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Montag, 19. April 2010

Madagaskar – Inselgetto für Europas Juden

Mittwoch, 28. April 2010, 19.30 Uhr Deutschlandradio Kultur
Bis Ende 1940 wurde offiziell, intensiv und international über die Schaffung eines "Judenstaates" diskutiert. Palästina lehnte Großbritannien ab. Nach der internationalen Flüchtlingskonferenz von Evian 1938 stand nur noch die schon lange diskutierte französische Kolonie Madagaskar zur Debatte. Auch in Deutschland tauchte in einem Dossier des Auswärtigen Amtes von 1940 zur "Lösung der Judenfrage" Madagaskar als einziges mögliches Ziel auf. Der Plan scheiterte. Im Januar 1942 beschloss die nationalsozialistische Führung auf der Wannseekonferenz die endgültige physische Vernichtung der Juden.

Sprachstunde null - Wie die Bundesrepublik über Juden und Israel zu sprechen lernte

Dienstag, 4. Mai 2010, 19.15 Uhr, Deutschlandfunk
Für die an den Juden begangenen Verbrechen fand die bundesrepublikanische Öffentlichkeit in den frühen Jahren nach dem Krieg noch keine Sprache. Das Thema wurde verdrängt oder geleugnet, und Fragen von Schuld und Verantwortung erschienen fast ausschließlich im Zusammenhang mit den geplanten, äußerst unpopulären Entschädigungszahlungen. 1951 appellierten namhafte Persönlichkeiten zum ersten Mal an die Öffentlichkeit, endlich Worte für das "Unsägliche" zu finden und das Gespräch mit Juden und Israelis zu suchen. Viele der damals geschaffenen Floskeln und spezifisch deutschen Wunschbilder spielen im deutsch-jüdischen Verhältnis noch immer eine Rolle und beeinflussen weiterhin das öffentliche Gespräch über den jüdischen Staat.

ehr / Quelle: "TU intern", 4/2010

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