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TU Berlin

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Forschung

Gesundheitssysteme im Wandel

Freitag, 15. November 2013

Das TU-Fachgebiet wurde erneut von der Weltgesundheitsorganisation zum Partner gewählt

Das Team des WHO Collaborating Centre an der TU Berlin erstellt vergleichende Analysen internationaler Gesundheitssysteme: Reinhard Busse, Dimitra Panteli, Ewout van Ginneken (v. l.)
Lupe

Im August 2013 designierte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Fachgebiet Management im Gesundheitswesen der TU Berlin von Prof. Dr. Reinhard Busse erneut als „WHO Collaborating Centre for Health Systems Research an Management“. Diese Zentren – Forschungseinrichtungen, die die WHO in 80 Ländern weltweit ernannt hat – unterstützen deren Arbeit und Programme zur Untersuchung von Themen wie Krankenpflege, Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Seuchen und ansteckende Krankheiten, Ernährung, psychische Gesundheit, chronische Krankheiten und Medizintechnologie.

„In Deutschland gibt es für Gesundheitssysteme insgesamt nur zwei solche Zentren“, erklärt Dr. Ewout van Ginneken. Er ist Koordinator des WHO Centre an der TU Berlin. „Durch unsere Zusammenarbeit mit der WHO können wir den internationalen Einfluss für die deutsche Forschung erhöhen und sie bekannter und sichtbarer machen“, ergänzt Reinhard Busse.

Doch durch den Kontakt mit der europäischen Gesundheitsorganisation „Health Observatory“ und die Beteiligung an weiteren EU-finanzierten Projekten und Netzwerken des Instituts kooperieren die TU-Wissenschaftlerinnen und TU-Wissenschaftler mit zahlreichen weiteren Collaborating Centres weltweit.

„Zwei Schwerpunkte bestimmen unsere Arbeit“, sagt Ewout van Ginneken. „Der erste beschäftigt sich mit den Profilen der europäischen Gesundheitssysteme im Wandel, den ,Health Systems in Transition‘ oder ,HiTs‘. In Zusammenarbeit mit Experten im jeweiligen Land werden hier gründliche Analysen der nationalen Gesundheitssysteme erstellt.“ In Berlin sind entsprechende Länderberichte zu Bulgarien, Deutschland, Estland, Lettland, Litauen, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und den USA erstellt worden. An den Berichten für Luxemburg, Mazedonien und Serbien wird derzeit gearbeitet. Alle Berichte werden auf den Webseiten des European Observatory zugänglich gemacht.

Der zweite Schwerpunkt liege auf der vergleichenden Untersuchung, wie mit chronischen Erkrankungen in Europa umgegangen wird, so Ewout van Ginneken. 2010 publizierte das European Observatory die große Studie „Tackling Chronic Disease in Europe: Strategies, interventions and challenges“. Außerdem erarbeitete das WHO Centre an der TU Berlin drei weitere politisch relevante Studien: Dazu gehört ein Buch zu einem Projekt über DRG-Systeme (Diagnosis-related Groups), an dem elf Partner unter der Leitung des Fachgebiets Management im Gesundheitswesen mitgewirkt haben. Ein DRG-System ist eine Patientengruppe mit ähnlichen klinischen Merkmalen, deren Behandlung zugleich einen vergleichbar hohen Ressourcenverbrauch aufweist. Ein weiteres Buch vergleicht auf der Basis der „HiT-Profile“ die internationalen Gesundheitssysteme und stellt Trends und Wandel dar. Die dritte europaweit angelegte Studie beschäftigt sich mit der Messung, Überwachung und Verbesserung der Qualität in europäischen Gesundheitssystemen. „Unsere Zusammenarbeit mit der WHO und auch mit dem Observatory gibt uns nicht nur die Gelegenheit, eine übergeordnete Plattform zur Verbreitung unserer Arbeit zu nutzen“, erklärt Reinhard Busse, „sondern eröffnet uns und damit der TU Berlin ein wichtiges Netzwerk zu hohen akademischen Institutionen, nationalen und internationalen Entscheidungsträgern und Organisationen wie der WHO, der Weltbank und der OECD. Überall dort sind wir gern gesehene Gesprächspartner.“

www.mig.tu-berlin.de

www.healthobservatory.eu

Patricia Pätzold

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