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TU Berlin

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Alumni

Respekt ist nicht gleich Sympathie

Montag, 23. Februar 2015

Alumnus Stephan Feige hat die internationale Wertschätzung der „Marke Deutschland“ untersucht

Im Anlagen- und Maschinenbau gilt Deutschland als Nummer 1, hat Stephan Feige festgestellt
Lupe

Das Image deutscher Produkte ist weltweit hervorragend. Besonders in den BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) sind sie gut positioniert. Deutschland punktet bei den Kriterien „Qualität“, „Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit“ sowie „Weltoffenheit“. So lautet das Fazit einer Studie des Instituts für Marketing an der Universität St. Gallen und der htp St. Gallen Managementberatung AG. Weltweit wurden 4041 Personen aus 14 Wirtschaftsnationen befragt. Für Dr. Stephan Feige, TU-Alumnus und Leiter der Studie, ist das Ergebnis nicht sehr überraschend:

„Im Anlagen- und Maschinenbau wird Deutschland als Nummer 1 wahrgenommen. Im Banking liegt Deutschland auf dem zweiten Platz hinter der Schweiz. Bei den Kunden löst ,Made in Germany‘ aufgrund der besseren Beurteilung die Bereitschaft aus, einen bis zu 20 Prozent höheren Preis als bei Produkten ohne deklarierte Herkunft zu bezahlen. Erfolg schafft Respekt, macht aber nicht unbedingt beliebt. Während Deutschland bei Erstem gute Noten bekommt und direkt hinter der Schweiz liegt, sind die Sympathiewerte deutlich niedriger auf einem Niveau mit der USA und Japan“, referiert Stephan Feige das Fazit der Studie.

Im Vergleich mit US-Amerikanern, Indern oder auch Schweizern äußern sich die Deutschen selbst weniger anerkennend über ihr eigenes Land oder dessen Produkte: „Natürlich ist ein gesundes Selbstbewusstsein gerade bei Maschinenbauern und in der Automobilindustrie nicht zu leugnen, aber in der breiten Masse werden ,deutsche Wertarbeit‘ und Zuverlässigkeit eigentlich als eine Selbstverständlichkeit angesehen. Wenn wir dagegen die BRIC-Staaten betrachten, dann sind dort Qualitätsprodukte eben nicht so alltäglich und werden wesentlich mehr geschätzt, als dies in Deutschland der Fall ist.“

Der gebürtige Berliner schloss Anfang der 90er-Jahre sein Studium der Betriebswirtschaft an der TU Berlin ab und promovierte an der Universität St. Gallen (HSG) im Bereich „Handelsorientierte Markenführung“. Für seine Promotion wurde er 1996 mit dem ersten Preis des deutschen Markenverbandes ausgezeichnet. Seit 1999 arbeitet er als Unternehmensberater in der htp St. Gallen Managementberatung AG, einem Spin-off der Universität St. Gallen. „Bereits während meines Studiums an der TU Berlin konnte ich mich bei Prof. Dr. Volker Trommsdorff mit Konsumentenverhalten sowie bei Prof. Dr. Hermann Krallmann mit Statistik und IT-Systemen beschäftigen. Das waren gute Voraussetzungen für meine Promotion und die jetzige Tätigkeit“, sagt Stephan Feige.

Christiane Petersen

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