TU Berlin

TUB-newsportalNews Detail

Inhalt des Dokuments

zur Navigation

Inhalt des Dokuments

Vermischtes

Universitätsarchiv: TU Berlin vor 30 Jahren

Freitag, 15. November 2013

Verantwortung für den Frieden

Die frühen 1980er-Jahre waren eine bewegte Zeit. Bezweifelt wurde, ob mehr Raketen auch mehr Sicherheit in Europa bringen würden. Unvergessen bleibt die große Friedensdemonstration am 22. 10. 1983 im Bonner Hofgarten mit etwa 500 000 Teilnehmern, auf der Willy Brandt erklärte: „Wir brauchen in Deutschland nicht mehr Mittel zur Massenvernichtung, wir brauchen weniger.“ Im September ’83 hatte auf dem Hamburger Meeting „Künstler für den Frieden“ die Theaterdirektorin Ida Ehre das Friedensmanifest von Wolfgang Borchert mit seinem berühmten „Sag nein!“ zitiert.

Auch an der TU Berlin wurde in diesen Wochen viel über das Friedensthema diskutiert. Vor 30 Jahren, am 10. 11. 1983, fand die 3. außerordentliche Sitzung des 6. Konzils der Technischen Universität Berlin statt. Das Konzil ist nach dem Landeshochschulgesetz das höchste beschlussfassende Gremium der Universität. Einziger Tagesordnungspunkt war die Beschlussfassung eines Textes „Die Verantwortung der TU Berlin für den Frieden“. Dort hieß es, dass sich das Konzil besonders verpflichtet fühle, „einen konstruktiven und öffentlichkeitswirksamen Beitrag zur Friedensdiskussion und Friedenssicherung zu leisten“. Weiter wurde gefordert, dass an der TU Berlin „keine Forschungen betrieben werden, die der Entwicklung und Weiterentwicklung von Atomwaffen oder anderen Rüstungsprojekten“ dienen.

In geheimer Abstimmung wurde der Konzilstext mit 33 Ja-Stimmen und 20 Gegenstimmen beschlossen und mit großen Plakaten allen TU-Angehörigen bekannt gemacht.

Hans Christian Förster

Navigation

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe