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TU Berlin

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Alumni

„Ich möchte etwas zurückgeben!“

Freitag, 12. Dezember 2014

Ernst Joachim Trapp über Auslandserfahrungen und den Kulturwandel auf Baustellen

Ernst Joachim Trapp und die Preisträgerin Marie Dörbaum
Lupe

Seit 18 Jahren stiftet TU-Alumnus Dr. Ernst Joachim Trapp zum Andenken an seinen Vater den „Dr.-Ing. Ernst Trapp-Preis“. Mit dem Preis zeichnet die Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e.V. Absolventinnen und Absolventen der Fächer Bau- und Wirtschaftsingenieurwesen für besonders hervorragende Studienleistungen und soziales Engagement aus. Auf der Absolventenfeier der Bauingenieure am 7. November 2014 überreichte der Stifter den Preis persönlich. Je 1500 Euro erhielten Tabea Broecker, Marie Dörbaum, Marcus Reuner und Stou Iankov.

Der Vater, Dr.-Ing. Ernst Trapp, studierte in den Zwanzigerjahren an der TH Berlin-Charlottenburg Bauingenieurwesen. Kurz nach dem bestandenen Diplom startete seine Karriere mit einer persönlichen Einladung König Amanullah Khans von Afghanistan. Als Chef des afghanischen Straßenbauamtes leitete er zwei Jahre lang den Bau einer Hochgebirgsstraße über den Salang-Pass. „Vielleicht hatte mein Vater aufgrund dieser frühen Erfahrungen im Ausland auch später als Bauunternehmer immer die ganze Welt im Blick. Damit formte er das von meinem Urgroßvater 1872 in Wesel am Niederrhein gegründete Unternehmen F. C. Trapp zu einem internationalen Bauunternehmen von Weltruf“, erzählt Ernst Joachim Trapp.

„Nach dem Krieg gab es im zerstörten Deutschland für Bauunternehmen viel zu tun. Doch mein Vater und später mein Bruder und ich konnten auch das Auslandsgeschäft der Firma ausweiten. Ich lernte das internationale Bauwesen lange vor meinem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens mit Schwerpunkt Bauingenieurwesen kennen, als ich von meinem Vater im Alter von 17 Jahren als Dolmetscher zu Auftragsverhandlungen in den Irak mitgenommen wurde – eine Aufgabe, bei der ich nicht nur besser Englisch lernte, sondern auch, wie man auf Baustellen in fernen Ländern Verständigungsschwierigkeiten überwindet“, sagt Ernst Joachim Trapp, der das Unternehmen „TCI Trapp Construction International GmbH“ gemeinsam mit seinem Sohn Max, ebenfalls Alumnus der TU Berlin, konsequent in Richtung Projektentwicklung und EPCM (Engineering, Procurement, and Construction Management) weiterentwickelt hat.

Für Ernst Joachim Trapp ist die gute Ausbildung mit so anerkannten Professoren wie Horst Wagon und Konrad Mellerowicz keine Selbstverständlichkeit. Bis heute hat er die Verbindung zu seiner Alma Mater über die Gesellschaft von Freunden der TU Berlin gehalten: „Ich bin froh, dass ich heute etwas zurückgeben kann. Das ist auch einer der Gründe dafür, dass ich diesen Preis gestiftet habe. Die Erfahrungen meines Lebens, besonders die Auslandserfahrungen, haben mir gezeigt, dass nicht allein Leistung zählt, sondern auch wie man Menschen vorurteilslos und mit Anteilnahme begegnet. Deshalb liegt mir viel daran, auch soziales Engagement zu belohnen. Besonders gefällt mir, dass immer mehr junge Frauen die Ausbildung zur Bauingenieurin wählen. Das bringt einen echten Kulturwandel auf den Baustellen mit sich“, sagt Ernst Joachim Trapp.

Christiane Petersen

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