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Hochschulpolitik

Den Nerv der Zeit getroffen

Dienstag, 08. Dezember 2015

30 neue IT-Professuren und ein neues Förderprogramm für Mittelstand 4.0 – Berlins Regierender Bürgermeister und der Präsident der TU Berlin legen 10-Punkte-Agenda für die Entwicklung Berlins zur IT-Hauptstadt vor

Probefahrt im autonomen Wagen: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und TU-Präsident Christian Thomsen (v. r.)
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Angedachte thematische Verteilung der IT-Professuren (ohne Berücksichtigung der Anzahl)
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Sie waren die ersten Fahrgäste. Und sie führten damit plastisch vor Augen, worum es geht bei der zukunftsweisenden Agenda „Berlin auf dem Weg zur digitalen Hauptstadt“, die sie am 7. Dezember 2015 vorstellten: Zufrieden stiegen Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und Prof. Dr. Christian Thomsen, Präsident der TU Berlin, aus einem autonom fahrenden Wagen vor dem Hauptgebäude der TU Berlin aus – nach einer erfolgreichen Probefahrt über die Straße des 17. Juni mit dem Auto der Forschergruppe „autoNOMOS“ von Prof. Dr. Raúl Rojas und Prof. Dr. Daniel Göhring von der FU Berlin.

In nur fünf Monaten wurden zehn strategische Projekte entwickelt. Dafür hatte sich Ende Juni 2015 der „Berliner Arbeitskreis für Digitalisierung“ gegründet, an dem mehr als 50 Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft teilnahmen. „Der Digitalisierung kommt bei der Entwicklung von Berlin eine Schlüsselrolle zu“, so der Regierende Bürgermeister Michael Müller. „Gleich, ob bei Smart City-Themen, Industrie 4.0 oder vielen Geschäftsmodellen der Start-ups. Hier setzt Berlin nun die entsprechenden Rahmenbedingungen.“

Um Berlin als die Digitale Hauptstadt voranzutreiben, werden zunächst 30 neue Professuren geschaffen und herausragende Persönlichkeiten als Visiting Fellows in die Hauptstadt geholt. Die beteiligten Berliner Hochschulen wollen dafür bei der Einstein Stiftung ein Zentrum „Digitale Zukunft“ beantragen, das zum deutschlandweit einmaligen hochschulübergreifenden Nukleus für Digitalisierung werden soll.

„In nur fünf Monaten haben wir bereits die Finanzierung von über 20 Professuren eingeworben – das ist im bundesweiten Vergleich herausragend“, erklärt TU-Präsident Christian Thomsen. „Sie werden an allen beteiligten Hochschulen angesiedelt. Es zeigt, dass wir den Nerv der Zeit getroffen haben und dass der Berliner Wissenschaftsstandort so attraktiv und innovativ ist, dass man gerne und zuversichtlich in ihn investiert!“

Parallel zu den Förderzusagen aus der Wirtschaft und von außeruniversitären Einrichtungen wird das Land Berlin seine Open-Access-Kultur massiv vorantreiben sowie auch Start-ups und den Mittelstand fördern. Der Finanzumfang beträgt pro Jahr rund fünf Millionen Euro. 

Auch bei der Infrastruktur sind innovationsfreundliche Rahmenbedingungen geplant. Dazu wird der nächste technologische Standard „5G“ in ausgewählten Berliner Testgebieten etabliert. Es werden Räume geschaffen für die Erprobung innovativer digitaler Lösungen wie etwa das autonome Fahren, für Forschung, Unternehmen und Start-ups. Für die Letzteren wird 2016 ein neues Kreditprogramm für innovative Gründungen und die Digitalisierung des Mittelstandes starten.

Daneben umfasst die Agenda auch Maßnahmen zur Stärkung der E-Health-Kompetenz Berlins, der Förderung von Frauen in der IT-Forschung sowie der Entwicklung von Lernmodulen zum Thema Digitalisierung für die Aus- und Weiterbildung. Geplant ist ebenso ein gemeinsamer Antrag der Berliner Universitäten und der Charité für die neue Runde der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern, die Bewerbung um ein nationales Internet-Institut beim Bundesbildungsministerium und die Gründung eines digitalen CityLabs. Ein gemeinsamer Ort in der Stadt soll das Lab, das Open-Access-Büro sowie die Geschäftsstelle des Einstein-Zentrums beherbergen.

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