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Forschung

Kleiner, intelligenter, zuverlässiger

Friday, 15. November 2013

20 Jahre Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM): Starke Kooperation mit der TU Berlin – neues Zentrum „AdaptSys“ geplant

Hinter den Kulissen: Der Reinraum im Fraunhofer IZM im Wedding ist einer der Dreh- und Angelpunkte der Mikrochipforschung
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Die weltweit kleinste Kamera, die kleinste Mikropumpe, die winzigste Brennstoffzelle, das kleinste Hörgerät oder der kleinste Funksensor – 20 Jahre Fraunhofer IZM (Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration) sind voller Superlative.

Das Institut kümmert sich seit 20 Jahren mit namhaften Industriepartnern darum, Mikroelektronik mit Eigenschaften zu versehen, die diese eigentlich nicht besitzt: Dank ausgeklügelter Integrationstechnologien werden etwa Leiterplatten dehn- und waschbar, werden Sensormodule noch kleiner und sind mit über 250° C extrem hitzebeständig.

Zur effektiven Umsetzung seiner Forschungsziele hat das Fraunhofer IZM eine strategische Kooperation mit der TU Berlin angebahnt. Während die TU Berlin ihre Innovationsfähigkeit in der Grundlagenforschung in die Kooperation einbringt, steuert das Fraunhofer IZM neben der anwendungsorientierten Forschungsarbeit eine ausgezeichnete technische Ausstattung, hohe Personalkonstanz und große Erfahrung in der Bearbeitung internationaler Projekte bei. Seit seiner Gründung 1993 profitiert das Fraunhofer IZM von dieser erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Forschungsschwerpunkt „Technologien der Mikroperipherik“, dessen Leiter, TU-Professor Herbert Reichl, so in den 1990er-Jahren einer der weltweit ersten wissenschaftlichen Einrichtungen auf dem Gebiet der Aufbau- und Verbindungstechnik vorstand. TU-Professor Klaus-Dieter Lang führt seit 2011 diese Tradition einer gemeinsamen Leitung des Forschungsschwerpunkts und des Fraunhofer IZM fort.

Seit seiner Gründung aus Arbeitsgruppen der TU Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin und des früheren Instituts für Mechanik an der Akademie der Wissenschaften in Chemnitz blickt das Fraunhofer IZM auf eine überaus erfolgreiche Entwicklung zurück: Mit 21 Mitarbeitern und einem Umsatz von 1,4 Millionen D-Mark im Gründungsjahr wuchs das Institut in der Folge immens, sodass drei ehemalige Institutsstandorte (München, Teltow, Chemnitz) inzwischen autarke Einrichtungen sind, der Chemnitzer Institutsteil ist sogar ein eigenständiges Institut. An den derzeit drei Standorten in Berlin, Dresden und Oberpfaffenhofen erbringen mehr als 200 Mitarbeiter 85 Prozent des Umsatzes von über 28 Millionen Euro durch Vertragsforschung.

1965 formulierte Gordon Moore das Gesetz, dass sich die Anzahl der Schaltkreiskomponenten auf einem Computerchip alle zwölf bis 24 Monate verdoppelt. Die meisten europäischen Firmen haben sich heute allerdings von der alleinigen Strategie der Strukturverkleinerung, „More Moore“, verabschiedet. Der europäische Weg liegt heute aufgrund der besonderen Nähe zum Anwender in der Konzeption von ganzen Systemen („More than Moore“). Allerdings verlangen solche Systeme die Integration von zusätzlichen Funktionen wie Sensoren und Aktuatoren, Antennen und passiven Bauelementen auf der Basis einer höchst flexiblen Chiptechnologie. Produktanwendung und Mikroelektronik sollen also miteinander verschmelzen.

Für dieses Ziel baut das Fraunhofer IZM momentan das neue Zentrum „AdaptSys“ auf, das von der EU, dem Land Berlin, dem BMBF sowie der Fraunhofer-Gesellschaft finanziert wird und 2014 eröffnet werden soll. Dort sollen Technologien entwickelt werden, die es ermöglichen, dass Elektronikkomponenten nicht wie bislang gefertigt und nachträglich montiert, sondern bereits in beliebige Systeme integriert werden können. Hierdurch lassen sich Wertschöpfungsketten enger verzahnen und übergreifende Synergien zwischen teilweise artfremden Branchen erreichen. Das Zentrum wird sich auf Entwicklungen für die Medizin-, Energie- und Sicherheitstechnik konzentrieren, die gerade in Berlin von großer Bedeutung sind. So sollen beispielsweise dehnbare Sensorbandagen zur Verkürzung der Wundheilung oder 3D-Solarzellen für beliebige Formen möglich sein.

Georg Weigelt, Fraunhofer IZM


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