direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Page Content

There is no English translation for this web page.

Inhalt des Dokuments

Innenansichten

Die Unibibliothek zwischen Heimat und Paradies

Friday, 06. November 2015

Eine Wandlung zur hybriden Bibliothek

Lupe
Arbeitsplatz zur Digitalisierung von Büchern
Lupe
Die Bibliotheken der TU Berlin im Überblick
Lupe

Die Bibliothek war für den Gelehrten Erasmus von Rotterdam Heimat, für den argentinischen Schriftsteller und Bibliothekar Jorge Luis Borges sogar ein Paradies. Sie ist für viele Menschen ein Ort konzentrierten Schaffens, aber auch Treffpunkt für Austausch, für gemeinsames Lernen und Arbeiten.

Für die TU Berlin ist das Bibliothekssystem die zentrale Informationseinrichtung. Ein Netz von Bibliotheken, das sich über den gesamten Campus spannt, dient Studium, Lehre und Forschung. Gemeinsam unter einem Dach mit der Bibliothek der Universität der Künste Berlin bietet die Zentralbibliothek im VOLKSWAGEN-Haus in der Fasanenstraße einen Ort der Vielfalt und der Synergien. Bereichs- und Fachbibliotheken befinden sich in der Nähe der jeweiligen Fachbereiche.

In den letzten Jahren haben sich die Anforderungen an das Bibliothekssystem sehr verändert. Die Technik wird laufend an die neuen Herausforderungen angepasst und neue Serviceangebote werden entwickelt. Ein deutlich vergrößertes Angebot von elektronischen Medien, wie E-Books, E-Journals und Digitalisaten, erlaubt den schnellstmöglichen Zugriff auf Inhalte. Bei der Erwerbung neuer Medien liegt der Schwerpunkt der Bibliothek inzwischen klar auf digital verfügbaren Ausgaben. Die Wandlung hin zur hybriden Bibliothek, die gedruckte und elektronisch verfügbare Medien gleichermaßen anbietet, entspricht nicht nur der allgemeinen Entwicklung. Sie ist auch Reaktion auf die Bedürfnisse und Wünsche der TU-Angehörigen in Lehre und Forschung.

Nicht nur das elektronische Medienangebot wird ausgebaut, auch ist die Bibliothek auf elektronischem Wege immer besser erreichbar. Neben Auftritten in verschiedenen sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Instagram gibt es für schnelle Auskünfte die E-Mail-Auskunft, seit Kurzem sogar einen Live-Chat.

Intelligente Lösungen für flexible Lern- und Arbeitsumgebungen spielen eine wichtige Rolle. Über 1300 Arbeitsplätze, von Einzelarbeitsplätzen über Computerarbeitsplätze bis hin zu Gruppenarbeitsräumen, stehen in den Bibliotheken der TU Berlin für unterschiedlichste Arbeits- und Lernanforderungen zur Verfügung.

Darüber hinaus sind die Bibliotheken mit unterschiedlichen Veranstaltungen im Universitätsalltag präsent, zum Beispiel als attraktiver Veranstaltungsort zur jährlichen „Langen Nacht der Wissenschaften“, mit Ausstellungen, öffentlichen Lesungen und Konzerten. So ist ein interessanter und lebendiger Ort entstanden, weit mehr als nur ein Lern- und Arbeitsort.

2012 wurde eine Umfrage unter den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der TU Berlin durchgeführt. Sie ergab eine hohe Zufriedenheit mit den Leistungen der Bibliothek. Stetig hohe Nutzungszahlen, eine enorm gestiegene Anzahl der Zugriffe auf das elektronische Angebot und ein ungebrochenes Interesse an den vielfältigen Schulungen und Kursen zeigen, dass die Bibliothek auf dem richtigen Weg ist.

Die Textinhalte hat ein Team aus den verschiedenen TU-Bibliotheken erarbeitet: Eva Bunge, Jan Erdnüss, Kathleen Forth, Martina Fuchs, Ronny Juhr und Franziska Klatt. Redaktion: Patricia Pätzold, „TU intern“

 

DBIS – die bunte Welt der Datenbanken

„Quick and dirty“ nennen viele die Google-Suche, mit der eine wissenschaftliche Arbeit oft beginnt. Was aber wäre „sauber“? Datenbanken sind immer noch wenigen bekannt, denn Suchmaschinen können nicht auf ihre Inhalte zugreifen. Sie bieten eine strukturierte Suche und verschiedenste Filter, die Suchmaschinen so nicht aufweisen, die aber ein Thema fassbarer machen. Spezifische Zusatzoptionen, wie verlinkte Zitationen und Schlagwortregister, helfen, die Literaturrecherche zu optimieren. Daher schätzen Eingeweihte die Datenbanken, denn diese Welt ist so bunt wie die von Google: von einfachen Titelnachweisen über reine Fakten bis hin zu Volltexten.

