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Vermischtes

Lese-Sommer: Eine Million Affen

Freitag, 25. Juli 2014

Lupe

Literatur- und Naturwissenschaften, kann man sie vergleichen? Ist die eine hochwertiger als die andere? Wer darf sich intellektuell nennen? Seit mehr als 100 Jahren beschäftigen sich Wissenschaftler mit diesem Problem. Zuerst war da das Gedankenexperiment: Wenn die Zeichen, mit denen wir Weltliteratur erschaffen, endlich sind, dann müsste man berechnen können, wie vieler Kombinationen es bedürfte, damit aus einer zufälligen Buchstabenkombination zum Beispiel Shakespeares Werke entstünden. Könnte man Schriftsteller durch eine Buchstabenkombinationsmaschine ersetzen, oder durch Millionen Affen mit Schreibmaschinen, die zufällig eine unendliche Zeit darauf herumhacken und damit eine Universalbibliothek erschüfen? Alles, was man jemals aus Buchstaben schreiben könnte? Tatsächlich ist das in begrenztem Rahmen versucht worden. Doch erst den Technikwissenschaften gelang es 2011, das sogenannte „Infinite-Monkey-Theorem“ experimentell umzusetzen, mit dem „Million Monkey Project“, einem Big-Data-Projekt, das die, allerdings beschränkten, Kombinationen per Computer simulierte. Aus 180 Milliarden Buchstabengruppen pro Tag, die die virtuelle Affen produzierten, war nach 46 Tagen tatsächlich die Shakespeare-Gesamtausgabe entstanden. Dieses Problem griff Hans-Christian von Herrmann, Professor für Literatur und Wissenschaften der TU Berlin, in seiner Antrittsvorlesung auf, die nun in Buchform erschienen ist.

Hans-Christian von Herrmann
„Literatur und Entropie“
Duncker & Humblot Verlag Berlin 2014, 12,90 Euro (auch als E-Book)

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