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TU Berlin

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Tipps & Termine

Buchtipps zu Weihnachten

Freitag, 16. Dezember 2011

Berlins neue Mitte

Lupe

Die habilitierte Architektin und Künstlerin Katharina Brichetti, Lehrbeauftragte im TU-Fachgebiet Baugeschichte, lädt zu einem Spaziergang durch Berlin und durch die Geschichte der Stadt ein: Pariser Platz mit dem Brandenburger Tor, Friedrichstraße, Leipziger Platz, Potsdamer Platz, Alexanderplatz. Diese weit über die Stadt hinaus bekannten Orte erzählen berlinische, preußische, deutsche Geschichte und damit auch Weltgeschichte. Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 und der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 wurden diese Plätze wiederaufgebaut, umgebaut und neu gestaltet. Diese Neukonstruktion der Berliner Mitte hat die Autorin kritisch unter die Lupe genommen. Großformatige Fotos unter anderem von dem renommierten Kunst-, Architektur- und Natur-Fotografen Harf Zimmermann lenken den Blick auf faszinierende gestalterische Details und städtebauliche Elemente.

Katharina Brichetti, Berlins neue Mitte. Ein Führer durch die wiedervereinigte Stadt. Sutton-Verlag, Erfurt 2011, ISBN 978-3866807983

Wohnen in Zeilen

Lupe

Aufgrund der kriegsbedingten Wohnraumknappheit wurden in den 50er- und 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts mehr als zwölf Millionen Wohneinheiten geschaffen. Noch heute stammt etwa ein Drittel der Wohneinheiten des aktuellen Mehrfamilienhausbestandes aus dieser Zeit. Aufgrund ihrer meist zeilenförmig angeordneten Baukörper wurden sie als Zeilensiedlungen bezeichnet. Heute befinden sie sich sowohl baulich als auch sozial, insbesondere durch den Wechsel der über Jahrzehnte relativ stabilen Bewohnerschaft, in einer Umbruchsituation. Das Buch "Wohnsiedlungen im Umbruch" entstand aus den Arbeiten einer im sozial-ökologischen Schwerpunkt tätigen vom Bundesbildungsministerium geförderten Nachwuchsgruppe, die von der Wirtschaftsingenieurin und dritten Vizepräsidentin der TU Berlin Gabriele Wendorf geleitet wurde. Im Mittelpunkt der Forschungstheorie stehen der Mensch in seinem Wohnumfeld, der durch die unterschiedlichsten Prozesse in einer Siedlung beeinflusst wird, und dessen Wohlbefinden. Das Buch liefert umfangreiche Forschungserkenntnisse und praxisnahe Handlungsempfehlungen zu einem Gesamtkonzept des nachhaltigen Umbaus.

Gabriele Wendorf (Hrsg.), Wohnsiedlungen im Umbruch. Impulse inter- und transdisziplinärer Forschung zur Gestaltung von Nachkriegssiedlungen. Oekom-Verlag, München 2011, ISBN 978-865811165

Freundschaft im Widerstand

Der intensive Briefwechsel aus den Jahren 1911-1946 der in Wien 1878 geborenen Physikerin Lise Meitner mit der in Berlin aufgewachsenen, 1881 geborenen Botanikerin Elisabeth Schiemann ist nicht nur eine Dokumentation der Freundschaft der hochbegabten Wissenschaftlerinnen. Er ist ein wichtiges Zeitdokument. Lise Meitner engagierte sich im Ersten Weltkrieg als Krankenschwester, litt später unter der Judenverfolgung. Elisabeth Schiemann leistete, wo sie konnte, dem Nazi-Regime Widerstand. Fotografien aus verschiedenen Lebensaltern illustrieren den Text.

Jost Lemmerich (Hrsg.), Bande der Freundschaft. Lise Meitner - Elisabeth Schiemann. Kommentierter Briefwechsel 1911-1947. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2010, ISBN 978-3700168478

Paradies unter der Erde

Mit der Exkursion durch den von Braunkohlentagebau und eiszeitlichen Formen geprägten Landkreis Spree-Neiße erscheint bereits der zehnte Band des Führers zur Geologie von Berlin und Brandenburg des ehemaligen TU-Geowissenschaftlers Johannes Schroeder. Der Tagebau sei für die Geowissenschaft ein Paradies, schwärmt der Autor. Wo sonst könne man die letzten rund 25 Millionen Jahre der Erdgeschichte so lückenlos dreidimensional erforschen? Er nimmt den Interessierten mit auf diese Reise, die in der Innenstadt von Cottbus beginnt.

