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TU Berlin

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Internationales

Höhere Bildung am Hindukusch

Freitag, 22. Januar 2016

Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik ehrte das Team von Nazir Peroz – neue Vereinbarung zu Kulturaustausch und Ausbildung mit Afghanistan

Die afghanische Hochschulministerin Farida Momand sprach beim Symposium anlässlich der deutsch-afghanischen Kulturwoche an der TU Berlin
Lupe

Unermüdlich ist das Bemühen von Dr. Nazir Peroz, dem Leiter des Zentrums für internationale und interkulturelle Kommunikation (ZiiK) der TU Berlin, um Entwicklung und Wiederaufbau seines kriegs- und krisengeschüttelten Heimatlandes Afghanistan. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst und dem Auswärtigen Amt, hat der Informatiker einen großen Anteil daran, dass dort in Zusammenarbeit mit der TU Berlin seit 2002 mehr als 4500 Hochschulangehörige in Informations- und Datenverarbeitung ausgebildet wurden. Im Jahr 2014 konnte an der Universität Kandahar das bislang letzte von fünf nationalen Rechenzentren fertiggestellt werden. Nun wurde ein Memorandum of Understanding über die Ausweitung der Aktivitäten im Hochschulbereich unterzeichnet.

Seit einigen Jahren wird an der TU Berlin ein Master-Programm für afghanische Dozenten durchgeführt, um dem Mangel an qualifiziertem Lehrpersonal an afghanischen Universitäten entgegenzuwirken. Dafür wurde Nazir Peroz bereits vielfach geehrt, unter anderem vom Ministerium für Höhere Bildung (Ministry of Higher Education – MoHE) Afghanistans sowie mit einer Ehrenprofessur der Universität Herat. Anfang Dezember wurden er und sein Team vom ZiiK außerdem von der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik der TU Berlin, wo das ZiiK angesiedelt ist, mit dem Preis „Engagement für die Fakultät IV“ geehrt. Das ZiiK betreue zum einen die ausländischen Studierenden an der Fakultät sowohl fachlich – zum Beispiel durch Fachmentorien – als auch persönlich durch Beratungsgespräche, hieß es in der Begründung. Nach außen engagiere sich das ZiiK intensiv beim Aufbau von digitalen Infrastrukturen insbesondere an afghanischen und irakischen Universitäten.

Kurz darauf empfing der TU-Präsident Prof. Dr. Christian Thomsen zusammen mit Nazir Peroz eine hochrangige afghanische Delegation vom Ministerium für Höhere Bildung (MoHE). Dort wurde das Memorandum of Understanding unterzeichnet, das zunächst bis Ende 2017 gilt. Es zielt darauf, den akademischen und kulturellen Austausch in den Bereichen Bildung und Forschung zu stärken sowie den weiteren Aufbau von IT-Infrastrukturen zu unterstützen. Dazu gehören zum Beispiel die Betreuung und Beratung des MoHE sowie der afghanischen Universitäten im Bereich Computer Science, die Zusammenarbeit zur Entwicklung von IT-Strategien in der höheren Bildung, die Stärkung der Rolle der vom ZiiK aufgebauten IT-Center an den afghanischen Universitäten sowie die Ausbildung von weiteren professionellen und akademischen Lehrkräften, unter anderem IT-Administratoren- und Master-Ausbildung an der TU Berlin. Die Vereinbarung wurde von der afghanischen Hochschulministerin Prof. Dr. Farida Momand, ihrem Stellvertreter Prof. Osman Babury, von TU-Präsident Prof. Dr. Christian Thomsen und Dr. Nazir Peroz unterzeichnet.

Der Besuch war eingebettet in die deutsch-afghanische Kulturwoche, die in Berlin deutsch-afghanische Koproduktionen von Kunst und Kultur über Wissenschaft bis hin zur Politik zeigte, anlässlich des 100-jährigen Bestehens deutsch-afghanischer Beziehungen. An der TU Berlin fand in diesem Rahmen das Symposium „Afghanistan anders erfahren“ statt, das dem Austausch und der offenen Diskussion zwischen Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Medien, Kultur, politischem Nachwuchs und Wissenschaft diente.

afghanischekulturwoche.de

Patricia Pätzold "TU intern" Januar 2016

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