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TU Berlin

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Lehre & Studium

Dorf macht Oper

Thursday, 01. October 2015

Wie Studierende den Kern architektonischen Denkens kennen lernen oder: Learning by Doing

Mit viel Handarbeit und guten Konzepten wurde aus landwirtschaftlicher Fläche ein Opernpark. In der Mitte das Kassenhaus, rechts der Grillpalast
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Mit viel Handarbeit und guten Konzepten wurde aus landwirtschaftlicher Fläche ein Opernpark. In der Mitte das Kassenhaus, rechts der Grillpalast
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Mit viel Handarbeit und guten Konzepten wurde aus landwirtschaftlicher Fläche ein Opernpark. In der Mitte das Kassenhaus, rechts der Grillpalast
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Mit viel Handarbeit und guten Konzepten wurde aus landwirtschaftlicher Fläche ein Opernpark. In der Mitte das Kassenhaus, rechts der Grillpalast
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Oper im Schweinestall? Ein 60-Seelen-Dorf in der Prignitz macht’s möglich. Mit Schauspielern, Chor und Orchester, Kostümbildnern, mit allem, was dazugehört, und in Zusammenarbeit mit einem Kulturverein zieht Klein-Leppin seit 2005 jährlich rund 1000 Besucherinnen und Besucher in den umgebauten Stall. Nun wünschte sich das Dorf im Jahr 2014 auf der Wiese vor dem Opernhaus noch einen Opernpark, um in verschiedenen Kleinarchitekturen begleitende Aktivitäten unterzubringen. Sie sollten nach historischen Vorbildern als Ruheplatz, Aussichtspunkt, gestalterische Elemente und als Ort für die musikalische Inszenierung dienen. Eine Aufgabe, wie geschaffen für experimentierfreudige, angehende Architekten der TU Berlin. Im Fachgebiet Entwerfen und Baukonstruktion von Professor Donatella Fioretti entwarfen 80 Architekturstudierende temporäre Bauten, um die Idee einer barocken Parkanlage in dem brandenburgischen Dorf wiederzubeleben.

„In Zusammenarbeit mit dem Kulturverein konnten wir den Studierenden die Komplexität des Entwerfens, des Bauens und die Grundzüge des Planungsprozesses vermitteln“, so Donatella Fioretti. „Auch der Einsatz ungewöhnlicher Materialien forderte die kreative Auseinandersetzung mit dem Kern architektonischen Denkens.“ Marc Drewes, Mitarbeiter im Fachgebiet, ergänzt: „Beim Bearbeiten eines Entwurfs von der Entstehung des Konzepts bis zur Realisierung, der Kommunikation mit den Nutzern bis zum Erleben des eigenen Bauwerks erschließt sich den Studierenden die ganze Komplexität des Bauvorgangs.“ So wurden aus den Projektvorschlägen sechs ausgewählt, Ausführungs-, Kosten- und Zeitpläne erstellt, Sponsoren gesucht und dann in Eigenleistung konstruiert, gebuddelt, gesägt und gehämmert: Mit je einem Grundkapital von 500 Euro, gestiftet von der StoStiftung „summerschool“, entstanden so in sechs Wochen mit einer Kinderwerkstatt, einer Ein-Buch-Bibliothek für ein großes Opern-Bilderbuch-Papiertheater, Wasserspielen, Kasse, Grillpalast und einer Tonhalle die sechs fantasievollen Pavillons. Am Ende waren nicht nur die 1000 Besucher der Oper „Dido und Aeneas“ sowie die opernbegeisterte Dorfgemeinschaft zufrieden und die Studierenden stolz, auch die Professorin sah ihr Ziel erreicht: „Das konsequente Durchleben des Prozesses forderte von den Studierenden handwerkliche und planerische Fähigkeiten und ließ sie das Entwerfen und das Bauen als baukonstruktive Forschung zu begreifen.“

Nota bene:

Der Pavillon „Grillpalast“ wurde inzwischen aus rund 500 eingesandten Bewerbungen für eine Ausstellung im Rahmen des „7. Recycling Designpreis“ im „Marta Herford“ in Herford ausgewählt (zu sehen noch bis 1. November 2015) und soll mit 37 weiteren Exponaten noch in weiteren Ausstellungen, unter anderem im Stilwerk Berlin, gezeigt werden.

www.fgfioretti.de

www.marta-herford.de

By: Patricia Pätzold "TU intern" Oktober 2015

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