Johannes Schroeder (Hrsg.), Führer zur Geologie von Berlin und Brandenburg, Nr. 10: Cottbus und Landkreis Spree-Neiße. Selbstverlag Geowissenschaftler in Berlin und Brandenburg e. V., ISBN 978-3928651158

Demografischer Wandel und Mobilität

Lupe

Noch bis vor Kurzem war die Barrierefreiheit im Verkehr ein Stiefkind der Verkehrswissenschaft. Doch die Alterung der Gesellschaft führt in den kommenden Jahren zum Anwachsen einer Bevölkerungsgruppe, der es aufgrund verschiedenster körperlicher Einschränkungen immer schwerer fällt, sich in einem Verkehrssystem zu bewegen, das für gesunde Menschen entworfen wurde. In dem Maße, wie diese Gruppe an Bedeutung gewinnt, denken die Verantwortlichen in der Automobilwirtschaft oder im öffentlichen Nahverkehr darüber nach, wie sie sich der wandelnden Nachfrage anpassen können. Es sind nicht zuletzt also wirtschaftliche Gründe, die das Thema "barrierefreie Mobilität" im Hinblick auf eine wachsende Kundschaft ins Blickfeld rücken. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des TU-Fachgebiets Integrierte Verkehrsplanung legen mit dem Band "easy.going" eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme des Forschungsstandes zur Barrierefreiheit im Verkehr aus der Sicht der sozialwissenschaftlichen Mobilitätsforschung vor und nehmen dabei die Entwicklung und Umsetzung konkreter Lösungen in den Blick. Das Buch entstand aus zwei innovativen Pilotprojekten, die kürzlich am Fachgebiet abgeschlossen wurden. Das Projekt "easy.going" zielte auf den Aufbau eines Netzwerkes zum Transfer von wissenschaftlichen Ergebnissen und Erfahrungen zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen sowie kleinen und mittleren Unternehmen. Das zweite Projekt untersuchte mobile "Guidance-Systeme", die blinden und sehbehinderten Menschen die Teilnahme am öffentlichen Verkehr ermöglichen sollen. Mit vielen Details, Ideen und Erkenntnissen soll das Buch Planungspraktiker, Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft, Studierende, Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Verbände und andere Interessierte im Sinne des Prinzips "Design für alle" unterstützen. Enthalten ist auch eine CD mit dem Text zum Anhören.

Katrin Dziekan, Christine Ahrend, Annika Schreiber (Hrsg.), easy.going. Herausforderung barrierefreie Mobilität. Wirtschaft trifft Wissenschaft. Lit Verlag Dr. W. Hopf, Berlin 2011, ISBN 978-3643111210

Innovation und Vermarktung

Im Sommer stellte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ein neues Buch vor, das die Innovationskraft Deutschlands untersucht. Es fragt, ob Deutschland, das technologisch und gesellschaftlich alles hat, um die großen Zukunftsaufgaben zu bewältigen, es sich weiter leisten kann, revolutionäre Innovationen wie MP3 oder Solartechnik zwar maßgeblich mitzuentwickeln, doch die Vermarktung anderen zu überlassen.

Boris Maurer, Sabine Fiedler, Innovationsweltmeister: Wie unsere Unternehmen unschlagbar werden. Wiley-VCH Verlag, 2011, ISBN 978-3527506477

Ungeliebte Freiheit

Die berechtigte Sorge um die Bedingungen der Freiheit lässt uns die Freiheit selbst vergessen und errichtet das soziale Gefängnis, das heute vorsorgender Sozialstaat heißt, so der TU-Medienphilosoph Norbert Bolz. Dieses Gefängnis brauche keine Ketten und Schlösser. Die Angst vor der Freiheit schließe die Menschen ein. Der Autor argumentiert in seinem Essay, mit vielen Rückgriffen auf die Freiheitsbegriffe großer Denker, gegen den einengenden "Kult der Sicherheit" und für eine neue Liberalität, sei sie auch mit Risiken verbunden.

Norbert Bolz, Die ungeliebte Freiheit. Ein Lagebericht. Fink Verlag, München 2010, ISBN 978-3770549771

Geburt der Kulturwissenschaft mit Ironie und Witz

Lupe

Im selben Jahr, als Heinrich Heine starb, wurde Sigmund Freud geboren. Beide waren jüdische Intellektuelle, lebten in den Hauptstädten der Moderne und im Zeitalter der beginnenden Säkularisierung. In beider Werken gibt es viele Verbindungen, eine Wahlverwandtschaft. Literaturwissenschaftler sehen genau hier eine historische Schwelle, die enge Verknüpfung zwischen dem Tod der Dichtung, dem "Ende der Kunstperiode" und der Entstehung der ersten Kulturwissenschaft mit der Geburt der Psychoanalyse. In dem von Sigrid Weigel, Direktorin des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung und TU-Literaturprofessorin, herausgegebenen Buch "Heine und Freud" beleuchten 16 Literaten die Bezüge in den Gedankengebäuden dieser beiden großen Denker und Kulturrevolutionäre und analysieren die kulturelle Schwellensituation, die diese repräsentieren. Heine, indem er bereits die Grenzen der Dichtung überschreitet, wenn er bei seinen Reisebeschreibungen in den europäischen Kulturen die Spuren individueller und kollektiver Ängste der Weltgeschichte kommentiert, zum Beispiel bei der dichterischen Darstellung der Bäder in Lucca, und Freud, indem er in seinem Werk, besonders in "Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten", immer wieder den verstorbenen Dichter zitiert.

