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TU Berlin

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Lehre & Studium

Immer wieder neue Wege gehen

Thursday, 01. October 2015

Die Gesellschaft von Freunden der TU Berlin zeichnet am Erstsemestertag zwei Hochschullehrer für „vorbildliche Lehre“ aus

„Als Lehrender hat man die Möglichkeit, immer wieder neue Wege zu gehen. Man lernt daher auch selbst nie aus.“ Prof. Dr. Maik Lachmann promovierte an der Universität Münster und war Juniorprofessor an der TU Dortmund. Seit 2014 ist er Professor für Contro
Lupe
„Als Lehrender hat man die Möglichkeit, immer wieder neue Wege zu gehen. Man lernt daher auch selbst nie aus.“ Prof. Dr. Maik Lachmann promovierte an der Universität Münster und war Juniorprofessor an der TU Dortmund. Seit 2014 ist er Professor für Contro
Lupe

Man kennt das aus der Schule. Bei einer guten Lehrerin oder einem guten Lehrer lernt es sich einfach besser. Ebenso verhält es sich in der Uni. Diejenigen, die an der TU Berlin gute Lehre anbieten werden seit 2010 von der Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e.V. mit dem „Preis für vorbildliche Lehre“ ausgezeichnet. Er ist mit 4000 Euro dotiert und soll der Lehre zugutekommen. Nach einem speziellen Evaluierungsverfahren wählt eine Jury hervorragende Veranstaltungen aus einer bestimmten Fakultät aus, aus denen die Studierenden diejenigen küren, die sie für die besten halten. In diesem Jahr kommen die beiden Preisträger aus der Fakultät VII Wirtschaft und Management.

Prof. Dr. Maik Lachmann

Lehre hat mir immer Freude bereitet. Insbesondere gefällt es mir, die Entwicklung der Studierenden zu beobachten, die sich oftmals im Verlaufe einer Veranstaltungsreihe zeigt. Ebenfalls hat mich stets die Freiheit begeistert, die mit der universitären Lehre einhergeht. Als Lehrender hat man die Möglichkeit, immer wieder neue Wege zu gehen, um die Lehrinhalte interessant und anschaulich zu vermitteln. Man lernt daher auch selbst nie aus. Gute Lehre sollte den Spagat schaffen zwischen wissenschaftlichem Anspruch und einer interessanten Vermittlung der komplexen Thematik, die sich einprägt. Mir ist auch wichtig, den Studierenden zu zeigen, was sie mit den gelernten Inhalten in späteren Berufsfeldern anfangen können, um Motivation zu schaffen. Dabei sollte auch der Bezug zur Unternehmenspraxis nicht zu kurz kommen, schließlich ist die Betriebswirtschaftslehre eine praxisorientierte Wissenschaft. Die Lehre sollte nicht nur dozentenzentriert sein, sondern auch interaktive Elemente enthalten. Die Interaktion kann dabei zum Beispiel auf Basis einer Fallstudie erfolgen, auf die das vorher Gelernte angewendet wird und die anschließend diskutiert wird. Aber auch kurze Lernkontrollen oder Multiple Choice-Aufgaben können eingesetzt werden, um Interaktion zu fördern.

Prof. Dr. Axel Hunscha

Man muss die Studierenden motivieren, sich die erforderlichen Grundkenntnisse anzueignen, weil sie diese für ihre spätere berufliche Tätigkeit als wesentlich anerkennen. Eine solche Identifikation kann erreicht werden, wenn an die persönlichen Erfahrungen der Studierenden angeknüpft wird und der Rechtsstoff durch praktische Beispiele, Hinweise auf aktuelle Entwicklungen, kritische Stellungnahmen und rechtspolitische Exkurse aufgelockert wird. Gelegentliche Überspitzungen sollen herausfordern. Der Dozent sollte viel von einem Schauspieler haben, der sich pointiert präsentiert. Die Studierenden müssen ferner mit einem Skript ausgestattet werden, das aus der Stofffülle eine praxisrelevante Auswahl trifft. Das erspart eine hastige und möglicherweise fehlerhafte Mitschrift. Anhand weniger Stichworte können die Studierenden den Inhalt der Lehrveranstaltung im Selbststudium nachvollziehen. Beim Korrigieren der Prüfungsklausuren sehe ich, wie der Stoff bei den Studierenden angekommen ist.

By: tui "TU intern" Oktober 2015

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