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TU Berlin

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Vermischtes

Das Allerletzte

Montag, 15. Oktober 2007

Mit den Wölfen heulen

Hurra! "Wir" sind schon wieder Weltmeister! Ein Bier in der Hand, hockte ein Großteil der deutschen männlichen Bevölkerung kürzlich wieder laut fachsimpelnd vor dem Fernseher. Und dann der Siegestaumel: "Wir" sind Weltmeister. Doch "wir" sind diesmal keine männlichen Identifikationsfiguren aus Rad- und Ballsport oder Vatikan, sondern elf Damen der Frauenfußball-Nationalelf. An sich könnte man sich für die Sportlerinnen freuen. Noch vor Kurzem belächelt ("Fußball ist nichts für Frauen. Wie das schon aussieht!") werden ihnen nun die Titelseiten großer Zeitungen freigeräumt, in Magazinen erscheinen Porträts der Spielerinnen, ihnen gehört kurzfristig die Hauptstory der Fernsehnachrichten. Doch wie sind die Weltmeisterinnen überhaupt so plötzlich und unbeobachtet von der breiten Öffentlichkeit an die Spitze gelangt? Ligaspiele, WM-Qualifikationsspiele, Auswahlverfahren, Vorrundenspiele - in den Hauptnachrichten Fehlanzeige. Spielen Männer um den Pott gibt es als Gesprächs- und Nachrichtenthema doch wochenlang nichts Wichtigeres. Man weiß, wo die Recken schlafen, was sie essen und wo es wem wehtut. Der Frauenfußball-Erfolg lehrt jedenfalls, dass es eine gute Idee zu sein scheint, die Ambitionen von Frauen ernst zu nehmen. Sonst kann es passieren, dass sie unerwartet nach den Sternen greifen. Für die männliche Konkurrenz heißt dann das Gebot der Stunde: besser mit den Wölfen heulen. Auch in der deutschen Politik haben dies in den letzten Jahren einige Herren schmerzlich zu spüren bekommen. Übrigens: in den USA schickt sich soeben eine Frau an, das wichtigste Amt der Welt zu erobern.

pp / Quelle: "TU intern", 10/2007

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