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TU Berlin

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Forschung

Gold und Nüsse

Friday, 25. July 2014

Wie TU-Studierende durch künstlerische Interventionen die Gropiusstadt beleben wollen

Kunst in der Stadt: warum nicht ein goldenes Dreieck am Lipschitzplatz?
Lupe

Unbeachtet, ungenutzt – das ist das Schicksal so mancher Freifläche in der Gropiusstadt. Dies zu ändern ist das Ziel der Kunstaktion „Platzvergoldung“ von Studierenden der TU-Fachgebiete Städtebau und Urbanisierung von Prof. Jörg Stollmann sowie Bildende Kunst von Prof. Stefanie Bürkle.

Die TU-Studierenden werden eine versiegelte Freifläche am Eingang zum Park in der Nähe des Lipschitzplatzes, die von Fuß- und Radwegen begrenzt und von den Bewohnern kaum wahrgenommen wird, mit sechzehn mal sechzehn Zentimeter großen goldglänzenden, hauchdünnen Metallblättchen vergolden. Das „Blattgold“ ist eine Kupfer-Zink-Legierung, die das Material golden erscheinen lässt.

Mit der Vergoldung wollen die Studierenden die „Restfläche“ aus ihrer Vernachlässigung herausholen und ins Blickfeld der Bewohner rücken. Alle Gropiusstädter sind deshalb aufgerufen, „ihr eigenes Stück Gold zu verlegen“.

Interessant fanden die Studierenden auch eine Grünfläche am Rande eines Fahrradweges. Hier ist eine zweite Aktion geplant: „Drei Nüsse für die Gropiusstadt“. Auf dieser Fläche werden ein Walnuss-, ein Haselnuss- und ein Mandelbaum gepflanzt. Sie sollen nicht nur zum Verweilen im Schatten einladen, sondern mit ihren Früchten, die geerntet werden können, einen zusätzlichen Mehrwert bieten. Zudem werden unter den Bäumen drei Sitzsteine aus Beton in Form einer Walnuss, einer Haselnuss und einer Mandel platziert. Die übergroßen Sitzsteine entstehen an der TU Berlin unter der künstlerischen Leitung des Bildhauers Alex Gross.

Hervorgegangen sind die Projekte aus dem Entwurfsseminar „Nachbars Gärten – Planen und Bauen“ des Fachgebiets Städtebau und Urbanisierung von Prof. Jörg Stollmann. In diesem Seminar haben sich Studierende mit den Freiflächen der Gropiusstadt auseinandergesetzt. Denn die zwischen 1962 und 1975 erbaute Großsiedlung ist typisch für ihre Zeit: charakterisiert durch stark verdichtetes Wohnen in Gestalt der Hochhäuser und großzügige Grünflächen. „Die Gropiusstadt ist ein beliebter Wohnort, aber die Freiflächen werden von den Bewohnern selten als Räume mit Aufenthaltsqualität wahrgenommen“, so Dagmar Pelger und Jeannine Walter, die die Umsetzung der Projekte koordinieren. Mit ihren künstlerischen Interventionen wollen die Studierenden die Gropiusstädter ermuntern, ihr Lebensumfeld aktiv zu gestalten. Partner sind der Bezirk, die Wohnungsbaugesellschaften und engagierte Gruppen vor Ort wie der Interkulturelle Treffpunkt und interessierte Bewohner. „Nachbars Gärten“ ist ein Forschungsprojekt der Akademie einer neuen Gropiusstadt/TU Berlin, gefördert im Rahmen des Quartiersmanagements für das Gebiet Gropiusstadt/Lipschitzallee mit Mitteln der EU, der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Berlin.

www.facebook.com/WirMachenLipschi?fref=ts

By: Sybille Nitsche

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