Einen Überblick bietet DBIS – das Datenbank-Infosystem. Die Themen der vorgehaltenen Datenbanken werden in einer Fachübersicht aufgelistet. Ein Ampelsystem zeigt, welche Datenbanken frei im Web verfügbar sind und welche nur im TU-Netz lizenziert sind. Per Titelklick erfährt man mehr zum Inhalt der jeweiligen Datenbank. So finden Sie mit DBIS Titel, die sonst im Meer der Millionen Google-Treffer verborgen geblieben wären.

www.ub.tu-berlin.de/dbis

 

Beratung und Schulung

Das breit gefächerte Beratungs- und Schulungsangebot ist vor allem auf die Unterstützung der TU-Angehörigen bei Studium, Lehre und Forschung ausgerichtet.

Ob an den Theken vor Ort, telefonisch oder online: Die Mitarbeitenden geben jederzeit Auskunft und helfen weiter. Zusätzlich werden wöchentlich Sprechstunden zu den Themen „Datenbanken“, „Fernleihe“, „Citavi“, „Recherche“ und „WLAN“ angeboten.

Bibliothekskurse führen in die effiziente Literaturrecherche ein, vermitteln die Serviceangebote der Bibliothek, bieten Hilfe zur Selbsthilfe. Regelmäßig werden Schulungen zum Zitieren, zu Literaturverwaltungsprogrammen und zur Recherche für Fortgeschrittene angeboten. „Die Bibliothek Wirtschaft & Management“ hat mit dem „Information Expert Passport“ ein prämiertes Blended-Learning-Schulungsprogramm entwickelt, das Präsenzveranstaltungen mit E-Learning-Einheiten kombiniert.

Zu jedem Semesterstart bieten die Bibliotheken Einführungen an, die speziell auf die Bedürfnisse zum Studienbeginn zugeschnitten wurden. Hier können sich Neuimmatrikulierte über die Grundlagen der Bibliotheksnutzung an der TU Berlin informieren, erhalten Hinweise auf hilfreiche Fachliteratur und viele weitere Tipps für einen erfolgreichen Start. E-Tutorials beantworten häufig gestellte Fragen zu Recherchethemen.

Für fachspezifische Auskünfte stehen die Fachreferentinnen und -referenten der Universitätsbibliothek bereit. Sie sind die zentralen Ansprechpartner für Hochschullehrende, wissenschaftliche Mitarbeitende und Studierende. Dank ihrem Universitätsstudium verfügen sie über wissenschaftliche Kenntnisse in den von ihnen betreuten Fächern beziehungsweise in benachbarten Disziplinen. Die Fachreferenten und -referentinnen sind verantwortlich für die Auswahl der zu erwerbenden Fachliteratur, bieten fachspezifische Schulungsveranstaltungen an und stehen im Kontakt mit den Instituten und Fakultäten der von ihnen betreuten Fächer.

www.ub.tu-berlin.de/kurse
www.dbwm.tu-berlin.de/IEP/

 

„DepositOnce“ – Forschungsdaten sicher speichern

Forschungsdaten entstehen im Zuge einer wissenschaftlichen Arbeit. Das können Experimente sein, Interviews oder Messungen sowie Unterlagen, die zur Reproduktion von Forschungsergebnissen notwendig sind, zum Beispiel Skripte, Berechnungen oder Zeitschriebe. Die Sicherung und Nachnutzung solcher Forschungsdaten gewinnt weltweit an Bedeutung, denn sie stellen eine wichtige Ressource wissenschaftlicher Arbeit dar. Sie sind Voraussetzung dafür, andere Forschungsergebnisse zu verifizieren oder aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Vor dem Hintergrund „guter wissenschaftlicher Praxis“ fordern Drittmittelgeber schon seit Jahren die langfristige Verfügbarkeit der Forschungsdaten. Auch viele Verlage haben den Wert dieser Daten erkannt und fordern ihre Sicherung als Voraussetzung für die Veröffentlichung von Artikeln in Fachzeitschriften.

