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TU Berlin

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Das Allerletzte

Montag, 17. Dezember 2007

Beine bis zum Hals

Das Jahr soll nicht vergehen, ohne dass wir alle akademischen Tierfreunde - Eisbär Knut ist nun auch schon ein Jahr alt, etwas pausbäckig und wird künftig nicht mehr als medialer Kuschelbär taugen - ausdrücklich auf das bemerkenswerte Tier des Jahres 2008 hinweisen: Es ist die "Große Winkelspinne" aus der Familie der Trichterspinnen. Viele Menschen lieben sie, denn sie verhält sich unauffällig. Tagsüber hockt sie oft lange Zeit völlig reglos in ihrer trichterförmigen Wohnröhre, die sich in Ecken und Winkeln menschlicher Behausungen findet. Nur hin und wieder sieht man besonders schöne Exemplare mit supersexy zehn Zentimeter langen Beinen bis zum Hals verloren im Waschbecken sitzen. Manche Menschen fürchten den possierlichen Achtbeiner, obwohl, wie Arachnologen, die Spinnenfachleute, versichern, der Mensch nicht zum Beuteschema dieser Spinnentiere gehört. Gerade der naturentwöhnte Stadtmensch mit urbanem Wohnwunsch am Wasser tut gut daran, sich schon einmal an das Krabbeltier zu gewöhnen. Die schicken städtischen Wasserquartiere wie die Hamburger HafenCity, das geplante Ruhrbania in Mülheim oder die Berliner Wasserlagen sind bereits fest ins Spinnenauge gefasst. Die Hamburger Mieter klagen über Kolonien von Lariniodes sclopetarius, Brückenspinnen, die sich dort besonders wohlfühlen, wo sich Wasser und menschliche Architektur begegnen. Schmuddelige Schlieren von Spinnenkot, netzverklebte Fenster und massenweise Krabbeltiere auch im Inneren der menschlichen Behausungen lassen Gemütlichkeit nur bei demjenigen aufkommen, der sich mit diesen ungebetenen Gästen anfreunden kann. Vorteil dieser Wohnlage: Es gibt wenige Fliegen und Mücken.

pp / Quelle: "TU intern", 12/2007

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