direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Page Content

There is no English translation for this web page.

Inhalt des Dokuments

Internationales

Campus international

Friday, 15. November 2013

Wie ausländische Studierende an der TU Berlin unterstützt werden

Austausch und Voneinanderlernen. DIe TU Berlin hält viele Angebote für ihre internationalen Studierenden bereit. Hier eine Summer School
Lupe

Berlin ist attraktiv. Besonders auch für ausländische Studierende. Zwischen 2008 und 2010 hat die Anzahl der internationalen Studierenden an den staatlichen Hochschulen in Berlin stark zugenommen und erreichte mit rund 20 000 Bildungsausländerinnen und -ausländern einen prozentualen Anteil von 13 Prozent, nach Angaben des Statistischen Bundesamts der höchste in Deutschland.

„Das zeigt uns, dass die Strategien der Berliner Hochschulen zu ihrer Internationalisierung erfolgreich sind“, erklärt Prof. Dr. Hans-Ulrich Heiß, 2. Vizepräsident der TU Berlin und zuständig für Studium und Lehre. „Natürlich bedingt das, dass wir dafür Sorge tragen, dass diese jungen Menschen gut aufgehoben sind und ihr angestrebtes Studium erfolgreich zu Ende führen können, denn etwa die Hälfte, in Diplomstudiengängen sogar etwas mehr, brechen ihr Studium vorzeitig ab.“ Die TU Berlin hat in den vergangenen Jahren diverse Maßnahmen getroffen, um diesem Phänomen entgegenzuwirken. Etwa 5900 Studierende aus dem Ausland sind derzeit an der TU Berlin immatrikuliert, davon 1500 sogenannte ausländische „Bildungsinländer“, die also in Deutschland geboren oder zumindest seit Längerem hier wohnhaft sind.

„Wir haben gesehen, dass ihr Studienerfolg in den Bachelor-Studiengängen höher ist als in den Diplomstudiengängen“, erklärt Hans-Ulrich Heiß. Hochschulforscher wie Ulrich Heublein von der HIS-Hochschulentwicklung GmbH führen das auf eine klare Gliederung und einen übersichtlichen modularen Studienaufbau zurück, ebenso wie auf eine stärkere Führung der Studierenden im Studienverlauf, die die Orientierung erleichtert. Andererseits sei zum Beispiel eine spätere Fortsetzung des Studiums im Ausland nicht zu erfassen und es sei auch keine länderspezifische Abbruchquote errechenbar. „Oft immatrikulieren sich die Studienanfänger im 1. Hochschulsemester, schließen dann aber ihr Studium im Ausland ab“, so Hans-Ulrich Heiß. „Diese Ungenauigkeiten führen leider zu einer ungerechtfertigten Erhöhung der Studienabbruchquote.“

Tatsächlich aber haben die ausländischen Studierenden häufig besondere Herausforderungen zu meistern. Dazu gehört die Gewöhnung an unterschiedliche Hochschulsysteme, die oft viel Eigeninitiative erfordert, aber auch Probleme bei Visa, Aufenthaltserlaubnis, Finanzen oder andere rechtliche Probleme, denn Studierende aus Nicht-EU-Ländern sind denjenigen aus EU-Staaten rechtlich nicht gleichgestellt. Und abgesehen von vielfältigen Schwierigkeiten bei der Integration in Hochschule und Gesellschaft, tauchen oft auch Schwierigkeiten sprachlicher Art auf. Trotz ausreichender Sprachkenntnisse bildet die spezifische Fachsprache oft eine Stolperfalle.

„All diese Probleme sind uns gegenwärtig“, so der Vizepräsident. „Wir haben bereits entsprechende Maßnahmen ergriffen, die aber stetig weiter ausgebaut werden müssen.“ So bietet der Arbeitsbereich Betreuung internationaler Studierender Beratungs-, Betreuungs- und Serviceleistungen verschiedenster Art, um den Studienbeginn zu erleichtern. Es gibt Exkursionen, Betriebsbesichtigungen, es kann auch konkrete Hilfe bei bürokratischen Problemen geleistet werden. Zu Beginn jeden Semesters finden Einführungstage für neu immatrikulierte internationale Studierende statt, bei denen sowohl die universitären Einrichtungen vorgestellt werden als auch zusammen mit den studentischen Fachberatungen ein Studienverlaufsplan für das erste Semester entsteht. Zusätzlich zu regulären Lehrveranstaltungen gibt es Fachmentorenprogramme, die Zentraleinrichtung Moderne Sprachen (ZEMS) bietet neben einem umfangreichen Sprachangebot fachsprachliche Deutsch- und Englischkurse an und die Sprach- und Kulturbörse ergänzt dieses Angebot um weitere Sprachen sowie um interkulturelle Begegnungen und Lernformen. Das Zentrum für internationale und interkulturelle Kommunikation (ZiiK) konzentriert sich insbesondere auf die Perspektive von Studierenden aus Entwicklungsländern, und Rat können die internationalen Studierenden bei mittlerweile 21 Vertrauensdozenten suchen. Derzeit bemüht sich die TU Berlin um ein systematisches Monitoring, um den Studienverlauf der internationalen Studierenden zu erfassen und auch problematischen Entwicklungen frühzeitig entgegenwirken zu können. „Insgesamt sind wir auf einem guten Weg“, sagt Hans-Ulrich Heiß, „denn wir müssen im Hinterkopf behalten: Die Erfahrungen, die die Studierenden bei uns machen, wirken sich auf die Internationalisierung der gesamten Hochschule aus.“

By: Patricia Pätzold

Zusatzinformationen / Extras

Quick Access:

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Auxiliary Functions

This site uses Matomo for anonymized webanalysis. Visit Data Privacy for more information and opt-out options.