherrschung der Rechentechniken. Mehr als 1000 Abbildungen, Selbsttests sowie mehr als 100 Anwendungsboxen, Fragen und Rechenaufgaben erläutern Themen wie "Geometrie hinter dem GPS", "Pageranking bei Google" oder "harmonischer Oszillator".

Tilo Arens, Frank Hettlich, Christian Karpfinger, Ulrich Kockelkorn, Klaus Lichtenegger, Hellmuth Stachel, Mathematik
Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2008,
ISBN 978-3-82741-758-9
pp / Quelle: "TU intern", 12/2008

"TU intern" Dezember 2008

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  • Hochschulzeitung "TU intern" - Dezember 2008 [14]
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