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TU Berlin

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Innenansichten

Die TU Berlin als Bauherrin

Friday, 06. November 2015

Wo die zusätzlichen 200 Millionen aus BAföG-Mitteln und Investitionspakt Hochschulbau bleiben

Die viel diskutierte Umgestaltung des Foyers im Hauptgebäude beginnt 2016. Ein erster Bauabschnitt soll zunächst die unbefriedigende Situation der Toiletten im Keller und der Garderobe beheben
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Die viel diskutierte Umgestaltung des Foyers im Hauptgebäude beginnt 2016. Ein erster Bauabschnitt soll zunächst die unbefriedigende Situation der Toiletten im Keller und der Garderobe beheben Ostgelände: Hier sollen unter anderem der Mathematik-Neubau (v
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Ostgelände: Hier sollen unter anderem der Mathematik-Neubau (violett) und weitere Forschungsgebäude entstehen Der BVG-Hof hinter der Unibibliothek könnte verlagert und mit universitätsnahen Gebäuden bebaut werden
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Der BVG-Hof hinter der Unibibliothek könnte verlagert und mit universitätsnahen Gebäuden bebaut werden Ideen für die Hertzallee Das MB-Gebäude ist reif für die Abrissbirne
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Der BVG-Hof hinter der Unibibliothek könnte verlagert und mit universitätsnahen Gebäuden bebaut werden Ideen für die Hertzallee Das MB-Gebäude ist reif für die Abrissbirne
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Wer in Berlin bauen will, braucht bekanntlich einen langen Atem. Aber Beharrlichkeit zahlt sich aus. Nachdem die TU Berlin für 2015 und die kommenden vier Jahre zusätzliche Mittel aus den frei werdenden BAFöG-Summen erhielt, kam im Sommer eine überraschende Nachricht: Die seit 2010 vergeblich zum Landeshaushalt Berlins angemeldeten Großprojekte der TU Berlin sollen im Rahmen eines Investitionspaktes Hochschulbau in den Jahren 2017 bis 2027 finanziert werden; eine neue Chance auch für den geplanten Ersatzneubau Mathematik auf dem sogenannten Ostgelände neben der Universitätsbibliothek an der Fasanenstraße. Parallel zu dessen Planung werden wir uns um die Finanzierung der Sanierung des Mathematik-Altbaus bemühen. Dieser kann dann alle Nutzergruppen aufnehmen, die heute noch in Mietobjekten in Charlottenburg untergebracht sind, sodass die Marchstraße schließlich als einziges Mietobjekt erhalten bleibt. Und auch dafür besteht eine Kaufoption nach circa 20 Jahren.

Neben dem Neubau Mathematik – geschätzte Kosten: etwa 85 Millionen Euro – werden drei weitere Projekte aus dem Landeshaushalt finanziert: 1. Die Technische Chemie erhält für 12,5 Millionen Euro eine neue, denkmalgerechte Fassade. 2. In der Physik (Eugene-Paul-Wigner-Gebäude) werden, nach Asbestsanierung, die technischen Anlagen grundlegend erneuert. 3. Die Altbauten des Campus Seestraße gehen 2016 in den Besitz der TU Berlin über und werden für rund 36 Millionen Euro saniert, sodass die heute noch an fünf Standorten über Berlin verteilten Fachgebiete des Institutes für Lebensmitteltechnologie und -chemie in der Seestraße eine neue Heimat in einem Gebäude finden. Damit leisten die Landesbaumaßnahmen nicht nur einen, leider natürlich unzureichenden, Beitrag zum Abbau des Sanierungsstaus, sondern treiben die Flächenkonsolidierung und damit die Standortentwicklung maßgeblich voran. Das Gebäude Amrumer Straße wurde bereits verkauft und auch weitere Mietobjekte können perspektivisch aufgegeben werden. Profitieren sollen davon Forschung und Lehre, die Kerngeschäfte der Universität, in die die ersparten Mieten und Betriebskosten fließen werden.

