direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Inhalt des Dokuments

Forschung

Intelligente Kopplung

Freitag, 15. November 2013

Großes Forschungsprojekt zu Regenwasser- und Abwassermanagement in Berlin gestartet

Das Regenwasserrückhaltebecken am Potsdamer Platz gehört zu den Maßnahmen, die Berliner Kanäle entlasten sollen
Lupe [1]

4,5 Millionen Euro fließen in das neue Verbundprojekt „Kuras“, das im Oktober 2013 startete, um Konzepte für eine urbane Regenwasserbewirtschaftung und die Abwassersysteme zu entwickeln. Starke Regenschauer können das Berliner Kanalsystem zum Überlaufen bringen, und die Gewässer werden verschmutzt. Auf der anderen Seite sorgen der sinkende Trinkwasserverbrauch und seltene Regenfälle immer wieder für Verstopfungen und Korrosion in den Abwasserkanälen sowie Geruchsbelästigungen aus Gullys. Mit „Kuras“ sollen in den nächsten drei Jahren dafür Lösungen gefunden werden.

Geleitet wird „Kuras“ von der TU Berlin und dem Kompetenzzentrum Wasser Berlin. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert es mit 3,5 Millionen Euro. Eine zusätzliche Million bringen die Berliner Wasserbetriebe und die anderen Projektpartner selbst ein.

Das 9600 Kilometer lange Kanalnetz Berlins leistet seit über 140 Jahren gute Dienste. Doch inzwischen haben sich das Verhalten der Verbraucher und das Klima verändert: 40 Prozent weniger Spülwasserverbrauch und Extremwetter aufgrund des Klimawandels bringen die Berliner Kanalisation an ihre Grenzen. Viele dezentrale kleine Maßnahmen, um Regenwasser zurückzuhalten, gibt es bereits. Gründächer wie das auf der Zentrale der Berliner Wasserbetriebe in der Neuen Jüdenstraße oder das große Regenwassersammelbecken auf dem Potsdamer Platz, das bei hohen Temperaturen auch eine kühlende Funktion hat, sind Beispiele dafür.

Im Rahmen von „Kuras“ sollen dezentrale Lösungen mit der bestehenden Abwasserentsorgung und Regenbewirtschaftung bewertet und vernetzt werden. Ziel ist es, durch eine intelligente Kopplung des Regenwasser- und Abwassermanagements Überläufe zu mindern und das Stadtklima zu verbessern. Marco Schmidt vom TU-Institut für Architektur trägt unter anderem sein Know-how für Maßnahmen an Gebäuden bei und Dr. Ina Säumel vom Institut für Ökologie untersucht die Effekte des dezentralen Regenwassermanagements auf Biodiversität und Freiraumqualität. Vor allem um die Technik geht es am Fachgebiet Fluidsystemdynamik: „Durch entsprechende Sensorik und Automatisierung möchten wir das Abwassersystem intelligenter machen“, erklärt Fachgebietsleiter Prof. Dr.-Ing. Paul Uwe Thamsen. „Mit neuer Technik kann das Wassersystem viel effektiver und wirtschaftlicher werden“, sagt er.

In dem „Kuras“-Projekt arbeiten insgesamt acht Forschungsinstitutionen zusammen, die TU Berlin ist eine von ihnen. Zentrale Partner sind weiterhin die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt sowie die Berliner Wasserbetriebe. Außerdem sind fünf Ingenieur- und Planungsbüros wie auch das Umweltbundesamt beteiligt. Sie werden gemeinsam Vorschläge und Handlungsempfehlungen entwickeln, die Architekten, Stadtplaner und Grundstückseigentümer erhalten sollen.

www.tu-berlin.de/?id=140786 [2]

Jana Bialluch

------ Links: ------

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.
Copyright TU Berlin 2008