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TU Berlin

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Innenansichten

Wie erstrebenswert ist eine Hochschulkarriere?

Friday, 14. February 2014

EINE FRAGE BITTE …

Befristete Verträge, Konkurrenzdruck und wachsende Anforderungen an deutschen Universitäten schüren bei vielen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Existenzängste. Die erschwerten Bedingungen lassen vor allem die Generation 35 plus an einer wissenschaftlichen Karriere zweifeln. „TU intern“ befragte Doktorandinnen und Doktoranden nach ihren beruflichen Plänen. Ist die Wissenschaftskarriere die einzige Option? Ist die unsichere berufliche Zukunft in dem Bereich für sie ein Hindernis?

Jana Weise, 37, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Luft- und Raumfahrt

Ich möchte meine Promotion erfolgreich abschließen und einen Job mit Aussicht auf Weiterentwicklung in der Industrie antreten. Eine Wissenschaftskarriere ist nicht die einzige Option. Bezogen auf die Abschlussrate bei Promovenden und die gemittelte Dauer einer Promotion können sich Ängste aufbauen. Wer gut ist, findet immer eine Stelle.

Gregor Wehinger, 29, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich numerische Simulation im Exzellenzcluster UniCat

Nach meiner Promotion möchte ich in einem internationalen Unternehmen einsteigen. Die Wissenschaftskarriere stellt für mich definitiv eine Option dar. Die Politik sollte aufhören, überdurchschnittlich wenig in Bildung und Forschung zu investieren. Andere Länder bieten bessere Karrierebedingungen in der Wissenschaft. Da für mich als Ingenieur die Industrie als Arbeitgeber in Frage kommt, empfinde ich keine Existenzängste.

Johannes Wellmann, 34, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Koordinator des weiterbildenden MSc-Studiengangs „Energy Engineering“ am TU-Campus in El Gouna

Nach der Promotion und einer Postdoc-Zeit würde ich gerne in die Industrie wechseln. Die Wissenschaftskarriere ist für mich nicht die einzige Option. Es gibt viele Forschungsinstitute, die bessere Bedingungen als eine Universität bieten und ihren Fokus mehr auf die Forschung legen. Ich habe keine Angst vor befristeten Verträgen. In unserer Generation sind befristete Verträge häufig und man bleibt flexibel einsetzbar.

Nina Bohlke, 29, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Chemie-Doktorandin

Generell sehe ich mich eher in der Industrie. Eine Wissenschaftskarriere kommt für mich nicht in Frage. Dafür muss zu viel zurückgesteckt werden. Der Konkurrenzkampf ist sehr groß und es gibt nur wenige Stellen. Diese sind sehr begehrt. Ich denke, dass viele Talente deswegen der Wissenschaft den Rücken kehren und in die Wirtschaft gehen.

Felix Günther, 25, Mathematik-Doktorand der Deutsche Telekom Stiftung

Als Idealziel meiner beruflichen Laufbahn stelle ich mir eine Mathematikprofessur vor. Die Wissenschaftskarriere wäre für mich nicht die einzige Option, eine Arbeit in einem Unternehmen oder einer Stiftung könnte ich mir auch vorstellen. Bis ich zur „Generation 35 plus“ gehöre, vergehen noch zehn Jahre, in denen ich am Ende eine klare Zukunftsperspektive haben möchte.

Agnes Cseh, 25, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Mathematik, Stipendiatin der Telekom Stiftung

Zurzeit ist die Wissenschaftskarriere die einzige Option für mich. Wenn sie mit meiner zukünftigen Familie nicht vereinbart werden kann, gehe ich in die Industrie. Die Situation in Deutschland ist gar nicht so schlecht wie sie beschrieben wird. Es gibt schon einige Karrieremöglichkeiten, deshalb sind Existenzängste unnötig.

Esra Acar, 32, wissenschaftliche Mitarbeiterin am DAI-Labor

Ich strebe eine akademische Karriere an, allerdings ist es schwer, eine Stelle an der Uni zu bekommen. Deshalb ziehe ich auch in Erwägung, in einer Forschungs-und-Entwicklungs-Abteilung eines Unternehmens zu arbeiten. Befristete Verträge machen es schwer, langfristig zu planen. Man muss deshalb flexibel bleiben.

By: Agnieszka Asemota "TU intern" Februar 2014

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