Die TU Berlin schenkt diesem Thema besondere Aufmerksamkeit und hat daher als zentralen Anlaufpunkt für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Servicezentrum Forschungsdaten und -publikationen (SZF) geschaffen. Es soll sie bei der langfristigen Aufbewahrung und Veröffentlichung ihrer Daten unterstützen. Im SZF kooperieren die Universitätsbibliothek, das IT-Service-Center tubIT sowie die Forschungsabteilung der TU Berlin. Technischer Kern der Forschungsdaten-Infrastruktur ist das Repositorium „DepositOnce“. Dort werden wissenschaftliche Arbeiten und die ihnen zugrunde liegenden Forschungsdaten digital publiziert, verifizierbar gemacht und langfristig aufbewahrt. „DepositOnce“ vergibt Digital Object Identifiers (DOIs), persistente Links zu Online-Veröffentlichungen, die sicherstellen, dass diese Dokumente und Daten dauerhaft auffindbar und zitierfähig bleiben. Durch die so gesicherte Zitierfähigkeit der Forschungsdaten können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler darüber hinaus den für sie wichtigen Impact Factor ihrer Forschungsergebnisse steigern.

www.szf.tu-berlin.de

 

Digitalisierte Rara für alle

Mehr als 10 000 Medien der UB werden als „Rara“ eingestuft. Es sind besonders alte, seltene und schützenswerte Werke, die nur vor Ort in der Bibliothek eingesehen werden dürfen. Um eine orts- und zeitunabhängige Nutzung für alle zu ermöglichen, hat die UB deshalb 2013 mit der Digitalisierung dieser Bestände gemäß den strengen Richtlinien der Deutschen Forschungsgemeinschaft begonnen. Vorschläge, welche Titel digitalisiert werden sollen, können über ein Webformular abgegeben werden und sind jederzeit willkommen. Die Kosten der Digitalisierung trägt die Bibliothek.

Die Scans werden mit einer Texterkennungssoftware bearbeitet und in einem aufwendigen manuellen Verfahren zusätzlich inhaltlich strukturiert. So kann man sowohl im Volltext des Werkes suchen als auch einzelne Textabschnitte gezielt aufrufen. Die Web-Plattform „Digitalisierte Sammlungen“, präsentiert die Digitalisate und ermöglicht es, diese in verschiedenen Zoom-Stufen zu betrachten oder als PDF herunterzuladen. Darüber hinaus sichert ein Permalink die Zitierfähigkeit.

www.ub.tu-berlin.de/digitalisierung

 

Das A und O – Publizieren mit Open Access

Der Bezeichnung „Open Access“ liegt der Gedanke zugrunde, dass wissenschaftliche Publikationen oder Forschungsdaten im Internet frei verfügbar und unter einer freien Lizenz nutzbar sein sollten. Volltexte dürfen damit auf jede denkbare legale Weise genutzt werden. Einzige Bedingung ist stets die korrekte Nennung der Urheberschaft. Die Bibliotheken der TU Berlin bieten vielfältige Unterstützung rund um das Thema Open-Access-Publizieren an, insbesondere zu den beiden wichtigsten Publikationswegen, dem sogenannten „Goldenen Weg“ und dem „Grünen Weg“, der Primär- und der Parallelveröffentlichung.

Angebote:

– Beratung zum Open-Access-Publizieren und zu Creative-Commons-Lizenzen
– Workshops zu Urheberrecht, Open-Access und freie Lizenzen
– Veröffentlichen von Open-Access-Publikationen TU-Angehöriger im Universitätsverlag
– Prüfung der rechtlichen Voraussetzungen für Open-Access-Zweitveröffentlichungen
– Einstellen von Zweitveröffentlichungen in das Digitale Repositorium der TU Berlin

www.ub.tu-berlin.de/oa

 

Recherchieren, leihen, verlängern mit „Primo“

„Primo“ ist das Tor zur Bibliothekswelt an der TU Berlin, das Wissensportal. Es eröffnet den Zugang zu allen Medien der Bibliotheken der TU Berlin, zu Büchern, Zeitschriften, E-Books und E-Journals, zu DVDs, Sternenkarten, Architekturzeichnungen und vielem mehr. Im Grunde ersetzt das Portal den ehemaligen Online-Katalog. Doch „Primo“ bietet noch viel mehr.

Der Einstieg in die Suche mit „Primo“ beginnt direkt auf den Homepages der Universitätsbibliothek, der Bibliothek für Wirtschaft & Management und der Mathematischen Fachbibliothek. Man kann nach Titeln und Autoren, nach Themen oder anderen Stichwörtern suchen und die Suchresultate anschließend auf vielfältige Weise verfeinern: nach Erscheinungsjahren, Sprachen oder ganz bestimmten Bibliotheken. Über den Reiter „Bücher, Artikel und mehr“ ist sogar die Recherche nach einzelnen Artikeln in Zeitschriften möglich. Viele dieser elektronischen Artikel sind mit einem Link zum Volltext versehen und aus dem Campus-Netz abrufbar. Notwendig ist nur der Log-in mit tubIT-Konto oder Bibliotheksausweis. TU-Angehörige können die von der UB angebotenen elektronischen Medien über das „Virtual Private Network“ der TU Berlin (VPN) oder Shibboleth auch von zu Hause, von jedem internetfähigen Computer oder mobilen Geräten aus nutzen.

