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TU Berlin

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Kontinuität und Umbruch in Chinas Geschichte und Gegenwart

Freitag, 11. November 2011

Lupe

Im Oktober jährte sich die Xinhai-Revolution, jene Bewegung, die den Sturz des Kaiserhofes und die Gründung der Republik China einläutete, zum 100. Mal. Die Deutsche Vereinigung für Chinastudien (DVCS) nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, auf ihrer Jahrestagung Kontinuität und radikale Umbrüche in Geschichte und Gegenwart Chinas zu thematisieren. Wo wurden tatsächlich neue Strukturen geschaffen, wo wurde an Tradition angeknüpft? Chinawissenschaftlerinnen und -wissenschaftler werden vom 25. bis 27. November auf der Tagung die politischen, soziokulturellen, aber auch technologischen Dimensionen dieser Fragestellung ausleuchten. Die Eröffnungsrede wird Prof. Helwig Schmidt-Glintzer, Vorsitzender der DVCS und Direktor der Herzog August Bibliothek, Wolfenbüttel, halten. "Seit den Opiumkriegen stellte sich China den Herausforderungen des Westens und ahmte diesen nach", so Prof. Schmidt-Glintzer. "Noch die Xinhai-Revolution und das Ringen um eine Staatsverfassung stehen in dieser Tradition. Heute sucht das Land, parallel zu seinem wirtschaftlichen Aufstieg, einen eigenen Weg. Diese Wendung stellt den Westen, der sich bislang als Modell für globale Zukunftsperspektiven betrachtete, vor unerwartete Anforderungen." Rund 30 Vorträge beschäftigen sich mit einem Themenspektrum von "Religionsgeschichtlichen Umbrüchen im 8. bis 10. Jahrhundert" über die "Ernährungssicherheit als Staatsaufgabe zur Verhinderung von Hungerrevolten im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert" bis hin zu Beiträgen, die sich mit der subversiven Botschaft moderner Kunst ("Die Revolution verschlingt ihre Bilder") und des Internets ("Harmonie der Flusskrebse") im heutigen China beschäftigen. Die Tagung wird von der Arbeitsstelle Wissenschafts- und Technikkultur Chinas der TU Berlin ausgerichtet.

22. Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für Chinastudien: 25. bis 27. November 2011 an der TU Berlin

Nicht-Mitglieder der DVCS zahlen einen Unkostenbeitrag von 25 Euro (ermäßigt 10 Euro). Anmeldungen werden bis zum 15. November 2011 erbeten.


www.china.tu-berlin.de/dvcs2011 (Programm)

tui / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 11/2011

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