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TU Berlin

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Hochschulpolitik

Auf welche Steine die TU Berlin bauen muss

Monday, 23. February 2015

So setzt sich die „Leistungsbasierte Hochschulfinanzierung“ zusammen

Lupe

Die Finanzierung des Landes ist von zwei großen Faktoren abhängig. Zum einen sieht der Hochschulvertrag vor, dass die TU Berlin jährlich 5440 Studierende im ersten Hochschulsemester aufnimmt, die sich also erstmals an einer deutschen Hochschule einschreiben. Wird diese Zahl nicht erreicht, so droht eine Reduktion des Plafonds von bis zu 12 000 Euro pro fehlender Immatrikulation. Denn das Land Berlin selbst erhält für diese Studierenden über den Hochschulpakt Mittel vom Bund, die zur Ausfinanzierung der Hochschulverträge benötigt werden. An der TU Berlin haben sich in den Jahren 2013 und 2014 jeweils nur rund 4700 Studierende im ersten Hochschulsemester eingeschrieben, woraus sich für die TU Berlin ein erhebliches Defizitrisiko ergibt. Für den Plafond 2015, für den die Immatrikulationen des Jahres 2013 relevant sind, hat sich die Senatsverwaltung bereit erklärt, das Fehlen der Immatrikulationen durch andere Leistungsparameter zu kompensieren. Für den Plafond 2016 gibt es hierfür noch keine Aussage.

Für die TU Berlin bedeutet dies, dass erhebliche Anstrengungen notwendig sind, um die Halteverpflichtung von 5440 Studierenden im ersten Hochschulsemester zu erreichen. So ist es besonders wichtig, mit attraktiven Studienangeboten Studieninteressierte anzusprechen, sodass sie direkt von der Schule an die TU Berlin wechseln möchten. Ebenfalls müssen die Bemühungen um Austauschstudierende und Summer Schools intensiviert werden, da zum Beispiel auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Summer Schools als Studierende im ersten Hochschulsemester gelten.

Der zweite Baustein der Finanzierung ist das sogenannte Refinanzierungsmodell des Landes. Es teilt sich in einen Sockelbetrag und in die Bereiche Lehre, Forschung, Gleichstellung und Diversity auf. Die Grafik links zeigt die Anteile für das Jahr 2015. Die sogenannte „Baseline“ des Refinanzierungsmodells bilden die Leistungsdaten, die 2011 erzielt wurden. Davon ausgehend wurden für die Folgejahre in der Regel geringe prozentuale Steigerungen vereinbart. Allerdings kann auch nur dann der vereinbarte Plafond vom Land Berlin abgerufen werden, wenn diese Steigerungen erreicht werden. Aus der Erfahrung der Plafond-Berechnung 2015 sind für die TU Berlin drei Parameter relevant, um die erforderlichen Leistungsdaten zu erreichen: „Studierende in der Regelstudienzeit“, „Absolventen“ und „Neuberufungen von Frauen“. Die TU Berlin muss also ihre Bemühungen darauf ausrichten, die aufgenommenen Studierenden zu halten und sie zum Abschluss zu führen, eine Aufgabe, die angesichts der sich verschlechternden Betreuungsrelation eine große Herausforderung darstellt. Und auch die Unterschreitung der Baseline bei der „Neuberufung von Frauen“ kann teuer werden. Die Unterschreitung um eine Neuberufung bedeutet sofort ein Defizit von 250 000–350 000 Euro im Plafond. Bei allen anderen Parametern wird die TU Berlin nach jetziger Erfahrung die erforderlichen Leistungswerte ohne zusätzliche Anstrengungen erreichen können.

Hinweis der Redaktion: Eine umfassendere Version dieses Textes inklusive einer ausführlichen Tabelle mit Zahlen und Summen finden Sie in der Übersicht Leistungsbasierte Hochschulfinanzierung.

By: Klemens Landwehr, Strategisches Controlling der TU Berlin

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