Und das Wissensportal „Primo“ kann noch viel mehr: Mit dem eigenen „Primo“-Konto kann man die Leihfristen der ausgeliehenen Medien einsehen, Leihfristen verlängern oder Bücher vormerken, die von anderen ausgeliehen sind. Rechercheergebnisse werden bequem als Listen in einem virtuellen Korb gesammelt, sortiert und verwaltet. Sollte das Gesuchte einmal nicht vorhanden sein, bietet „Primo“ einen Link zu überregionalen Katalogen, in denen weiter recherchiert und gegebenenfalls auch bestellt werden kann. Tipp: Wer eine E-Mail-Adresse im Bibliothekskonto hinterlegt, wird automatisch an ablaufende Leihfristen erinnert.

http://portal.ub.tu-berlin.de
www.ub.tu-berlin.de/e-medien-zu-hause

 

Was die TU-Bibliotheken sonst noch bieten

Anschaffungsvorschläge – Ob wichtige Datenbank, neu erschienenes Buch oder wissenschaftliche Zeitschrift: Schlagen Sie vor, was die Bibliothek erwerben soll.

Essen und Trinken – In der Nähe aller Bibliotheken befindet sich eine Cafeteria oder Mensa.

Express-Dokumentlieferdienst – Besonders schnelle und für TU-Beschäftigte kostenfreie Aufsatzliefermöglichkeit aus anderen Bibliotheken

Fernleihe – Bezugsmöglichkeit für Bücher und Aufsätze aus anderen Bibliotheken gegen eine geringe Gebühr

Kopierauftrag – Elektronische Dokumentlieferung von Zeitschriftenartikeln, die in den TU-Bibliotheken nur gedruckt vorhanden sind. Kostenlos für TU-Beschäftigte

Kopieren, Drucken, Scannen – Über das print@campus-Konto sind Ausdrucke und Kopien an vielen Bibliotheksstandorten möglich – das Scannen gedruckter Medien ist in der Zentralbibliothek kostenfrei.

Online-Beratung – Neben der Auskunft an Theke und Telefon steht auch eine virtuelle Auskunft zur Verfügung. Neu ist eine Beratung per Live-Chat.

Semesterapparate – Zu aktuellen Lehrveranstaltungen empfohlene Literatur steht nach Dozentinnen und Dozenten sortiert in den Bibliotheken zur Verfügung.

Unibox – Mit dem Buchshop „Kiepert-Unibox“ steht in der Zentralbibliothek eine Bezugsquelle für Literatur, Vorhängeschlösser, USB-Sticks und vieles mehr zur Verfügung.

WLAN – Über das eduroam-Netzwerk besteht an allen Bibliotheksstandorten Zugang zum kabellosen Internet.

Übrigens – Der Jahresbericht der Universitätsbibliothek der TU Berlin mit allen Informationen und Neuerungen ist online zugänglich im Digitalen Repositorium.

https://opus4.kobv.de/opus4-tuberlin/frontdoor/index/index/docId/6539

 

Zahlen, Daten, Fakten

Anzahl der Bibliotheken (im Bibliothekssystem der TU Berlin): 65

Medien im Bestand: 2.800.000

Medienzugang: 35.100

Bücher in der Lehrbuchsammlung (LBS): 44.814

Laufend gehaltene Print-Zeitschriften und -Zeitungen: 2340

Lizenzierte elektronische Zeitschriften und Zeitungen: 37.016

Regalmeter an Büchern, Zeitschriften, Dissertationen 65,1 km

Bibliotheksbesuche: 1.050.000

Lese- und Arbeitsplätze: 1.713

Öffnungsstunden pro Woche: 73

Benutzerschulungen in Stunden: 466

Ausleihen (inkl. Verlängerungen): 600.136

Downloads aus E-Books und E-Journals: 210.000

Ausgeführte Fernleihbestellungen 16 824

Anfragen an „Primo“ alle …: 7,7 Sekunden

Publikationen des Universitätsverlages: 40

Unser ältestes Buch, „De Architectura“ von Vitruvius, stammt aus dem Jahre 1511

Zahlen aus dem Jahr 2014 für die Universitätsbibliothek der TU Berlin, die Mathematische Fachbibliothek sowie „Die Bibliothek für Wirtschaft & Management“

"TU intern" November 2015

Zusatzinformationen / Extras

Quick Access:

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Auxiliary Functions

This site uses Matomo for anonymized webanalysis. Visit Data Privacy for more information and opt-out options.