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TU Berlin

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Lehre & Studium

„Meet the Mensa“ – mit Frische und Gütesiegel

Freitag, 15. November 2013

Der Verein „Kulina e.V.“ hat das Essen in der Mensa unter die Lupe genommen

Modern aufgemacht, appetitliches Essen: die Studentenwerks-Mensa Hardenbergstraße
Lupe

4000-mal Mittagessen, und das jeden Tag: völlig normal! Zumindest für die Mensa des Studentenwerks an der TU Berlin. Hier werden Hungrige schnell versorgt und das vor allem günstig. Aber kann das auch gut sein? Der Verein „Kulina e. V.“ hat in der größten Mensa Berlins hinter die Kulissen geschaut.

Die Kühlung rauscht leise, in den Putzmittelgeruch mischen sich langsam Düfte unterschiedlicher Speisen. Eine junge Frau in weißem Kochkittel kommt herein und deckt die einzelnen Schalen an der Salattheke auf: Feldsalat, Zwiebeln, Tomaten, Gurken, Paprika, Karotten und Eisbergsalat kommen zum Vorschein. Florence Klement steht daneben und blickt prüfend in die gefüllten Vitrinen. Die 22-Jährige studiert an der TU Berlin Wirtschaftsingenieurwesen im 8. Semester. Heute sieht sie zum ersten Mal, wie das, was zwischen zwei Vorlesungen auf ihrem Teller landet, zubereitet wird. „Ist das hier denn wirklich alles so frisch, wie es aussieht?“, möchte sie wissen.

Florence ist für den Verein Kulina e. V. unterwegs, den sie vor drei Jahren selbst mit Freunden gegründet hat. Ihr Ziel: jungen Leuten zu helfen, die von Vitaminen, guten Zutaten und Kochen keine Ahnung haben. Dazu bietet der Verein unter anderem Kochkurse an, bei denen alle nur das zahlen, was sie sich leisten können.

Bei ihren Mitschülerinnen und Mitschülern damals im Wedding gab es vor allem Fertiggerichte und Süßigkeiten. Das will Florence mit ihrem Verein ändern. Deswegen besuchen die Vereinsmitglieder Orte, an denen Lebensmittel verarbeitet werden. Heute heißt es „Meet the Mensa“.

„Das Gemüse ist erst vor ein paar Minuten geschnitten worden, es ist also alles total frisch“, erklärt Hans Joachim Gabriel, Leiter des Studentenwerks Berlin. Er steht mit Florence, Manuela und Jana, ebenfalls ehrenamtliche Kulina-Mitglieder, vor der Salattheke. Mensa-Mitarbeiter stellen Schälchen mit Quark und Früchten in andere Vitrinen. Auf die Zutaten ist Gabriel stolz: Nur Bio-Eier und nachhaltig gefangene Fische – mit dem Gütesiegel MSC zertifiziert – kommen auf die Teller. Und auf Manuelas Frage nach Geschmacksverstärkern und genmanipulierten Lebensmitteln schüttelt er den Kopf: Fehlanzeige!

Über jeder Theke hängt ein Speiseplan. Darauf leuchten grüne, gelbe und rote Punkte. Das ist die neue „Gastronomische Ampel“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Grün empfiehlt „beste Wahl“, Gelb „immer mal wieder“ und Rot „eher selten“. Aber natürlich solle jeder schon selbst wissen, was er essen will.

Wenn Studierende schummeln, zum Beispiel ein Ei unter dem Salat verstecken oder zusätzliches Obst in den Quark mogeln, was leider hin und wieder vorkommt, findet Gabriel, der die Tricks kennt, das eher nicht lustig, weil sich das langfristig auch auf die Preise auswirken könne. Momentan kostet ein Menü mit Hauptspeise und Dessert etwa 2,40 Euro. Das funktioniere nur, weil ein großer Teil des Budgets vom Berliner Studentenwerk in die Mensen fließe.

„Kulina e. V.“ freut sich immer über Ehrenamtliche, die sich für die Ernährungsaufklärung und Esskultur junger Menschen engagieren möchten.

klement@kulina-ev.de
www.kulina-ev.de

Anja Meyer, Kulina e. V.

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