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TU Berlin

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„Wir müssen alle an einem Strang ziehen“

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Die Vorbereitungen für das Sommersemester laufen auf Hochtouren

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Herr Prof. Heiß, Sie sind als Vizepräsident für Lehre, Digitalisierung und Nachhaltigkeit zuständig. Was bedeutet die Corona-Krise für den Semesterstart und die Studierenden?
Uns alle hat die Pandemie vor eine besondere Situation gestellt. Die Ereignisse überschlagen sich, jeder Tag bringt neue Informationen. Uns liegt natürlich besonders daran, den Studierenden ihr Studium weiter zu ermöglichen. Ein „Nicht-Semester“ kommt für uns nicht in Frage. Das Sommersemester wird stattfinden, wenn auch anders als gewohnt – nämlich hauptsächlich digital! Wir mussten, wie Sie alle wissen, Präsenzveranstaltungen und -prüfungen absagen, unsere Gebäude schließen und die Forscher*innen, die Lehrenden und die Beschäftigten in der Verwaltung ins Homeoffice schicken. Trotz dieser erschwerten Bedingungen möchten wir versuchen, einen eingeschränkten Lehrbetrieb auf die Beine zu stellen und auch die abgesagten Prüfungen nachzuholen. 

Wie soll das gehen? 
Wir alle sitzen zu Hause, Studierende, Lehrende, Beschäftigte – egal, wo auf der Welt –, und arbeiten von dort aus online. Vieles funktioniert auch schon, sowohl in den Fakultäten als auch in den Abteilungen. Die Universität arbeitet ja weiter – im sogenannten Präsenznotbetrieb. Natürlich müssen sich alle erst einrichten, sich Online-Tools beschaffen und Ähnliches, mithilfe unserer zentralen Dienste. Es wird nicht alles sofort einwandfrei funktionieren. Dafür bitte ich von vornherein um Verständnis. Die Lehrenden arbeiten derzeit hart daran, Vorlesungen für die zentrale Lernplattform ISIS aufzuzeichnen sowie Chats und andere Kontaktmöglichkeiten einzurichten. Im Fokus stehen vor allem die Pflichtveranstaltungen in den Bachelorstudiengängen. Der Wahlpflichtbereich und die Veranstaltungen der Masterstudiengänge werden zunächst etwas reduziert, aber auch hier wird es genügend Angebote geben. An den Fakultäten wurden Arbeitsgruppen eingerichtet und universitätsweit konferieren wöchentlich die zentralen Stellen mit den Verantwortlichen in den Fakultäten, um den Online-Lehrbetrieb im Sommersemester organisatorisch vorzubereiten. Auch der Berliner Senat unterstützt uns. Er hat vor wenigen Tagen zehn Millionen Euro für alle Hochschulen bereitgestellt, um einen „Virtual Campus Berlin“ zu entwickeln. Am 20. April soll der Lehrbetrieb starten.

Was benötigen die Studierenden an Technik?
Wichtig sind PC, Notebook oder Tablet mit Internetanschluss. Auch Headset oder Mikrofon und Lautsprecher sind notwendig, denn Seminare oder Tutorien sollen teils als Webkonferenz stattfinden. Drucker und Scanner sind ebenfalls sinnvoll, um Dokumente oder Formulare zu versenden. Die meisten Smartphones sind dafür auch ausgerüstet beziehungsweise es gibt entsprechende Apps.  

Wo informieren sich die Studierenden am besten?
Über unsere zentralen Websites im Bereich Studium und Lehre kommunizieren wir ausführlich und zweisprachig alle Infos. Auch über die sozialen Medien, Facebook, Twitter und Instagram bleibt man auf dem Laufenden. Besonders wichtig sind für die einzelnen Studiengänge die Websites der jeweiligen Fakultäten. Alle wichtigen Materialien sind auf unserer Lernplattform ISIS gespeichert. Die Online-Ressourcen wie E-Books und Zeitschriften der Universitätsbibliothek sind auch von zu Hause aus zugänglich, und die Mitarbeiter*innen beraten weiterhin per Mail, per Chat und per Facebook. 

Was können Sie denjenigen sagen, die am Beginn ihres Studiums stehen, den Neuimmatrikulierten?
Natürlich sind diejenigen, die jetzt ihr Studium aufnehmen wollen, besonders vom Notbetrieb betroffen. Wir bemühen uns, allen die Teilnahme am Lehrbetrieb zu ermöglichen, auch wenn die Immatrikulationen noch nicht ganz abgeschlossen sind. Es wird Begrüßungs- und Einführungsveranstaltungen der Fakultäten im Online-Format geben. Lohnenswert sind übrigens auch die Aufzeichnungen des Erstsemestertages aus dem vergangenen Wintersemester auf dem YouTube-Kanal der TU Berlin, mit vielerlei Tipps für den Start. Alle wichtigen Anlaufstellen sowie studentischen Initiativen stellen sich dort vor und erklären, worauf es ankommt. Leider mussten wir schweren Herzens alle Studierenden, die aus dem Ausland zu uns kommen, bitten, ihr Auslandssemester nicht anzutreten. 

Welche Möglichkeiten haben die Studierenden, deren Prüfungen derzeit ausfallen?

Die ausgefallenen Prüfungen werden nachgeholt. Mündliche Prüfungen können auch online stattfinden und für Online-Klausuren testen wir gerade mögliche Softwaresysteme. Für laufende Verfahren haben wir kulante Fristverlängerungen eingeräumt. Und: Niemand sollte sich scheuen, die Lehrenden per E-Mail zu kontaktieren. Niemandem soll ein Nachteil entstehen dadurch, dass jeder und jede sich und andere schützt! Um die bewährte Ordnung unserer Gesellschaft aufrechtzuerhalten, müssen und wollen wir nun alle an einem Strang ziehen. 

Die Fragen stellte Patricia Pätzold

Gut zu wissen: das Semester digital

Patricia Pätzold, „TU intern“ April 2020

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