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TU Berlin

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Menschen

So dick wie ein Atom

Friday, 06. November 2015

Die Suche nach neuen physikalischen Anwendungen auf atomarer Ebene

Xiaoqin LI ist Professorin in Texas und forscht in der Arbeitsgruppe von Ulrike Woggon
Lupe

In den hoch spezialisierten Forschungsgebieten der ultraschnellen Spektroskopie, Nanooptik und Halbleiterphysik gibt es nach wie vor nicht viele Frauen. Eine von ihnen ist Professorin Xiaoqin LI, Ph.D., von der University of Texas in Austin. Bereits als junge Forscherin traf sie während einer Konferenz auf die international renommierte TU-Wissenschaftlerin Prof. Dr. Ulrike Woggon, die ein Vorbild für sie wurde. Es dauerte nicht lange, bis sich zwischen den beiden Physikerinnen ein intensiver wissenschaftlicher Austausch entwickelte, der bis heute anhält.

Seit Sommer 2014 forscht Prof. Xiaoqin LI als Alexander von Humboldt-Stipendiatin in der Arbeitsgruppe Nichtlineare Optik von Ulrike Woggon am Institut für Optik und Atomare Physik der TU Berlin. „In meinem Gebiet besitzt Deutschland erstklassige Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Labore. Dies ist ein wesentlicher Grund, weshalb ich mich für ein gemeinsames Projekt mit Forschenden aus Deutschland entschieden habe. Besonders das Institut für Optik und Atomare Physik an der TU Berlin ist für mich herausragend, nicht nur weil ich hier mit den hoch qualifizierten Kolleginnen und Kollegen der Arbeitsgruppe von Ulrike Woggon zusammenarbeiten kann, sondern auch weil seine technische Ausstattung höchsten Ansprüchen genügt“, stellt Xiaoqin LI fest.

Die Kooperation zwischen der University of Texas/Austin und der TU Berlin umfasst die Forschungsfelder Nanophotonik und Nanomaterialien. In einem der Projekte wird der Transport von Licht auf Längenskalen untersucht, die deutlich kleiner als dessen Wellenlänge (etwa 500 Nanometer) sind, ein Problem, das sich mit konventionellen optischen Elementen wie Linsen und Spiegeln nicht lösen lässt. Dafür wird ultraglattes Silber verwendet, welches in einzelnen Atomlagen unter extremem Vakuum „gestapelt“ worden ist. In einem weiteren Projekt wird das Verhalten von Elektronen in Halbleitern studiert, die nur ein bis drei Atomlagen dick sind. Diese Art von Materialien ist auch als Van-der-Waals-Material bekannt, da es lediglich von Van-der-Waals-Kräften zusammengehalten wird. Die Materialien lassen sich erstaunlicherweise sehr einfach herstellen. Es reicht bereits handelsübliches Klebeband, um die ultradünnen Schichten zu präparieren. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler suchen mit Hilfe solcher Fabrikationsmethoden nach neuen physikalischen Phänomenen und Anwendungen auf atomarer Ebene.

„Ich fühle mich geehrt, von einer international so prestigeträchtigen Förderinstitution wie der Alexander von Humboldt-Stiftung als Forschungsstipendiatin ausgewählt worden zu sein. Alexander von Humboldt hat als Naturforscher und durch seine Forschungsreisen den humboldtschen Begriff des ,Weltbürgers‘ um die naturwissenschaftliche Komponente auf vielen Gebieten, auch auf dem der Physik, erweitert und vertieft.“

Nach einer kurzen Unterbrechung ihres Forschungsaufenthalts sieht Xiaoqin LI mit Freude ihrer Rückkehr nach Berlin entgegen, denn sie möchte gern ihre Zwillinge mitbringen. Mit ihrem Programm für Familienfreundlichkeit hat die TU Berlin ausgezeichnete Rahmenbedingungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Kindern geschaffen.

www.ioap.tu-berlin.de/menue/arbeitsgruppen/ag_wo/ag_woggon/

By: Christiane Petersen "TU intern" November 2015

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