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TU Berlin

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Forschung

Bausteine des Lebens

Freitag, 22. Januar 2016

Zwei der leistungsstärksten Massenspektrometer Berlins wurden an der TU Berlin in Betrieb genommen „Ohne Proteine könnten wir nicht existieren“, sagt Prof. Dr. Juri Rappsilber. Der Professor für Bioanalytik, der 2011 mit einer finanziellen Berufungsunterstützung der Einstein Stiftung Berlin an die TU Berlin gekommen war, hat sein Herz an die Analyse dieser aus Aminosäuren bestehenden Makromoleküle verloren. Fast alle aktiven Prozesse im menschlichen Körper werden von ihnen ausgeführt.

Mit neuen Massenspektrometern will Juri Rappsilber, Fachgebiet Bioanalytik, die Struktur und Dynamik von Proteinen erforschen
Lupe

„Möchte man verstehen, wie Eiweiße miteinander interagieren, muss man sie sehen können; und das können wir nicht mithilfe der uns von Natur aus zur Verfügung stehenden Detektoren“, so Rappsilber. In der Proteinanalytik greift man auf Massenspektrometer zurück. Im Dezember konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gleich zwei der wertvollen Geräte im Wert von 1,7 Millionen Euro in Betrieb nehmen.

„Das Massenspektrometer ist quasi eine Erweiterung unserer Sinne. Mit ihm ermitteln wir die Masse und Häufigkeit geladener Moleküle. Wir können so mittels eines von uns entwickelten Analyseverfahrens ganze Proteinnetzwerke im Detail beschreiben.“ Ein Ergebnis, das beispielsweise in der Erforschung von Erkrankungen eine bedeutende Rolle spielen wird. Denn viele Krankheiten – wie neurodegenerative Erkrankungen oder Krebs – lassen sich an falschen Strukturen und Interaktionen von Proteinen festmachen. Um den richtigen Ansatz für neue Medikamente zu finden, hilft es, diese Fehler zu kennen.

Warum die Forschergruppe gleich zwei Massenspektrometer in Betrieb nahm, erklärt Rappsilber so: „Zunächst kooperieren wir mit anderen Einrichtungen, sodass auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beispielsweise der HU Berlin, der Charité – Universitätsmedizin oder des Max-Delbrück-Centrums unsere Geräte nutzen. Darüber hinaus ist das Massenspektrometer unsere Lebenslinie. Wenn es sich mal verschluckt, dann sind wir alle im Team dem Herzinfarkt nahe. Ohne ein funktionsfähiges Gerät könnten wir schlicht nicht forschen. Eines steht also immer als Absicherung zur Verfügung“, so Rappsilber.

Susanne Cholodnicki "TU intern" Januar 2016

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