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„Berlin erlebt eine neue Gründerzeit“

Montag, 27. Juli 2015

TU Berlin baut mit frei werdenden BAföG-Mitteln und privaten Sponsoren-Geldern einen Coworking-Space für Gründer und Studierende am Ernst-Reuter-Platz 1

Kreativ verändert: Mit dem neuen Coworking-Space im Erdgeschoss des BH-Gebäudes schafft die Universität nicht nur viel Platz für innovative Ideen, sondern öffnet sich auch architektonisch zur Stadt hin. Im Hintergrund ist der Ernst-Reuter-Platz zu sehen.
Lupe
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Noch sieht es an der Adresse Ernst-Reuter-Platz 1 nicht besonders einladend aus. Hier befindet sich das TU-Gebäude Bergbau und Hüttenwesen, dessen Parterre wenig ansehnlich und verschlossen ist. Das wird sich nun ändern, denn die TU Berlin baut an diesem zentralen Ort für ihre Start-ups einen neuartigen Coworking-Space.

Am 15. Juli 2015 gab TU-Präsident Prof. Dr. Christian Thomsen die Ausbaupläne im Beisein des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller, sowie der Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres, bekannt. „Wir öffnen uns an einem prominenten Platz zur Stadt hin und präsentieren hier Hightech-Innovationen. Somit wird auch der ,Campus Charlottenburg‘ noch stärker präsent sein“, betonte der TU-Präsident. Ermöglicht wird der Ausbau im Wesentlichen durch das Land Berlin, das dafür 2,7 Millionen Euro aus den sogenannten BAfög-Mitteln bereitstellt. Dies sind frei gewordene Mittel aus der BAföG-Übernahme durch den Bund. „Berlin erlebt eine neue Gründerzeit. Ich bin sehr stolz auf die vielen kreativen und mutigen Ideen. Als Berliner Senat werden wir alles dafür tun, Berlin nachhaltig als führende Start-up-Metropole zu etablieren und den Start-ups vor Ort optimale Rahmenbedingungen zu bieten. Dies gilt insbesondere für die Schnittstelle von Wissenschaft und Forschung“, so Michael Müller. Und auch für Bildungssenatorin Sandra Scheeres leisten die Hochschulen einen wesentlichen Beitrag für die Start-up-Szene Berlins: „Insgesamt sind die Berliner Hochschulen der Impulsgeber für die Gründerhauptstadt Berlin. Aus ihren Reihen werden zahlreiche Start-ups gegründet und ihre Absolventen werden in den Unternehmen gebraucht.“ Auch bei privaten Geldgebern konnte die TU Berlin durch Fundraising rund 230 000 Euro für den Ausbau einwerben. Unter anderem spendete die Berliner Volksbank 50 000 Euro. „Für ein erfolgreiches Start-up braucht man eine clevere Idee, gut ausgebildete Leute, Freiraum für kreativen Spirit und ein starkes Netzwerk. Das Konzept für einen Coworking-Space am Ernst-Reuter-Platz hat uns überzeugt, da hier diese vier Erfolgsfaktoren zusammengeführt werden“, so Carsten Jung, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Berliner Volksbank eG und TU-Alumnus.

Ausgründungen aus der TU Berlin sind Wirtschaftsmotoren für die Stadt: Eine Studie des TU-Fachgebietes für Entrepreneurship und Innovation Management zeigt, dass die TU-Gründungen, die 2013 ihren Sitz in Berlin hatten, insgesamt 20 000 Beschäftigte hatten und Umsätze von über 2,7 Milliarden Euro erzielt haben.

Pro Jahr gründen sich rund 20 Hightech-Start-ups aus der TU Berlin aus und auch der Bedarf an Gründungsberatungen beim Centre for Entrepreneurship (CfE) ist in den letzten Jahren stark angestiegen. „Diesem wachsenden Bedarf an Gründungsunterstützung sowie Raum zum Gründen tragen wir nun mit dem Ausbau Rechnung“, betonte CfE-Leiterin Agnes von Matuschka. Im Coworking-Space arbeiten kleinere Start-ups zugleich in meist größeren, offenen Räumen zusammen und können auf diese Weise durch Austausch und Synergien voneinander profitieren. Das ist das neuartige. Auch Platz für eine Prototypenwerkstatt sowie Seminarräume sollen geschaffen werden.

Bettina Klotz "TU intern" Juli 2015

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