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TU Berlin

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Forschung

Je kleiner, desto besser: Winzlinge im All

Monday, 13. October 2014

Forschungszentrum für Nanosatelliten eröffnet

Professor Klaus Brieß, Leiter des Nanosatellitenzentrums, präsentiert einen der kleinen Satelliten
Lupe

Ein Satellit ist meist so groß wie ein Bus und ein paar Hundert Kilogramm schwer. Etwa 20 000 Euro kostet es pro Kilogramm, solch einen Satelliten mit einer Rakete in den Orbit zu befördern. Am Fachgebiet Raumfahrttechnik der TU Berlin werden Kleinstsatelliten entwickelt, die in eine Handtasche passen und nur ein bis 15 Kilo wiegen. In dem kürzlich eröffneten Zentrum für Nanosatelliten auf dem Campus Charlottenburg wird derzeit gemeinsam mit Studierenden an sieben Satelliten geforscht.

„Das neue Forschungszentrum ist nicht nur ein Ort für Innovationen, sondern auch für den Nachwuchs, der sich hier auf Herausforderungen in Wissenschaft und Industrie sehr gut vorbereiten kann“, so TU-Präsident Prof. Dr. Christian Thomsen.

Die TU Berlin ist in dem Gebiet Spitzenreiter: Seit nunmehr 25 Jahren forscht die Universität an Kleinstsatelliten. Großes Renommee erwarb sie unter anderem mit der TUBSat-Flotte, die hochauflösende Aufnahmen von der Erde geliefert hat. „Wir haben insgesamt zehn Satelliten erfolgreich in den Orbit gebracht“, berichtet Prof. Dr.-Ing. Klaus Brieß, Leiter des Fachgebiets Raumfahrttechnik. „So viele Satelliten wie die TU Berlin hat weltweit keine andere Universität.“ Und ein vergleichbares Forschungszentrum gebe es ebenfalls an keiner weiteren Hochschule, führt der Raumfahrtingenieur aus. Das kommt auch den Studierenden zugute: „Wir verbinden die Lehre mit dem Experiment. Unsere Studierenden arbeiten in den hochkarätigen Projekten mit“, so Klaus Brieß.

Das Nanosatelliten-Forschungszentrum in der Marchstraße umfasst 330 Quadratmeter. Dazu gehört ein Missionskontrollzentrum, von dem aus die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit den aktiven TU-Satelliten kommunizieren, wenn sie für ein paar Minuten über Berlin erscheinen. Außerdem gibt es einen elektrostatisch-geschützten Integrations- und Testbereich mit Thermalkammer, Vakuumkammer und Lagerregelungsstand sowie Computerarbeitsplätze und einen Besprechungsraum. Einer der Satelliten, die in dem neuen Labor gebaut werden, ist TUBIN, der, ausgestattet mit Infrarotkameras, ab 2016 Waldbrände detektieren soll. Ziel der TechnoSat-Mission, die voraussichtlich 2015 startet, ist die Weltraumerprobung neu entwickelter Komponenten und Subsysteme für Nanosatelliten. Dabei wird auch ein wiederverwendbarer Nanosatellitenbus entwickelt, ein technikbepacktes Gehäuse, der Nutzlasten wie Kameras oder Messinstrumente transportiert. Beide Projekte werden durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.

By: Jana Bialluch "TU intern" Oktober 2014

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