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TU Berlin

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Innenansichten

Im Zeit- und Kostenrahmen

Friday, 14. February 2014

Mit der denkmalgerechten Sanierung des „Gebäudes L“ fanden Biokatalyse und Biochemie einen neuen und modernen Standort

Frische Farben, Platz für Forschung – das dreigeschossige Haus L in der Müller-Breslau-Straße auf dem sogenannten Ostgelände wurde denkmalgerecht saniert
Lupe
Frische Farben, Platz für Forschung – das dreigeschossige Haus L in der Müller-Breslau-Straße auf dem sogenannten Ostgelände wurde denkmalgerecht saniert
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Als 2010 in der TU Berlin die Entscheidung getroffen wurde, bis Ende 2012 das Mietobjekt Franklinstraße aufzugeben, wurde für alle dort untergebrachten Nutzergruppen eine Lösung gefunden – mit Ausnahme der beiden biochemischen Fachgebiete. Gleichzeitig liefen die Vorbereitungen zu einem städtebaulichen Wettbewerb, mit dem das Ostgelände der TU Berlin neu geordnet werden sollte, denn aus heutiger Sicht entspricht die Bebauung des Areals weder in Geschosszahl und Dichte noch bautechnisch den geltenden Standards. Als Zeugnisse der unmittelbaren Nachkriegszeit sind die Bauten jedoch denkmalgeschützt.

Das „Gebäude L“ auf dem Ostgelände an der Müller-Breslau-Straße, das sein Kürzel der früheren Unterbringung der Lebensmittelchemie verdankt, stand bereits mehrere Jahre leer, da sich Pläne einer gemeinschaftlichen Sanierung im Rahmen einer Kooperation zerschlagen hatten. Strukturell erwies sich das dreigeschossige Laborgebäude schnell als optimal geeignet, um hier die Fachgebiete zur Biochemie und zur Biokatalyse unterzubringen. Gegenüber der Denkmalschutzbehörde war eine Sanierung des Gebäudes ein gutes Angebot, um langfristig eine Befreiung von dem Denkmalschutz der anderen TU-Bauten auf dem Ostgelände zu erreichen. Damit löste die Sanierung des Gebäudes nicht nur eine offene Frage zur räumlichen Unterbringung, sondern ebnete auch den Weg für die langfristige Umsetzung des städtebaulichen Konzepts der Architektengruppe „yellow Z“, die 2011 den Wettbewerb gewonnen hat.

Die rund 1500 Quadratmeter Nutzfläche des „Gebäudes L“ verteilen sich auf Labore, Büros und Lehrräume, darunter ein größerer Seminarraum für rund 60 Studierende.

Wie heute in jedem Bauprojekt beherrschte auch beim „Gebäude L“ der Brandschutz den Planungsprozess: Ein zweites Treppenhaus musste auf der Gebäuderückseite errichtet werden. Bei den Rohbauarbeiten stellte sich heraus, dass die Geschossdecke über dem ersten Obergeschoss ursprünglich eine Dachdecke war und das Gebäude später aufgestockt wurde, was zur Folge hatte, dass diese Decke nicht die brandschutztechnischen und statischen Anforderungen erfüllte.

Die keramischen Platten der Fassade konnten restauriert werden. Die aufwendigen und denkmalgerecht mehrfarbig lackierten Holzfenster wurden in TU-eigener Produktion hergestellt.

Auch im Inneren konnte der Charme der 50er-Jahre mit seiner unverwechselbaren Formensprache und der zeittypischen Farbgebung wieder sichtbar gemacht werden. Da heute hohe technische Anforderungen an einen modernen Laborbau erfüllt werden müssen, musste die Lüftungstechnik als Dachzentrale auf das Gebäude gestellt und denkmalgerecht durch eine Gitterrostverkleidung verhüllt werden.

Trotz dieser baulichen Mängel der vorhandenen Bausubstanz liegen die Baukosten unter 60 Prozent der Kosten eines vergleichbaren Neubaus, sodass der Kostenrahmen eingehalten wurde. Eine besondere Herausforderung war allerdings die strikte Einhaltung des Terminplans, denn die Franklinstraße musste fristgerecht geräumt werden. Zum Jahreswechsel 2012/2013 zogen die beiden Fachgebiete „Biochemie“ von Prof. Dr. Roderich Süßmuth sowie „Biokatalyse“ von Prof. Dr. Neldijko Budisa pünktlich in das Gebäude ein. Bauherr war die TU Berlin selbst, projektverantwortlich aus der TU-Bauabteilung Boris Höppner, als Architekten wurden Fissler Ernst Architekten tätig.

By: Martin Schwacke, Leiter der Abteilung IV Gebäude- und Dienstemanagement "TU intern" Februar 2014

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