direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Inhalt des Dokuments

Alumni

Happy Pils

Freitag, 22. Januar 2016

Ein TU-Start-up entwickelt ein Verfahren zur Entsäuerung von Bier

Jakob Frenzel, Felix Fischer und Doris Citro in ihrem Start-up-Labor in der Technischen Chemie
Lupe

Viele Menschen bekommen Sodbrennen, wenn sie Bier trinken, oder verspüren Heißhunger, der dann oft mit einer deftigen Kost gestillt wird, was wiederum der Figur nicht gerade zuträglich ist. Der Grund dafür liegt in organischen Stoffen, die während des Gärprozesses entstehen und im Magen die Säureproduktion auslösen.

Wem Bier auf den Magen schlägt, für den könnte es in absehbarer Zeit eine Lösung geben. Denn Jakob Frenzel, Felix Fischer und Doris Citro vom TU-Start-up „HappyPils“ arbeiten an einer Lösung, wie sich magenfreundliches Bier produzieren lässt. Ideengeber dazu ist Felix Fischer, der bis 2013 Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Technische Chemie studierte und im Rahmen seiner Diplomarbeit ein Verfahren entwickelte, das dem Bier die säurebildenden Stoffe entziehen kann. „In der Arbeit habe ich dies nur mit kleineren Mengen probieren können, aber es reizte mich, zu sehen, ob sich die Ergebnisse aus der Wissenschaft in ein marktfähiges Produkt umwandeln lassen.“ Beim Center for Entrepreneurship der TU Berlin bekam er die notwendige Hilfe zur Ausarbeitung der Geschäftsidee und über das Stellenticket, die Stellenbörse der TU Berlin, fand er passende Mitgründer. Jakob Frenzel, der an der TU Berlin Brauerei- und Getränketechnologie studierte, fühlte sich als Brauereiexperte angesprochen und Doris Citro, die in Österreich Wirtschaft studiert hat und für das Geschäftliche zuständig ist, suchte konkret nach einer neuen Herausforderung in einem Berliner Bier-Start-up. Durch eine EXIST-Förderung haben die drei seit Sommer 2015 die notwendige finanzielle Grundlage und am Fachgebiet Technische Chemie ein kleines Labor. Hier geht es nun darum, das Verfahren zu optimieren. „Grundlage sind kleine Kunststoffkügelchen, deren Oberfläche mit einem Absorbermaterial überzogen ist. Die Kügelchen, die wir bei einem speziellen Hersteller beziehen, wirken wie ein chemischer Filter. Nach dem Brauprozess durchläuft das fertige Bier diesen Filter, an dessen Oberfläche die säurebildenden Stoffe hängen bleiben“, erklärt Felix Fischer. „Natürlich haben wir auch ein Verfahren entwickelt, das die Kügelchen anschließend schonend und gründlich reinigt, damit wir sie mehrfach einsetzen können.“ 500 Liter Bier sind bereits geordert, um das Verfahren demnächst in einem etwas größeren Maßstab zu testen. „Wichtig ist natürlich, dass die Sonderbehandlung geschmacklich dem Bier nicht anzumerken ist“, ergänzt Jakob Frenzel. Sobald alle Tests durchlaufen sind, wollen die drei Gründer Kontakt zu einer Brauerei aufnehmen, die diese Technik bei sich einsetzt. „Wir gehen fest davon aus, dass sich ein solches Getränk mit der Note ,magenfreundlich‘ gut vermarkten lässt“, sagt Doris Citro. Den Magen wird es freuen. Zum Wohl, „HappyPils“.

Bettina Klotz "TU intern" Januar 2016

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.