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TU Berlin

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Lehre & Studium

Planung am Wasser – „StadtspreeKiezspree“

Freitag, 15. November 2013

Wie Studierende im „Urban Research and Design Laboratory“ zusammen mit Experten den Herausforderungen der Berliner Stadtentwicklung begegnen

Blick auf die Oberbaumbrücke, die die Stadtteile Kreuzberg und Friedrichshain verbindet. Dieser Spreeraum ist ein wichtiger Entwicklungsraum der Berliner Innenstadt
Lupe

Städtebaulich bietet Berlin aufgrund seiner bewegten Geschichte viel Raum für Planung, Ideen, Innovationen. Besonders die Gebiete entlang der Oberen Stadtspree stellen nicht nur für Planer, sondern auch für die Bewohnerinnen und Bewohner, für weitere lokale Akteure sowie für die Verwaltung ein wichtiges Arbeitsfeld für den innerstädtischen Stadtumbau dar. Das Planungslabor „Urban Research and Design Laboratory“ der TU Berlin (U-Lab) konnte hier einen bedeutenden Beitrag leisten: Mit seinem Projekt „StadtspreeKiezspree“ ging es als Gewinner eines Ideenaufrufs der Initiative „Mediaspree Versenken“ zur zukünftigen Entwicklung des Areals hervor.

Das U-Lab ist ein Studienreformprojekt, das mit professionellen Partnern aus der Stadtplanung und Verwaltung zusammenarbeitet, Studierende damit an die Praxis heranführt und so einen Brückenschlag zwischen Lehre und Forschung vollzieht.

„Das Gebiet an der Oberen Stadtspree unterliegt in besonderer Weise dem Berliner Strukturwandel. Es gibt vielfältige Konflikte zwischen den verschiedenen Akteuren“, erklärt Dr. Paola Alfaro d’Alençon. „Hier treffen die Ansprüche einer wachsenden europäischen Innenstadt auf die Wünsche nach einem innerstädtischen Raum für die Kreativwirtschaft und experimentelle Pioniernutzungen. Die exponierte Wasserlage bietet innerhalb dieser Pole natürlich viel Raum für Ideen, während die Frage nach städtebaulichen Planungsansätzen, nach Instrumenten, nach Leitbildern, die auch den umliegenden Kiezen gerecht werden, ungeklärt ist“, zählen die beiden Projektleiterinnen auf. Dr. Paola Alfaro d’Alençon und Dr. Daniela Konrad initiierten das sogenannte „U-Lab“, das am Institut für Architektur der TU Berlin angesiedelt ist, vor drei Jahren. Ihre Philosophie ist es, die universitäre Lehre mit der Städtebaupraxis zu verbinden. Eben die Wasserlage im Planungsgebiet machten die Studierenden zum Mittelpunkt ihrer Idee „StadtspreeKiezspree“. Sie realisierten diese Idee mit dem Ansatz, den öffentlichen Spreeraum konsequent vom Wasser aus zu denken sowie diesen zusammen mit Akteuren auf Stadt- und Kiezebene zu entwickeln. Exkursionen, Interviews, Veranstaltungen vor Ort für die Bewohner und Akteure, die Zusammenarbeit mit internen und externen Fachleuten standen von Anfang an im Mittelpunkt des Konzepts. „Kurze Wege“ und „Alltagskiez“ waren die Stichworte. Zum Beispiel erkannten sie den Ostbahnhof als wichtiges Infrastrukturelement, das aber in isolierter Position liegt. Durch einen großzügigen Bahnhofsvorplatz, gerahmt von einer markanten Bebauung und „Freiraumfugen“, soll er zum Fluss hin geöffnet werden und so, mit Terminal für einen „Spreebus“, zu einem kompakten, für Bewohner und Besucher attraktiven, gut vernetzten Dienstleistungsstandort entwickelt werden. „Wir freuen uns sehr über den Erfolg unserer Arbeiten zur Oberen Stadtspree, weil wir damit Bestätigung für das Funktionieren unseres Lehrkonzepts finden: die schwerpunktmäßige Begleitung von Planungsvorhaben an sensiblen Standorten und komplexen Planungsprozessen, die den immer dringlicheren Wissenstransfer zwischen universitären und außeruniversitären Partnern fördert“, so die „U-Lab“-Gründerinnen. Noch in diesem Jahr wird eine Publikation mit dem Titel „StadtspreeKiezspree – Strategien für öffentliche Räume an der Oberen Stadtspree in Berlin“ erscheinen, die die akademischen Entwurfs- und Forschungsbeiträge in Zusammenarbeit mit der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Experten aus der Planungspraxis und lokalen Akteuren in Berlin dokumentiert.

In Zusammenarbeit mit Dipl.-Ing. Bettina Bauerfeind führt das Planungslabor momentan ein durch die Wüstenrot Stiftung gefördertes Lehrforschungsprojekt zur aktuellen Planungskultur in Deutschland durch. Im Januar 2014 findet in diesem Rahmen ein Symposium statt. Durch das Format der Lehrforschung können auch hier Studierende wieder in enger Zusammenarbeit mit Experten aktiv werden.

http://ulab.architektur.tu-berlin.de/ulab

Patricia Pätzold

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