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Europäisches „Urban Design“ für chinesische Metropolen

Montag, 23. Februar 2015

Die Gastwissenschaftlerin Prof. Dr. Wei Zesong forscht für eine Verbesserung der Lebensqualität in chinesischen Ballungsräumen

Wei Zesong
Lupe

Schon wenn man in Peking aus dem Flugzeug steigt, wird einem klar, unter welchen Problemen die chinesische Metropole mit ihren 20 Millionen Einwohnern zu leiden hat. Es sind Umweltprobleme – man kann kaum atmen. Doch nicht nur in Peking, sondern weltweit sehen sich Ballungsräume mit zunehmender Bevölkerungsdichte vor immer mehr Herausforderungen hinsichtlich Umwelt und Lebensqualität gestellt. Die hohe Wirtschaftskraft der Metropolen ermöglicht es jedoch auch, intelligente Lösungen zu entwickeln. Dazu gehört auch die Idee der „Smart Cities“. Durch integrierte Planung und konsequente Nutzung technischer und organisatorischer Möglichkeiten lässt sich eine Minimierung der Umweltbelastung und damit eine Verbesserung der Lebensqualität erreichen.

Die Architektin Prof. Dr. Wei Zesong von der School of Architecture and Integrative Design an der Beijing Jiaotong University nimmt sich dieser Problematik an. Bei ihren Arbeiten geht sie von der Vorstellung aus, dass Städte dynamischen Veränderungen unterworfen sind, die sich gegenseitig bedingen. „Hier am Institut für Architektur beschäftige ich mich mit der ,Urban Gallery‘, einem Planungswerkzeug zur Entscheidungshilfe, das es ermöglicht, ein spezifisches Territorium zu betrachten, Elemente darin zu identifizieren und die Probleme und Möglichkeiten im urbanen Kontext zu erkennen. Die Methode besteht aus unterschiedlichen Ebenen, die dazu beitragen, ein Territorium zu verstehen und darauf zu handeln. Diese Ebenen sind darauf ausgerichtet, inklusive Diskussionen zu führen, räumliche, ökonomische, politische und soziale Aspekte in einer nachhaltigen Art und Weise einzubeziehen und komplexe Dynamiken wie Smart-City-Entwicklungen zu steuern“, sagt Wei Zesong. Für ein Jahr, vom Januar 2014 bis Januar 2015, forscht Wei Zesong auf Einladung von Prof. Raoul Bunschoten am Fachgebiet für nachhaltige Stadtentwicklung und Städtebau der TU Berlin. Ihr Aufenthalt wurde vom China Scholarship Council (CSC) finanziert.

Kennengelernt hatte sie Prof. Dr. Raoul Bunschoten über ihren Mentor Prof. Dr. Zeng Jian, den Dekan ihrer Fakultät an der Jiaotong. „Raoul Bunschoten war viele Male in Peking, und wir haben oft miteinander diskutiert. Von seinem städtebaulichen Forschungsprojekt ,Smart Sustainable Districts‘ (SSD) war ich bald vollkommen überzeugt, denn obwohl für europäische Städte entwickelt, bietet diese Urban-Design-Methodik auch in China sinnvolle Lösungswege für innovative und vernetzte Stadtplanung“, berichtet Wei Zesong.

Die hübsche chinesische Wissenschaftlerin konnte ihr Buch mit dem Titel „Urban Gallery and the Transformation of Chinese Cities“ während ihres Forschungsaufenthalts am Fachgebiet für nachhaltige Stadtentwicklung und Städtebau fertigstellen.

Christiane Petersen "TU intern" Februar 2015

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