direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Page Content

There is no English translation for this web page.

Inhalt des Dokuments

Innenansichten

Suche nach Menschenrechten

Friday, 06. November 2015

Berichte von der Fluchtroute über die Türkei, Lesbos und den Balkan

Kilometerlange Fußmärsche, hier in Griechenland
Lupe
An der mazedonischen Grenze
Lupe
Grenzzaun in Ungarn
Lupe
An der mazedonischen Grenze Ärztliche Hilfe in Serbien Grenzzaun in Ungarn
Lupe

„Auf der Suche nach Menschenrechten waren nicht nur die Fliehenden, sondern auch wir. Diese Suche gestaltete sich schwieriger als erwartet“, berichtet Erik Marquardt. „Wie viel Leid müssen die Menschen auf ihrer Flucht ertragen, und wie viel Leid können wir verantworten?“ Diese Fragen sollte die Fotoausstellung „seeking human rights“ aufwerfen, die bis Ende Oktober im Foyer der Universitätsbibliothek zu sehen war. Und die Journalisten Björn Kietzmann und Erik Marquardt, die die bewegenden Bilder machten, haben sich ein weiteres Mal auf die Suche begeben.

Von Juli bis September 2015 waren sie mehrfach auf der Fluchtroute über den Balkan unterwegs. Dabei haben sie den Weg der Flucht von der Ägäis-Insel Lesbos bis nach Deutschland fotografisch dokumentiert und sich intensiv mit den Situationen auf der Fluchtroute beschäftigt. Die Fotos von Schlauchbooten am Strand von Lesbos, von Menschen auf staubigen, unbefestigten Straßen oder von Zäunen in Ungarn sind weiterhin auf der Website zu finden.

Erik Marquardt, der sich bereits während des Studiums an der TU Berlin hochschulpolitisch engagierte, unter anderem im AStA und als Mitglied des TU-Kuratoriums, ist ehrenamtlicher Sprecher im Bundesvorstand der Grünen Jugend. Mitte Oktober kehrte er nach Lesbos zurück und berichtet seitdem auf Twitter in Wort und Bild. Er fand katastrophale Zustände vor, schlimmer als im Sommer, denn der Herbst beginnt auch in Griechenland: Er sah Menschen, die im Schlamm schlafen oder im Müll, aber auch die leuchtenden Augen von Kindern, die sich an den ersten europäischen Süßigkeiten erfreuen. Nach wie vor befindet sich Marquardt auf der Suche nach den Menschenrechten. Zeitweise ist er dort mit Katrin Göring-Eckardt unterwegs, der Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag. „Es ist kalt, regnerisch und windig. Wenn die Leute nur irgendeine Möglichkeit sehen würden, zu Hause zu bleiben – sie würden es tun“, twittert er. Er zitiert Caesar, einen jungen Familienvater, der in seiner syrischen Heimat gegen Baschar al-Assad demonstrierte und um sein Leben fürchten musste: „Wir fliehen nicht, um euer Geld zu bekommen. Wir fliehen, weil wir wie Menschen behandelt werden wollen.“ 5000 Euro hatte Caesar Schleppern bezahlen müssen, allein für die zehn Kilometer lange Überfahrt aus der Türkei nach Lesbos. Aber auch viele andere Flüchtende berichteten den Journalisten von ihren Erlebnissen auf dem beschwerlichen, gefährlichen und teuren Weg quer durch Europa, von langen Fußmärschen ohne Wasserversorgung und von überfüllten Camps, die Gefängnissen glichen. Erik Marquardt: „Die Schutzbedürftigen treffen auf Menschen, die ihnen helfen, aber auch auf viele, die sich lediglich an ihnen bereichern oder sie schlecht behandeln.“

http://seeking-human-rights.de

https://twitter.com/erikmarquardt

By: Patricia Pätzold "TU intern" November 2015

Zusatzinformationen / Extras

Quick Access:

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Auxiliary Functions

This site uses Matomo for anonymized webanalysis. Visit Data Privacy for more information and opt-out options.