Sigrid Weigel (Hrsg.), Heine und Freud. Die Enden der Literatur und die Anfänge der Kulturwissenschaft. Kadmos-Verlag, Berlin 2010, ISBN 9783-865990679

Städtebau und Herrschaft

Nach der Wiedervereinigung entwickelte sich Potsdam so rasant wie kaum eine ostdeutsche Stadt - doch häufig mit verklärendem Blick auf die preußische Vergangenheit. In Wort und Bild entfalten die Autoren die Einzigartigkeit dieser Stadtentwicklung. Systematisch zeigen sie, welche Formen und Prioritäten der Städtebau im Dienste unterschiedlicher Herrscher angenommen hat, und schaffen damit wichtige Grundlagen für die Debatten um den künftigen Städtebau, jenseits von Residenz und Garnison.

Erich Konter, Harald Bodenschatz, Potsdam: Von der Residenz zur Landeshauptstadt. Dom Publishers, Berlin 2011, ISBN 978-3869221168

pp / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 12/2011

Nofretete - eine deutsch-französische Affäre

Lupe

In dem nun fast neunzig Jahre währenden Streit darüber, ob den Deutschen oder den Ägyptern Nofretete gehört, brachte Prof. Dr. Bénédicte Savoy, Kunsthistorikerin an der TU Berlin, unbekannte historische Fakten und Hintergründe ans Licht. In ihrem Band "Nofretete. Eine deutsch-französische Affäre 1912-1931" legt Savoy die geschichtlichen Wurzeln des Streites um die ägyptische Königin frei. Diese fußen nach ihren Forschungen in der deutsch-französischen Feindseligkeit während und nach dem 1. Weltkrieg. Savoy war vor zwei Jahren in den Pariser Archiven auf ein bislang unbekanntes Aktenkonvolut im Nachlass von Pierre Lacau gestoßen. Lacau leitete von 1914 bis 1936 die unter französischer Hoheit stehende Altertümerverwaltung in Kairo. Er war es, der 1925 als Erster die Deutschen aufforderte, Nofretete an den Nil zurückzubringen. Sein Motiv: Hass auf die Deutschen, der so weit ging, dass er den Deutschen über Jahre die Erlaubnis für weitere Ausgrabungen in Ägypten verweigerte. Ohne die Rolle Lacaus sei nicht zu verstehen, so Savoy, warum die gleiche Behörde im Jahr 1913, allerdings unter der Leitung eines anderen Franzosen, die Ausfuhr der Büste nach Berlin erlaubt hatte und warum dies zwölf Jahre später rückgängig gemacht werden sollte mit der fadenscheinigen Begründung, die französische Altertümerverwaltung sei von dem Ausgräber der Nofretete, dem deutschen Archäologen Ludwig Borchardt, über den wahren Wert des Kopfes getäuscht worden.

Bénédicte Savoy (Hrsg.), Nofretete. Eine deutsch-französische Affäre 1912-1931. Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 2011, ISBN 978-3412208110

Zusammengeflickt und in die Welt geschickt

Lupe

Sie ist hochdekoriert, aber einsam. Also bastelt sich die Transplantationsforscherin Linda Waldbeck aus den Organbeständen in ihrem Labor vier Kinder, die allerdings die Hände am Kopf haben und auf Vogelfüßen laufen. Als sie beschließt, das Institut zu verlassen, um mit ihren Geschöpfen ein normales Leben zu führen, beginnt eine abenteuerliche Geschichte. Die fünf müssen sich gegen impertinente Journalisten, skrupellose Rüstungsmanager und einen rechtsradikalen Bombenbauer behaupten. Die TU-Alumna Katharina Greve hat einen bitterbösen Comic-Roman gezeichnet über Toleranz und das Anderssein.

Katharina Greve, Patchwork - Frau Doktor Waldbeck näht sich eine Familie. Comic. Gütersloher Verlagshaus 2011, ISBN 978-3579070537

Streifzug durch die preußische Architektur

Lupe

Seit 125 Jahren sammelt und präsentiert das Architekturmuseum der TU Berlin (früher TH Berlin) Handzeichnungen, Drucke und Fotografien bedeutender, hauptsächlich preußischer Architekten des 19. und 20. Jahrhunderts. Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums veranstaltete das Museum unter der Ägide seines Leiters Dr. Hans-Dieter Nägelke eine Ausstellung, die von einem reich bebilderten, farbigen Katalog begleitet wurde. Aus dem 160 000 Objekte umfassenden Bestand des Museums wurden für den Katalog 66 der wichtigsten, charakteristischsten und schönsten Meisterwerke ausgewählt und von 14 Autoren beschrieben - darunter Werke von Langhans, Stüler, Poelzig, Koldewey und Scharoun. Den Beschreibungen vorangestellt ist ein Abriss der wechselvollen Geschichte eines der ältesten Architekturmuseen der Welt.

Hans-Dieter Nägelke (Hrsg.), Architekturbilder. 125 Jahre Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin. Verlag Ludwig, 2011, ISBN 978-3869351360

sn / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 12/2011

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