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TU Berlin

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Forschung

Von der Hölle zur Idylle – die Wandlung des Berliner Hinterhofs

Friday, 14. February 2014

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Kein Architekt hat ihn erfunden, kein Politiker hat ihn sich ausgedacht: Der Berliner Hinterhof, zur Zeit der Industrialisierung zur Unterbringung des wachsenden Heeres der Arbeiter gebaut bis 1925, ist eine besondere Form des Hofes. „Der Hinterhof wurde über Jahrzehnte als schlimmste Verkörperung unmenschlichen Wohnens betrachtet, als finsterer steinerner Ort ohne jede Nutzungsqualität, als Hölle für aufwachsende Kinder, als Mahnmal der nicht erhaltenswerten, ja unbedingt zu beseitigenden Mietskasernenstadt“, sagt Harald Bodenschatz, ehemaliger TU-Professor und Architektursoziologe. Im Zuge der erweiterten Neuauflage seines Buches „Städtebau in Berlin. Schreckbild und Vorbild für Europa“ hat er sich ausführlich mit dieser Berliner Sonderform des Wohnens beschäftigt, insbesondere mit dem in den letzten Jahrzehnten eingetretenen Wandel der Höfe von der Hölle zur Idylle.

Nach dem öffentlich subventionierten Kahlschlagprogramm der 60er-Jahre erfolgte in den 70er- und 80er-Jahren durch die politischen Diskussionen und die Aktivitäten der Hausbesetzerszene ein unglaubliches Comeback der Höfe. Sie wurden liebevoll begrünt, sie wurden zur Bühne für Hausfeste. Heute sind die „Höfe“ eher ein positiv besetzter Begriff, der für den Ruheraum, die grüne Lunge in der urbanen Hektik steht, und doch bleiben sie, im positiven wie im negativen Sinne, ein Brennpunkt des Berliner Städtebaus. Harald Bodenschatz beschreibt in seinem Buch, das unter dem Titel „Berlin Urban Design. A Brief History of a European City“ auch auf Englisch vorliegt, welcher politische und soziale Wandlungsprozess dieser Entwicklung des Stadtumbaus und der Stadterneuerung, die noch nicht abgeschlossen ist, zugrunde liegt.

Harald Bodenschatz: Städtebau in Berlin. Schreckbild und Vorbild für Europa, DOM Publishers, 28 Euro.

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