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Zeitgeschichtlicher Schatz

Freitag, 15. Februar 2008

U-Bahnhof in Berlin
Lupe [1]

Eine U-Bahn-Fahrt in Berlin ist immer auch eine Panoramafahrt durch die Berliner Stadtgeschichte. 81 der 187 in Betrieb befindlichen Bahnstationen stehen unter Denkmalschutz. Viele davon sind bereits im Kaiserreich entstanden, die anderen zwischen den Weltkriegen. Gestalterisch reicht das Spektrum von den prächtigen Anlagen der Kaiserzeit (zum Beispiel Heidelberger Platz) über ländliche Haltestellen wie Dahlem bis hin zur Sachlichkeit der Zwanzigerjahre, für die "Neukölln" oder "Mitte" Beispiele sind. Die bekanntesten Architekten ihrer Zeit wie Peter Behrens oder der Schwede Alfred Grenander zeichneten als Ideengeber für viele der Bahnhöfe verantwortlich. Erstmals dokumentiert ein im Dezember 2007 erschienenes Buch von Biagia Bongiorno, TU-Stadt- und -Regionalplanerin mit dem Schwerpunkt Denkmalpflege, diesen zeitgeschichtlichen Schatz von 81 denkmalgeschützten U-Bahnhöfen, den ältesten Europas. Herausgegeben wurde das Buch vom Landesdenkmalamt, finanziell unterstützt von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Die reich bebilderte und mit interessanten Details versehene Publikation werde sicher auch, so der Landeskonservator Jörg Haspel, die gute Zusammenarbeit von Denkmalbehörden und Verkehrsbetrieben bei den in den nächsten Jahren anstehenden Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen fördern. Foto: U-Bahnhof Bülowstraße in Kreuzberg.

Biagia Bongiorno, Jörg Haspel (Hrsg.): Verkehrsdenkmale in Berlin. Die Bahnhöfe der Berliner Hoch- und Untergrundbahn. ISBN 978-3-86568-292-5

/ Quelle: "TU intern", 2-3/2008

"TU intern" Februar/März 2008

  • Online-Inhaltsverzeichnis [2]
  • Hochschulzeitung "TU intern" - Februar/März 2008 [3]
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