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TU Berlin

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Kleinod der TU Berlin feiert Geburtstag

Wednesday, 13. May 2015

Die Segeljacht „Pinguin“ wird neunzig

Einladung zum Schnupper-Törn: die „Pinguin“ in Fahrt
Lupe

Die alte Dame ist noch immer elegant und voll aufgetakelt einfach wunderschön! Entworfen wurde sie von dem bedeutenden Jachtkonstrukteur Henry Rasmussen, dessen Werft Abeking & Rasmussen sie 1925 baute. Mit 12,9 Meter Länge, 2,5 Meter Breite und einer Segelfläche von 60 Quadratmetern entsprach sie der Bootsklasse Nationaler Kreuzer, das sind schlanke Segeljachten, die besonders für Binnengewässer geeignet sind.

Erstbesitzer war ein segelbegeisterter Ingenieur aus Charlottenburg, der die Jacht nach Berlin holte. Heute gilt die „Pinguin“ als letzter der 60er Nationalen Kreuzer der Havel, der noch die Schönheit und Eleganz der traditionellen Holzjachten aufweist. Ihr außerordentlicher historischer Wert ist unbestritten.

Nach glanzvollen Erfolgen – in den Dreißigerjahren war sie eine der schnellsten Segeljachten auf der Havel – ein jähes Ende: Kurz vor Kriegsende sank die „Pinguin“ im Stölzensee, wurde wieder geborgen und nach dem Krieg durch DDR-Behörden in Besitz genommen. In den Fünfzigerjahren holte sie der damalige Eigner nach Westberlin zurück. Die TU Berlin übernahm die Jacht in den Siebzigerjahren, wo sie seitdem im Rahmen der Zentraleinrichtung Hochschulsport/ZEH der Segelausbildung dient und Seglern zur Verfügung steht.

An der TU Berlin fand sich schnell eine Gruppe segelbegeisterter Studenten, Alumni und Liebhaber traditioneller Jachten – die sogenannte Pinguin-Gruppe. Heute zählt sie fünfzehn Mitglieder, die sich um die Bootspflege kümmern, die Einsatzbereitschaft des Bootes garantieren, im Winter für die umfangreichen Instandhaltungsmaßnahmen sorgen – sich für die Jacht also voll verantwortlich fühlen: „Es ist jedes Jahr dasselbe: Wenn die ,Pinguin‘ aus dem Wasser gehievt wird, kommt bei uns Melancholie auf. Das monatelange Warten bis zum nächsten Törn vertreibe ich mir damit, dass ich an Wintertagen mit den anderen unser ,Baby‘ pflege und wir uns auf den ersten Törn auf dem Wannsee und der Havel freuen“, gibt ein Mitglied der Pinguin-Gruppe die Stimmung wieder.

Der TU-Hochschulsport bietet eine breite Auswahl für Segelinteressierte: Schnupperfahrten zum Kennenlernen, Skipperausbildung und auch einen Boots-Charter. Das derzeit größte Anliegen der Gruppe ist jedoch, die „Pinguin“ auch langfristig voll nutzen zu können. Dafür muss dringend ein Refit, das heißt die komplette Bootsüberholung und die Erneuerung von Rumpf, Deck, Kajüte und Takelage, durchgeführt werden. Für die Restaurierung der „Pinguin“ werden Spenden gesammelt, und Unterstützer sind zur tatkräftigen Mithilfe eingeladen. Für dieses Jahr ist ein Tag der offenen Tür geplant, der Interessierten die Möglichkeit gibt, die wunderschöne Jacht kennenzulernen.

www.tu-berlin.de/menue/service/campus-leben/sport_kultur

www.pinguin-seefahrtkreuzer-berlin.com

By: Michael Engberding/cp

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