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Lehre & Studium

Modellbau: Götter zum Anfassen

Dienstag, 08. Dezember 2015

Lupe

Viele große Errungenschaften des antiken Griechenland leben in Dichtungen, Dramen und auch in der Architektur weiter. Doch vieles ist auch unwiederbringlich verloren oder existiert nur bruchstückhaft in überlieferten Texten, Zeichnungen oder Ruinen. Zum Beispiel der Zeustempel von Olympia, im fünften vorchristlichen Jahrhundert der dominierende Bau im olympischen Heiligtum. Mit seinen 64 Metern Länge, 28 Metern Breite und 20 Metern Höhe zählt der Tempel zu den bedeutendsten Bauwerken der frühklassischen Architektur.

Anfang November 2015 präsentierte das Team von Burkhard Lüdtke vom Fach Modellbau an der TU Berlin in der Wandelhalle des Abgeordnetenhauses von Berlin anlässlich der Jahresversammlung der Deutsch-Griechischen Versammlung eine erste Ausarbeitung für ein einzigartiges Modell des Zeustempels von Olympia. Eine über Jahre hinweg an der TU Berlin entwickelte Technik und Materialverbindung wird den Zeustempel im Wortsinn „begreifbar“ machen, auch für Blinde. „Wir wollen ein Objekt präsentieren, das visuell und zugleich taktil erfahrbar ist“, so Burkhard Lüdtke.

Der Tempel entsteht im Maßstab 1:25 nach neuesten archäologischen Erkenntnissen, 3000 x 120 x 80 Zentimeter groß. Mehr als 10 000 Arbeitsschritte sind notwendig, um dieses Modell aus über 2000 Bauelementen herzustellen.

„Im Inneren des Modell-Tempels thront die Skulptur des Zeus, eines der sieben Weltwunder der Antike, dreidimensional, ,begreifbar‘ für alle, eine Gottheit zum Anfassen“, erklärt Burkhardt Lüdtke. Doch die finale Umsetzung des Modells kostet auch viel Geld. Noch ist das Team auf der Suche nach Sponsoren.

 

 

tui "TU intern" Dezember 2015

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