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TU Berlin

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Internationales

Deutsches Bildungswesen als Vorbild

Friday, 06. November 2015

Abdelrahman Fatoum leitet das neue Verbindungsbüro der TU Berlin in Kairo

Abdelrahman Fatoum (M.) berät in Kairo Studieninteressierte aus Afrika und dem Nahen Osten
Lupe
Abdelrahman Fatoum (M.) berät in Kairo Studieninteressierte aus Afrika und dem Nahen Osten „Fresher-Days“ mit Wüsten-Klettertour für die Neuimmatrikulierten am TU-Campus in El Gouna
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Herr Fatoum, im Frühjahr 2015 haben Sie die Arbeit als Leiter des Verbindungsbüros der TU Berlin in Ägypten aufgenommen, mit dem das internationale Profil der TU Berlin gestärkt werden soll. Es ist im Deutschen Wissenschaftszentrum in Kairo angesiedelt und wird vom DAAD unterstützt. Was sind Ihre Aufgaben?

Das Büro dient zur Weiterentwicklung deutsch-ägyptischer Hochschulbeziehungen, der Vermittlung von Informationen über Studien- und Forschungsmöglichkeiten an der TU Berlin und auch am Campus El Gouna. Die intensivierte Kontaktpflege der TU Berlin zu den ägyptischen Hochschul- und Forschungseinrichtungen, deutschen Schulen und zur allgemeinen Öffentlichkeit im ägyptischen Raum steht im Mittelpunkt meiner Arbeit.

Was haben Sie studiert und welche Quelle hat Ihr Engagement für Deutschland?

Ich studierte Germanistik an der Ain-Shams-Universität in Kairo. Mein Engagement für Deutschland habe ich schon während Studienaufenthalten in Berlin und Düsseldorf über eine DAAD-Förderung entwickelt. Die enormen Vorteile des deutschen Bildungswesens trugen dazu bei, mich für die Internationalisierung der Hochschulbildung zu engagieren. Meine erste Tätigkeit in dieser Richtung nahm ich beim DAAD in Kairo auf, indem ich deutsche Studierende in Ägypten und bikulturelle Master-Studiengänge zwischen deutschen und ägyptischen Hochschulen betreute. Neben meiner jetzigen Tätigkeit für die TU Berlin, bin ich seit 2013 Mitarbeiter beim Deutschen Wissenschaftszentrum in Kairo.

Sie erhielten 2013 eines der „Internationalen Parlamentsstipendien“ (IPS), die der Deutsche Bundestag an politisch interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus arabischen Ländern vergibt, um ihnen Gelegenheit zu geben, das politische System der Bundesrepublik kennenzulernen und Einblicke in die Arbeit des Bundestags zu nehmen …

Gründe für meine Bewerbung damals basierten auf dem politischen Umbruch in Ägypten 2011. Als ehemaliger Studentenvertreter an meiner Universität hatte ich erste Erfahrungen mit offenen politischen Strukturen gemacht. Ich wünschte mir einen vertiefenden Einblick in das deutsche politische System und die Arbeit der Abgeordneten. Besonders neugierig war ich auf die Bundestagswahl. Ich wollte verstehen lernen, inwieweit sich deutsche demokratische Vorgänge auf ägyptische Verhältnisse übertragen lassen. Den Aufbau und den Wahlkampf eines demokratischen Systems zu erleben diente mir als gutes Vorbild für mein Heimatland. Heute muss ich einsehen, dass ich meine Erwartungen diesbezüglich zu hoch angesetzt hatte.

Inzwischen haben Sie bereits mehrere Treffen und Konferenzen in Ägypten organisieren können. Welche waren das und mit welchem Ziel?

Es handelt sich um eine Vielzahl von wissenschaftlichen Veranstaltungen aller Art und zu den verschiedensten Themen, besonders zur Weiterentwicklung des Hochschulwesens. Das Auswärtige Amt (AA) fördert organisierte Veranstaltungen, um die wissenschaftlichen Außenbeziehungen zu festigen und für Deutschland als Forschungsstandort zu werben. Für mich steht jetzt im Vordergrund, das internationale Profil der TU Berlin zu stärken und ihre Sichtbarkeit in der hiesigen Region zu intensivieren.

Sie halten natürlich auch engen Kontakt zum ägyptischen TU-Campus in El Gouna. Dort konnten im Oktober zum Semesterstart 47 neue Studierende aus elf Nationen willkommen geheißen werden. Woher kommen sie? Was sind ihre Erwartungen und wie erreichen Sie Studierende, um sie für ein binationales Studium zu gewinnen?

Die Mehrheit der Studierenden kommt aus Ägypten, aber auch aus Deutschland, China, Indien, Mexiko, Pakistan und einigen Ländern Südamerikas. Sie erhoffen sich ein praxisorientiertes Studienangebot auf hohem Niveau mit einer nachhaltigen Ausrichtung, eingebettet in eine Landschaft, die die Forschung in den Bereichen Energie, Wasser und Stadtentwicklung begünstigt. Durch diese Weiterqualifizierung erhöhen sie ihre Chancen auf dem internationalen Arbeitsmarkt. Das Zentralinstitut El Gouna wirbt mit innovativen Methoden, wie zum Beispiel Auftritten im Internet auf virtuellen Messen. Die Öffentlichkeitsarbeit sowie Medienkanäle runden das Bild ab.

Die Fragen stellte Patricia Pätzold.

"TU intern" November 2015

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