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TU Berlin

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Tipps & Termine

Formlos – formbar

Freitag, 17. Mai 2013

Lupe

Ein bronzenes Bildwerk ist Ausdruck höchster Kunstfertigkeit. Es beweist die große Meisterschaft des ausführenden Künstlers und verweist gleichzeitig auf die Potenz des Auftraggebers. Doch es erfordert auch ein hohes technisches Vermögen, denn es waren in der Regel hoch spezialisierte Gießmeister, die den Künstlern erst die Realisierung ihrer Entwürfe ermöglichten. Eine Statue in einem Stück zu gießen ist in erster Linie eine technische Leistung. Künstlich durch das Verschmelzen mehrerer Grundstoffe entstanden, ist Bronze durch den Menschen erschaffen: eine formlose und zugleich zu formende Materie. Traditionell wird Bronze zur Herstellung von Glocken und anderen Klanginstrumenten verwendet, von lebensgroßen Statuen, Kunstgegenständen, historischen Bronzetüren, Gedenktafeln, gegossenen oder geprägten Medaillen und Münzen sowie – seit Erfindung des Schießpulvers – von Geschützen. Auch heute werden noch besonders klangstarke Musikinstrumente wie Schlagzeugbecken aus Bronze hergestellt. Seit zwei Jahren widmet sich das Projekt "Interdependenzen. Künste und künstlerische Techniken" am Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik der TU Berlin dem Wechselspiel von künstlerischen Techniken und künstlerischen Gestaltungsformen. Koordiniert wird es von Prof. Dr. Magdalena Bushart, Fachgebiet Kunstgeschichte. Nach einer ersten Tagung, die sich mit technischen Innovationen und ihrem Transfer in unterschiedliche Gattungen zwischen 1430 und 1550 beschäftigte, soll nun eine zweite internationale Tagung das Material Bronze epochenübergreifend in den Fokus nehmen und untersuchen, ob und wie der Werkprozess auf Form und Wahrnehmung der Bronzeplastik wirkt. Die Tagung will ein möglichst umfassendes Bild von künstlerischen und kunsttechnischen Positionen erhalten. Unter anderem werden Fragen diskutiert wie: Gibt es eine spezifische "Materialikonografie" für die Bronze? Wie stark haben die spezifischen Materialeigenschaften auf den kunsttheoretischen Diskurs zurückgewirkt? Auch Reiterstandbilder spielen eine wichtige Rolle sowie Kunstwerke von Giambologna Duoai aus Florenz. Im Foto seine "Schlafende Nymphe" aus dem 16. Jahrhundert, die heute im Bode-Museum zu sehen ist.

Interdependenzen II: Formlos – formbar. Das Material Bronze zwischen Möglichkeit und Herausforderung
Zeit: 7.–8. Juni 2013
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Hauptgebäude, Raum H 3005

Tel.: 314-2 96 49

pp / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 5/2013

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