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Wahl-Spezial

Hochschullehrerinnen und -lehrer: Professor_innen in der Reformfraktion/Liste 2

Freitag, 16. Januar 2015

Wir brauchen eine demokratische Wissenschaft

Listenplatz 1: Peter Hildebrandt
Lupe

Es gibt wahrscheinlich nichts Produktiveres als eine Unternehmung, bei der alle Mitarbeiter_innen auch engagierte Beteiligte sind. Die universitäre Selbstverwaltung bietet die Möglichkeit, mitzuentscheiden, wie unsere Universität in Zukunft aussehen soll. Dies erfordert jedoch das aktive und solidarische Engagement aller Statusgruppen – gerade in der gegenwärtigen Situation.

Der für 2015 geplante TU-Haushalt hat eine Unterdeckung von circa zehn Millionen Euro. Die Streichung von Fachgebieten soll helfen, eine Steigerung der Unterdeckung mit zu verhindern. Gleichzeitig wird trotz ständig sinkender Mittel ein Mehr an Leistung in Forschung und Lehre, Verwaltung und Werkstätten erwartet. Die fehlende Grundausstattung und der Versuch, sie mit Drittmitteln zu kompensieren, verändert die Handlungslogik aller Beteiligten. Die Drittmittelgeber haben unübersehbar Einfluss bis in die Struktur der Beschäftigungsverhältnisse und in die Lehre hinein.

Sind wir auf dem richtigen Weg, um wissenschaftliche Antworten auf gesellschaftliche Probleme und Herausforderungen zu finden? Freiheit von Forschung und Lehre bedeutet, dass sie nicht durch finanzstarke Partialinteressen und nicht durch prekäre Arbeits- und persönliche Abhängigkeitsverhältnisse behindert werden dürfen. Kreativität und die Entwicklung innovativer Strategien sind mit zunehmender Arbeitsverdichtung und steigendem Leistungsdruck nicht vereinbar.

Es ist das Ziel der Professor_innen in der Reformfraktion, sich dieser Entwicklung entgegenzustellen. Wir sehen uns dabei Seite an Seite mit den wissenschaftlichen und sonstigen Mitarbeiter_innen sowie den Studierenden, deren Qualifizierungs-, Arbeits- und Studienbedingungen sich durch die stetig sinkenden Mittel kontinuierlich verschlechtern. Wir arbeiten in allen hochschulpolitischen Gremien eng mit den Vertreterinnen und Vertretern der übrigen Statusgruppen, mit der ver.di-Liste und der Mittelbauinitiative, zusammen und unterstützen deren berechtigte Ansprüche auf eine gute, produktive Arbeits- und Studiensituation.

Wir werden die Finanzsituation der TU Berlin, den Wettbewerb um Drittmittel, die Qualität von Lehre und Forschung sowie die Arbeitssituation von Hochschullehrer_innen, Mittelbau, Verwaltung und Studierenden weiterhin kritisch im Blick behalten und konstruktiv mitgestalten!

"TU intern" Januar 2015

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