Planen und Bauen: Herausforderung für die Beschäftigten

Die Fassadensanierung des Erweiterungsbaus an der Straße des 17. Juni ist das erste sichtbare Projekt aus den BAföG-Mitteln. Sie soll in den Folgejahren auch auf der Campusseite fortgesetzt werden. 2016 beginnt der Ausbau des Existenzgründerzentrums am Ernst-Reuter-Platz, der auch durch zusätzliche Sponsorengelder finanziert wird. Ein weiteres Projekt, das aus BAföG-Mitteln finanziert werden soll, ist die Netzwerkertüchtigung im Gebäude der Chemie.

Parallel dazu wird 2016 die Umgestaltung des Foyers im Hauptgebäude beginnen. Nach einer Intervention der Denkmalpflege und der nicht abgeschlossenen Diskussion über Materialien und Gestaltungsideen wird ein erstes Projekt zunächst die unbefriedigende Situation der Toiletten im Keller und der Garderobe beheben. Auch infolge von Berufungen und Bleibeverhandlungen ist derzeit eine ungewöhnlich hohe Zahl von Bauprojekten umzusetzen. Dabei erfordern das zunehmend hohe Alter der Gebäude und erhöhte Anforderungen an Brandschutz oder Netzwerktechnik immer wieder kreative Lösungen, um mit den beschränkten Haushaltsmitteln auszukommen. Oft müssen wir um Verständnis werben und die „Mangelwirtschaft“ erläutern. Ein plakatives Beispiel dafür ist die Sperrung des Innenhofes am Café „Wetterleuchten“: Dort schwelt seit Jahren ein Rechtsstreit mit Baufirmen um die Kostenübernahme durch die Verursacher eines Bauschadens. Das verhindert die Durchführung von Sanierungsarbeiten. Gleichzeitig mussten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich in den Projekten in besonderer Weise engagieren, auch Umstrukturierungen im Baumanagement mittragen. Damit hat sich die Bauabteilung der TU Berlin rechts- und zukunftssicher aufgestellt. Seit Mitte 2013 nehmen wir an der elektronischen Vergabe teil und liegen damit deutlich vor den zeitlichen Vorgaben des Gesetzgebers.

Anbindung stärken: städtebauliche Entwicklung

Mit unserem 2011 prämierten Wettbewerbsentwurf zum Ostgelände konnte für das TU-Areal an der Müller-Breslau-Straße Planungssicherheit geschaffen werden. Dort entsteht neben dem Mathematik-Neubau auch ein Forschungsbau unseres Kooperationspartners DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt). Das schadstoffbelastete MB-Gebäude soll abgerissen werden, das Fachgebiet Strömungsakustik zieht auf die Schleuseninsel um. Mit dem Wettbewerbsergebnis wurden aber gleichzeitig auch Vorgaben für die Entwicklung des angrenzenden sogenannten „Riesenrad-Geländes“ geleistet, die der Erwerber des Grundstücks umsetzen möchte, sofern er sich mit dem Land Berlin einigt. Der BVG-Hof könnte verlagert und mit universitätsnahen Gebäuden die Anbindung der TU Berlin an den Bezirk Charlottenburg gestärkt werden. Dem gleichen Ziel dient die Neugestaltung der quer durch den Campus der TU Berlin führenden Hertzallee. Auch diesem Projekt, dessen erster Bauabschnitt bereits 2016 mit Fördermitteln realisiert wird, ging ein landschaftsplanerischer Wettbewerb voraus.

In neuem Glanz soll auch die „Rosa Röhre“ auf der Schleuseninsel bald erstrahlen, wo ebenfalls ein Sponsor beteiligt ist. Die Wüstenrot Stiftung verbaut hier rund 3,5 Millionen Euro für die TU Berlin.

Last but not least haben wir bei all diesen Projekten die Nachhaltigkeit im Blick. In einem Masterplan zur Energiewende – Fördermittel sind bereits beantragt – sollen Forschung und energieeffizientes Bauen und Betreiben zusammengeführt werden. Dafür wird auf die eigenen Ressourcen einer technischen Universität zurückgegriffen. Das haben wir in den letzten Jahren bereits in vielen kleinen Projekten erprobt und wollen so der TU Berlin ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit verschaffen.

Martin Schwacke, Leiter der Abteilung Gebäude- und Dienstemanagement

"TU intern" November 2015

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