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TU Berlin

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Hochschulpolitik

Zukunftslabor Berlin

Monday, 27. July 2015

Wie der „Berliner Kreis zur Digitalisierung“ die Hauptstadt zur IT-Metropole Europas gestalten will

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„Wir wollen die Smart City Europas sein“, verkündete der Regierende Bürgermeister Michael Müller vor rund 50 Fachleuten, die sich Ende Juni zum Auftakttreffen des „Berliner Kreises zur Digitalisierung“ an der TU Berlin eingefunden hatten. Und das Ergebnis des Treffens solle kein neuer Masterplan sein, der später in irgendeiner Schublade verschwinde, sondern den Worten sollten Taten folgen. Taten, die Berlin als „Hauptstadt der Digitalisierung“ zum Leuchten bringen sollen. Das Potenzial, so die einhellige Meinung der Fachleute, habe die Stadt.

Der Mathematiker Prof. Dr. Martin Grötschel, TU-Professor und designierter Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, hält daher die „IT-Hauptstadt Berlin“ für ein erreichbares Ziel, unter einer Voraussetzung: „Alle Spieler müssen zusammenarbeiten. Das gilt für Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Dafür brauchen wir eine digitale Agenda.“

Um Nägel mit Köpfen zu machen, hatte für Ende Juni TU-Präsident Prof. Dr. Christian Thomsen zusammen mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller 50 der wichtigsten Köpfe aus der IT-Branche und aus vielen Bereichen, die durch die rapide Entwicklung der Digitalisierung betroffen sind, zu der Konferenz eingeladen, darunter auch FU-Präsident Prof. Dr. Peter-André Alt. Sie diskutierten, wie das riesige Potenzial der Stadt an Informationstechnologien und Kreativwirtschaft besser sichtbar gemacht und zum Leuchtturm der Digitalisierung in Deutschland entwickelt werden kann. So sahen auch Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres und Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer realistische Möglichkeiten zur Umsetzung, schließlich fange man nicht bei null an: Die drei großen Universitäten sowie zwei weitere Hochschulen böten Tausende Informatikstudien- und arbeitsplätze in Forschung und Lehre. Sie seien eng mit einer Vielzahl außeruniversitärer Institute verbunden, die sich mit Informatik beschäftigten und die im berlin-brandenburgischen Raum eine Dichte aufwiesen, die im Bundesgebiet einmalig sei.

Die TU Berlin spielt bei dieser Entwicklung eine besonders wichtige Rolle. Die Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik liegt unter anderem in der Einwerbung von Drittmitteln 2014 bundesweit auf Platz zwei. An der Universität ist das deutsche Zentrum des EIT Digital angesiedelt, des Zweigs des europäischen EIT (European Institute of Innovation & Technolgoy), der sich mit Kommunikationstechnologien befasst. Mit dem gemeinsamen Forschungszentrum T-Labs hat sie eine enge und forschungstechnisch dennoch unabhängige Brücke zur Wirtschaft geschlagen, ebenso mit der durch sieben TU-Professuren gestärkten Anbindung an die Fraunhofer-Institute oder mit dem Forschungszentrum DCAITI, das in Kooperation mit Daimler an der Automobilelektronik forscht. Im Bereich BIG DATA ist eines von zwei bundesweiten Kompetenzzentren in Berlin angesiedelt, geleitet von einem TU-Professor, Volker Markl, Fachgebiet „Database Systems and Information Management“.

Dr. Heinrich Arnold, Leiter der Konzernforschung der Deutschen Telekom AG und Chef der T-Labs, hat festgestellt, dass Berlin von Wirtschaftsinvestoren als Standort innerhalb von Europa als extrem attraktiv angesehen wird, besonders in der IT-, Software- und Infrastrukturentwicklung. Er sieht aber noch einen großen Bedarf an finanzieller Förderung, die in anderen Regionen, wie zum Beispiel Süddeutschland, oder anderen Ländern, wie zum Beispiel Israel, bereits Landschaften zum Blühen gebracht hat. Doch immerhin, darauf wies Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer hin, gebe es an keinem anderen Standort so viele Unternehmensgründungen mit guten Konzepten und Lösungen: „Keine andere Metropole in Europa hat in den ersten Monaten des Jahres 2015 so viel Venture-Kapital angezogen wie Berlin.“

„Es geht um die Frage, wie Berlin zukünftig dastehen will, womit die Stadt punkten will. Da muss es Initiativen geben, konkrete Strategien und vor allem auch Geld“, fasst TU-Präsident Christian Thomsen zusammen. Der Arbeitskreis hat nun seine Forderung aufgegriffen und sich die Aufgabe gestellt, bis zum Herbst 2015 ein Strategiepapier mit zehn Thesen zu erarbeiten, die dazu führen können, dass Berlin tatsächlich zur IT-Hauptstadt Deutschlands wird.

Mehr über den Berliner Kreis zur Digitalisierung und seine Teilnehmer:

www.tu-berlin.de/?160480

By: Patricia Pätzold "TU intern" Juli 2015

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