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TU Berlin

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Forschung

Kabellos Strom tanken

Monday, 13. October 2014

TU Berlin begleitet den Betrieb der Berliner Elektrobusse auf der Linie 204 wissenschaftlich

Dietmar Göhlich führt mit seinem Team auch die technisch-wirtschaftliche Gesamtbewertung des E-Bus-Projekts durch
Lupe

Elektrisch mit dem Bus durch die Stadt und kabellos Strom „tanken“ – Berlin wird als erste europäische Hauptstadt auf einer kompletten Innenstadtlinie E-Busse mit induktivem Ladesystem testen. Im Sommer 2015 soll der Betrieb mit Elektro-Bussen auf der BVG-Linie 204 starten. Die Technische Universität Berlin hat mit Prof. Dr.-Ing. Dietmar Göhlich und seinem Team am Fachgebiet „Methoden der Produktentwicklung und Mechatronik“ die wissenschaftliche Leitung inne.

Die Elektrifizierung dieser Buslinie scheint sich aus ökologischer Sicht auszuzahlen: „Der E-Bus spart gegenüber dem Dieselbus 1300 Gramm CO2 pro Kilometer. Auf der gesamten Linie 204 sind das rund 260 Tonnen pro Jahr“, erklärt Dietmar Göhlich. Die Linie verbindet die TU Berlin mit dem TU-Campus EUREF und reicht vom Zoologischen Garten bis zum Südkreuz. Vier Zwölf-Meter-Busse werden für den elektrischen Betrieb auf der 6,1 Kilometer langen Linie eingesetzt. An den Endhaltestellen werden dafür unter dem Fahrbahnbelag Ladeplatten verlegt, sodass eine kontaktlose Energieübertragung möglich ist. „Die induktive Ladetechnik funktioniert wie das Aufladen einer elektrischen Zahnbürste, also kabellos“, so Göhlich. Durch Übertragungsleistungen von bis zu 200 Kilowatt beträgt die Ladezeit nur vier bis sieben Minuten. Die TU Berlin wird eine der zwei Ladestationen unweit vom Bahnhof Zoo auf dem TU-Gelände hinter der Bibliothek an der Hertzallee errichten und den Betrieb des Ladepunktes sicherstellen. Außerdem führt sie die technisch-wirtschaftliche Gesamtbewertung durch.

Seit 2011 engagiert sich TU-Professor Dietmar Göhlich für das Vorhaben: „Nachdem wir bei ersten Gesprächen mit der BVG 2011 auf offene Ohren gestoßen waren, haben wir eine Machbarkeitsstudie durchgeführt und verschiedene Ladesysteme geprüft.“ Schließlich haben sich die Wissenschaftler für die induktive Ladetechnologie der Firma Bombardier, den Bushersteller Solaris und die Antriebstechnik von Vossloh Kiepe entschieden. Der Bund fördert das Modellprojekt im Rahmen des „Internationalen Schaufensters Elektromobilität Berlin-Brandenburg“. Rund 1,3 Millionen Euro Fördermittel gehen an die TU Berlin, die BVG erhält insgesamt knapp 2,3 Millionen Euro. Außerdem sind die Berliner Senatsverwaltung und die Berliner Bezirke in das Projekt eingebunden.

Nach vielen Simulationen und Analysen folgt mit der Inbetriebnahme der E-Busse der Alltagstauglichkeitstest. Göhlich erläutert: „Auch bei alltäglichen Problemen wie Stau und Verspätung müssen wir sicherstellen, dass die Nachladung der Batterie gewährleistet ist.“ An der Haltestelle und Ladestation in der Hertzallee untersuchen TU-Wissenschaftler die sogenannten Verfügbarkeitsrisiken, das können beispielsweise Verschmutzungen in Form von metallischen Abfällen und extreme Witterungsverhältnisse wie Eis und Schnee sein. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Busklimatisierung. Da Heizung und Klimatisierung mit bis zu 50 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs des Busses echte „Energiefresser“ sind, arbeiten die Ingenieure am Fachgebiet „Methoden der Produktentwicklung und Mechatronik“ gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Martin Kriegel und dem Institut für Energietechnik an einer energieeffizienten Lösung.

By: Jana Bialluch "TU intern" Oktober 2014

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