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TU Berlin

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Vermischtes

Tanzende Bälle und Rotografie

Wednesday, 25. May 2016

Lupe

Rotierende Leuchtreklamen und im Luftstrom schwebende Gegenstände beschäftigen im großstädtischen Alltag oft Auge und Gehirn. Hier ist ihre Geschichte: Vor etwa 60 Jahren machte Otto Lührs eine Lehre als Elektroinstallateur, arbeitete danach als Fernmeldetechniker bei der Deutschen Bundespost, besuchte das Abendgymnasium in Bremen, um dann an der TU Berlin Elektrotechnik zu studieren und später Physik.

Er baute Lichtreklamen für Geschäfte am Kurfürstendamm, was das Studium durchaus verzögerte, und beschäftigte sich auch mit Leuchtdioden. Der junge Forscher experimentierte mit Gleich- und Wechselstrom, schloss seine Dioden an eine alte Schallplatte an und erzielte mit seinen roten und grünen Leuchtdioden interessante Effekte beim schnellen Rotieren der Schallplatte.

„Nun ergaben sich viel mehr Möglichkeiten der Darstellung“, erzählt der TU-Alumnus, der seine Erfindung nun an die TU Berlin zurückgebracht hat, um sie bei der „Langen Nacht der Wissenschaften“ am 11. Juni 2016 noch einmal vorzuführen. „Die Anzahl der Sektoren konnte bequem variiert werden, sie konnten sich überlagern, sodass es zu Farbmischungen zwischen Rot und Grün kam. Die Leuchtdioden konnten auch als wandernde Einzelpunkte erscheinen und erzeugten bei Drehung mathematisch exakte Blattkurven. Oder je nach Anordnung auch Hypo- und Epizykloiden. Auch ergaben sich chaotische Muster in großer Vielfalt. Rotografie nannte ich das Verfahren.“ Schön anzuschauen, aber wozu ist es nütze?, fragte sich der junge Erfinder allerdings. So nahm er noch ein Zusatzstudium an der Hochschule der Künste, der damaligen HdK, auf, organisierte Ausstellungen, auch an der TU Berlin, und war schließlich auch am Aufbau des „Spectrum“ des heutigen Technikmuseums Berlin beteiligt, das besonders beim jungen Publikum sehr gut ankam und heute als das erste Science Center in Deutschland gilt. Die Rotografie, effektvoll gesteigert mit Schwarzlicht und einem Experiment mit geheimnisvoll im Raum schwebenden und tanzenden, fluoreszierenden Bällen, das in die Geheimnisse der Aerodynamik einweiht, wird Otto Lührs während der „Langen Nacht“ im Haus der Physik vorführen.

By: pp

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