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Neue Visitenkarte

Montag, 23. Februar 2015

Die Planungen für die Sanierung des Hauptfoyers und angrenzender Bereiche schreiten voran

Foyer des TU-Hauptgebäudes und Treppe: Aufbruch und Neuanfang, für die der Nachkriegsbau zur Zeit seiner Entstehung stand, sind längst einem negativen Gesamteindruck gewichen
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Foyer des TU-Hauptgebäudes und Treppe: Aufbruch und Neuanfang, für die der Nachkriegsbau zur Zeit seiner Entstehung stand, sind längst einem negativen Gesamteindruck gewichen
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Unter den zahlreichen Neubauten der Nachkriegszeit wurde keiner so anhaltend kontrovers diskutiert wie der Neubauteil des TU-Hauptgebäudes, der die zerstörte Nordfassade des Altbaus ersetzte. Während die einen den konsequenten Bruch mit der Vergangenheit goutierten, kritisierten die anderen die Beliebigkeit der Aluminiumfassade, die kein angemessenes Äquivalent zur hohen Gestaltungsqualität des Altbaus bilden würde.

Die Materialwahl der Innenräume mit den drei Hallenbereichen setzt den vermeintlichen Qualitätsverlust konsequent fort. An die Stelle von Naturstein und Stuckelementen des Altbaus treten im Neubau Sicht-, Waschbeton und Ziegelflächen. Die Dimensionierung der wuchtigen rohen Betonpfeiler, die statisch dem elfgeschossigen Hochhaus geschuldet sind, wird durch die Befürworter des Gebäudes als herausragendes Gestaltungsmerkmal des „Brutalismus“ gewertet. Die Architektur wird auf eine Stufe mit dem zeitgleich entstandenen Bau der Akademie der Künste im Hansaviertel gestellt, obwohl die stilprägende sichtbare Verwendung der Baumaterialien Beton und Ziegel in dem Akademiebau wesentlich filigraner und subtiler erfolgte.

Heute prägen die Alterung der Betonflächen und die Gebrauchsspuren nach rund 60 Jahren universitären Alltags das Bild in dem stark frequentierten Gebäude. Der Waschbetonboden stellt eine Barriere für gehbehinderte Menschen dar und ist zerstörungsfrei nicht zu reinigen. Aufbruch und Neuanfang, für die der Nachkriegsbau zur Zeit seiner Entstehung stand, sind längst einem negativen Gesamteindruck gewichen. Hinzu kommen funktionale und technische Mängel, die eine Sanierung dringend erforderlich machen. Für viele Studierende, neue Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Gäste prägt die Vorhalle des Hauptgebäudes den Ersteindruck der Universität. In diesem Sinne soll die TU Berlin nun eine neue Visitenkarte erhalten.

Unter anderem sorgt der steigende Grundwasserstand für technische Probleme, von denen die Toilettenanlage im Untergeschoss betroffen ist und die nicht beherrschbar sind. In einem ersten Bauabschnitt soll nun die Toilettenanlage, die als Infrastruktureinrichtung der großen Hörsäle dient, vom Untergeschoss in das Erdgeschoss verlegt werden. Im Zusammenhang damit soll die derzeit fehlende Garderobenanlage ersetzt, eine kleine zusätzliche Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche geschaffen und Lagerbereiche neu sortiert werden.

Im zweiten Bauabschnitt werden dann die Haupt- und Osthalle saniert werden. Angedacht ist ein zeitgemäßes und innovatives Entree für das Hauptgebäude. Diese Räumlichkeiten können dann gleichzeitig als Veranstaltungs- und Ausstellungsort dienen. Schwerpunkte der Gestaltung bilden hier die Oberflächen, die Beleuchtung sowie die Integration neuer Informationsmedien und eines neuen Orientierungssystems für das insgesamt unübersichtliche Hauptgebäude. Darüber hinaus sollen studentische Arbeitsplätze auf der Galerie der Osthalle und die Aufwertung der Café-Bar die Nutzungsvielfalt erhöhen.

Die Planung schreitet voran, eine erste Rate ist bereits im Haushalt 2015 verankert. 

Martin Schwacke, Leiter Abteilung Gebäude- und Dienstemanagement der TU Berlin "TU intern" Februar 2015

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