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TU Berlin

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Optimalität als Credo

Friday, 06. November 2015

Mathematiker Martin Grötschel geht als TU-Professor in den Ruhestand. In der Berliner Wissenschaft wird er weiter wichtige Impulse setzen

Martin Grötschel
Lupe

Martin Grötschel hatte und hat eine zentrale Rolle in der Entwicklung des Mathematik-Fachbereichs und -Instituts der TU Berlin, der Mathematik in Deutschland und international. An der TU Berlin spiegelte sich dies insbesondere in der Berufungspolitik und der Forschung wieder, in der eine starke Neuausrichtung der TU-Mathematik hin zur anwendungsgetriebenen mathematischen Grundlagenforschung und zur stärkeren interdisziplinären Kooperation forciert wurde.

Während in den 80er-Jahren die mathematische Forschung an der TU Berlin stagnierte – keine Sonderforschungsbereiche, keine Beteiligungen an Graduiertenkollegs und fast keine Drittmittel –, gab es seit der Berufung von Martin Grötschel einen unaufhaltsamen Aufstieg bis hin zu den beiden Spitzenpositionen in Rankings, um die seit Jahren mit der Universität Bonn gestritten wird. Durch das DFG-Forschungszentrum MATHEON wurde diese Entwicklung weiter forciert, und hier hat Martin Grötschel als Sprecher wesentliche Impulse gesetzt: Zusammenarbeit über alle Berliner Institutionen hinweg, Transfer von mathematischen Forschungsergebnissen in andere Wissenschaftsgebiete und die Industrie sowie eine starke internationale Kooperation.

Die Umstrukturierung der Deutschen Mathematiker Vereinigung zu einer modernen Fachgesellschaft, die erfolgreiche Einwerbung des „International Congress of Mathematicians“ und des Büros der „International Mathematical Union“ nach Berlin sind weitere wichtige Beispiele, die zeigen, wie Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Martin Grötschel seine starke Führungsrolle und seine Teamfähigkeit zur Erhöhung der Sichtbarkeit von Berlin als internationale führende Wissenschaftsstadt optimal genutzt hat. Sein hohes Engagement in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW), bei acatech, der Nationalen Akademie der Technikwissenschaften sowie der Einstein Stiftung Berlin tragen zu dieser Sichtbarkeit weiter bei. Ein weiteres Thema, für das er sich sehr engagiert, ist der offene Zugang zu wissenschaftlichen Informationen, das er mit der Initiative für eine Verfügbarkeit aller mathematischen Literatur in einer „Digital Mathematical Library“ vorangetrieben hat.

Optimalität ist Martin Grötschels Credo aber nicht nur in der Organisation, sondern auch in Forschung und Lehre. Der Transfer von Methoden mathematischer Optimierung in viele Wissenschaftsbereiche und die Industrie war immer ein zentrales Thema seiner Aktivitäten und er hat hier mit seiner Arbeitsgruppe eine großflächige Wirkung erzielt, die mit dem Wissenschaftspreis des Landes Berlin ausgezeichnet wurde. Eine Vielzahl von Ehrungen wie Preisen oder Ehrendoktorwürden demonstriert diese fantastische Lebensleistung. Auch wenn Martin Grötschel jetzt als TU-Professor und ZIB-Präsident in den Ruhestand geht und in Zukunft als BBAW-Präsident seine inhaltlichen Schwerpunkte erweitert, wird er in der Berliner Mathematik weiter wichtige Impulse setzen.

Prof. Dr. Volker Mehrmann, Institut für Mathematik

"TU intern" November 2015

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